Akropolis adieu...

05.09.2003 – Vassilios Kotronias (6/9) sicherte sich beim Akropolisturnier den Sieg in der GM-Gruppe vor Mircea Parligras und Andreas Tzermiadianos. Im Internationalen Open holte Vladimir Dobrov im Endspurt 6,5 Punkte aus den letzten sieben Runden und überholte schließlich noch die bis dahin Führenden, Boris Avrukh und Alik Gershon. Das Frauenturnier gewann Margarita Voiska vor Yelena Dembo. Auf dem dritten Platz fand sich Natalia Kiseleva wieder, die weitere Einzelheiten zu berichten weiß. Bericht und Fotos...

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Ein Jahr vor der Olympiade 2004 in Athen
Bericht und Fotos von Natalia Kiseleva

18:09 Uhr Flughafen Köln / Bonn! Die Germanwings-Maschine mit der Flugnummer „4U 983“ landet nach turbulentem Flug auf deutschem Boden. Bei wesentlich angenehmeren Temperaturen (nur 25 Grad gegenüber mehr als 40 während der letzten 10 Tage im heißen Griechenland) war ich froh, wieder zu Hause angekommen zu sein. Für all diejenigen, die nicht vor Ort dabei waren, möchte ich diesen Bericht den Entscheidungen in den drei Turnieren, der Siegerehrung und dem anschließenden Bankett widmen. Doch alles der Reihe nach.


Das Olympia-Stadion


Blick von der 21. Etage des President Hotel’s


Präsident der griechischen Föderation, Hr. Makropoulous

Im GM Rundenturnier blieb es spannend bis zum Schluss! Mit 6 Punkten aus 9 Partien blieb der ELO-Favorit Vassilios Kotronias als einziger ohne Verlustpartie uns sicherte sich so mit einem halben Punkt Vorsprung den Titel! Dagegen sind die Plätze 2 und 3 durchaus als Sensation zu werten. Mit je einem Sieg in der Schlussrunde und insgesamt 5,5 / 9 sicherten sich Mircea Parligras und der bestplatzierte Grieche Andreas Tzermiadianos die weiteren Plätze auf dem Podium! Die Freude beim Drittplatzierten war umso größer, da er neben der ersten GM-Norm auch das Kunststück fertig brachte, als Spieler mit der niedrigsten ELO-Zahl einige Kontrahenten hinter sich zu lassen. Unglücklich war dagegen Athanassios Mastrovasilis, der neben dem undankbaren vierten Platz durch seine Niederlage in der Schlussrunde gegen Suat Atalik auch die Chance auf eine GM-Norm verspielte.


Die Bretter des GM-Turniers


Die Gewinner des GM-Turniers, v.l. IM
Athanassios Mastrovassilis (GRE, 4.), IM Andreas Tzermiadianos (GRE, 3.), GM Mircea Parligras (ROM, 2.), GM Vassilios Kotronias (CYP, 1.)


Auf dem Weg zur GM-Norm, Andreas Tzermiadianos


GM Suat Atalik (BIH) und GM S. Grivas (Hauptschiedsrichter)


Einziger deutscher Vertreter im GM-Turnier: GM Roland Schmaltz

Eine kleine Sensation gab es im Open-Turnier, der offenen griechischen Meisterschaft, wo der russische IM Vladimir Dobrov, der mit Startnummer 9 ins Rennen gegangen war, nach einer unerwarteten Niederlage in Runde 2 anschließend sensationelle 6,5 Punkte aus 7 Runden erzielte und dabei auch dem Turnierfavoriten Eduards Rozentalis seine einzige Niederlage bescherte. Mit einem halben Punkt weniger (7 / 9) mussten sich dagegen die drei besten der Setzliste begnügen und zwar in der Reihenfolge Eduards Rozentalis (2.), Boris Avrukh (3.) und Alik Gershon (4.). Auf dem achten Platz landete mit 6 Punkten der bestplatzierte Grieche Ioannis Nikolaidis.


Ioannis Simeonidis (GRE) gegen GM Boris Avrukh (ISR) und im Hintergrund GM Eduards Rozentalis (LTU) gegen Konstantinos Skaperdas (GRE)


Trotz 7/9 nur Vierter, GM Alik Gershon (ISR)


Die besten Griechen im Open mit jeweils 6 Punkten, IM
Andreas Kofidis (2.), Spyridon Kapnisis (1.) und GM Spyridon Skembris (3.)


Die besten griechischen Frauen im Open,
Maria Ikonomopoulou (3.), Marina Makropoulou (2.) und Vera Papadopoulou (1.)


Juniorenpreise gab es ebenfalls

Eher friedlich endete dagegen das Frauen-Turnier, wo es in den letzten beiden Runden an den Spitzenbrettern eine Vielzahl an Remispartien gab. So erzielten Margarita Voiska und Yelena Dembo, nachdem sie sich im direkten Vergleich in Runde 5 ebenfalls remis getrennt hatten, 6,5 Punkte aus 9 Partien und belegten folglich die Plätze 1 und 2. Da es mir selber nicht gelang, in der Schlussrunde meine Zimmergenossin Yelena Dembo zu bezwingen, musste ich mich mit einen halben Punkt Rückstand mit Platz 3 begnügen, punktgleich mit der Favoritin Nino Khurtsidze (4.), der besten Griechin Vera Papadopoulou (5.), die damit ihre erste WIM-Norm erzielte und Luiza Khusnutdinova (6.).


Siegertrio im Frauenturnier, v.l. WGM Natalia Kiseleva (UKR, 3.), WGM Yelena Dembo (HUN, 2.) und WGM Margarita Voiska (BUL, 1.)


Anna Sharevich (BLR) und die erfreuliche Überraschung aus griechischer Sicht, Vera Papadopoulou


Die zweitplatzierte Ungarin Yelena Dembo


WIM Luiza Khusnutdinova gegen WIM Elena Partac (MLD), Anna Sharevich und WGM Marina Makropoulou

Zu einem solchen Schachevent gehört natürlich auch eine festliche Siegerehrung und ein anschließendes Bankett, wo am besten Bilder die Stimmung wiedergeben können! Mein ganz besonderer Dank geht noch mal an die Organisatoren, die mit ihrer professionellen Arbeit maßgeblich dazu beigetragen haben, eine tolle Atmosphäre zu schaffen und die Turniere so reibungslos und ohne nennenswerte Streitfälle über die Bühne zu bringen.


Alik Gershon, Boris Avrukh mit seiner Frau, Yelena Dembo und Anna Sharevich


Yelena Dembo und WIM Anastasia Karlovich (UKR) beim Abschlussbankett


Vormittags eine kleine Abkühlung im Pool, Vladimir Dobrov, Anna Sharevich und Luiza Khusnutdinova


WGM Nino Khurtsidze (GEO) mit der kleinen Tochter von Aikaterini Fakhiridou


Noch immer beeindruckt von dem Ausflug zur Akropolis, Natalia Kiseleva

 

 

 


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