Airthings Masters: Radjabov und Aronian im Finale

von Klaus Besenthal
01.01.2021 – Der zweite Halbfinaltag des Onlineturniers "Airthings Masters" war an Neujahr eine ähnlich einseitige Angelegenheit wie der erste am Silvestertag: Teimour Radjabov gewann 2:0 gegen Daniil Dubov und zwischen Levon Aronian und Maxime Vachier-Lagrave hieß es am Ende 2:1. Es wurden 15+10-Rapidpartien gespielt. Das Finale zwischen Radjabov und Aronian findet am Samstag und Sonntag statt (Beginn jeweils 15 Uhr).

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"Airthings Masters"

Die eigentlich mit vier Partien geplanten Minimatches am zweiten Halbfinaltag wurden jeweils vorzeitig beendet, als die unterlegenen Spieler rechnerisch keine Chance mehr hatten, sich noch für das Finale zu qualifizieren.

Dubov - Radjabov 0:2 (erstes Minimatch: 1:3)

Die beiden Spieler starteten mit einer Partie in den Tag, die am Ende äußerst gehaltvoll gewesen sein würde. Das wurde zunächst von Dubov initiiert, der seinen Gegner von Anfang an scharf angriff:

 

In der nächsten Partie hätte Dubov nur noch ein Sieg weitergeholfen, doch der Carlsen-Bezwinger verlor auch dieses Spiel. Nach dem am Vortag verlorenen Minimatch konnte er das zweite Treffen dieser Art angesichts des Zwischenstandes von 0:2 nicht mehr gewinnen - das bedeutete bereits das Aus für ihn. 

 

Von insgesamt sechs Partien gegen Radjabov hatte Dubov also am Ende vier verloren und lediglich zwei Remisen erzielt - der erfahrene Weltklassemann Radjabov hatte den jungen Überflieger mit kühlem Kopf in die Schranken verwiesen.

Aronian - Vachier-Lagrave 2:1 (erstes Minimatch 3:1)

Mit einem Remis von der eher kontrollierten Art ließen es die Spieler in der ersten Partie ruhig angehen. Vachier-Lagrave brauchte zwar einen Sieg, wollte aber wohl mit den schwarzen Steinen auch nicht gleich zu viel riskieren. Umgekehrt Aronian: Der lag nach dem Gewinn des ersten Minimatches in Führung musste gar nichts riskieren.

In der zweiten Partie stand Vachier-Lagrave als Weißer dann tatsächlich besser, aber nicht gut genug. Das Ergebnis war ein weiteres unaufgeregtes Remis.

Partie 3 brachte dann auch in diesem Match das vorzeitige Ende: Aronian gewann, so dass MVL keine Chance mehr hatte, doch noch das Finale zu erreichen. Die Partie sollte 113 Züge dauern, und es war am Ende nicht ganz klar, warum MVL die eine oder andere Remischance verschmäht hatte (vielleicht lag es aber einfach daran, dass er phasenweise mit 7 Minuten auf der Uhr gegen Aronians 30 Sekunden spielen konnte). Bei einem Unentschieden hätte der Franzose in einer vierten Partie mit Weiß vielleicht noch einmal unter besseren Bedingungen um den Tagessieg kämpfen können.

Immerhin gab es am Ende noch die auf diesem Niveau nur selten vorkommende Mattsetzung mit Springer und Läufer zu sehen:

 

Partien

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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