Airthings Masters: harte Landung für Dubov im Halbfinale

von Klaus Besenthal
31.12.2020 – Beim 15+10-Online-Turnier Airthings Masters ist an Silvester der erste Halbfinaltag absolviert worden. Mit einem 1:3 gegen Teimour Radjabov musste der russische Großmeister Daniil Dubov, der einen Tag zuvor im Viertelfinale über Weltmeister Carlsen triumphiert hatte, dabei eine deutliche Niederlage einstecken. Im anderen Minimatch hat Levon Aronian gegen Maxime Vachier-Lagrave ebenfalls mit 3:1 gewonnen. An Neujahr (15 Uhr) folgen die zweiten Minimatches; dort müssen Dubov und Vachier-Lagrave dann gewinnen, wenn sie einen Stichkampf erzwingen wollen. | Foto: Lennart Ootes / World Rapid Championship 2018

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"Airthings Masters"

Dubov - Radjabov 1:3

Nach zunächst zwei Remisen hatte Dubov die dritte Partie verloren. In der das Minimatch abschließenden vierten Partie benötigte er also unbedingt einen Sieg. Es war eine Situation, die dem mit +1 führenden Radjabov in die Karten spielen sollte:

 

Aronian - Vachier-Lagrave 3:1 

Gleich in der ersten Partie sollte Vachier-Lagrave ein Springer abhanden kommen. Aronian hatte jedoch in der Folge nur noch einen Bauern, so dass das Endspiel nicht leicht zu gewinnen war. Als ihm dies aber gelungen war, hatte Aronian bereits einen handfesten Vorteil, denn sein Gegner stand fortan unter dem Druck des Gewinnen-Müssens.

 

Es folgten zwei Remisen, so dass in Partie 4 die Situation dieselbe war wie bei Dubov und Radjabov zu diesem Zeitpunkt: Genau wie Dubov brauchte auch Vachier-Lagrave unbedingt einen Sieg. Das spielte sich angenehm für Aronian, der sogar eine Figur einstellen und trotzdem noch gewinnen konnte:

 

Partien

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Krennwurzn Krennwurzn 02.01.2021 10:14
Seien wir doch ehrlich: Radjabov ist ein starker Spieler und eine coole Socke, aber gegen einen Carlsen in Normalform gewinnt er keinen Wettkampf, weil er ihm zu ähnlich ist. Carlsen hat eher Probleme mit Leuten wie Dubov, Ding ... eher die jungen Wilden.

Schacheröffnungsevolution kurzgefasst:

bis inkl. Anand: bester Zug (GM hatten Halbgottstatus)
Carlsen: spielbarer Zug (Maschinen sind stärker als GMs)
postCarlsen: gerade noch spielbarer Zug (GMs sind auch nur Patzer)

Aber gerade diese unsere menschliche Schwäche wird Schach noch viele jahrhunderte spielbar halten, obwohl die Maschinen den Remistod sterben.
Blitz2010 Blitz2010 01.01.2021 01:13
Bei der Wiederaufnahme des Kandidatenturniers sollte Radjabov noch ein Platz eingeräumt werden - andernfalls wird die zweite Hälfte des Turniers blass und nimmt sich etwas illegitim aus.
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 01.01.2021 01:05
Was für einen Wahnsinn, so jemanden wie Radjabov vom Kandidaten Turnier auszuschließen! Der Mann ist in einer super Form, wenns auch nur Rapid ist. Aber trotzdem, die Fide ist und bleibt ein korrupter Verein.
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