Alexandra Kosteniuk sagt "Grüezi"

14.07.2010 – Alexandra Kosteniuk hat schon viel erreicht. Sie ist Frauengroßmeisterin, Männergroßmeister, wurde 2008 Frauenweltmeisterin, hat als Fotomodell gearbeitet, in einem Film mitgespielt, schreibt regelmäßig Bücher und macht in der ganzen Welt Werbung für das Schach. Außerdem ist sie Mutter einer Tochter und, wie man ihrer Webseite entnehmen kann, bloggt und twittert sie eifrig und gern. Aber dass die im April 1984 im russischen Perm geborene Kosteniuk einmal gute Chancen haben würde, Schweizer Meister zu werden, kommt doch ein wenig überraschend. Dennoch: Seit kurzem ist Kosteniuk stolze Besitzerin eines Schweizer Passes und dieses Jahr spielt sie das erste Mal um die Schweizer Meisterschaft mit, als erste und einzige Frau in der Geschichte des Schweizer Schachs. Nach 6 Runden liegt sie mit 3,5 Punkten noch gut im Rennen. Tabellenführer ist jedoch Titelverteidiger Viktor Kortschnoi. Thomas Pähtz berichtet.Turnierseite...Bericht und Bilder...

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Halbzeit bei den 110. Schweizer Einzelmeisterschaften

Großer Andrang im Jugendlager


Willkommen in Lenzerheide

Die Urlaubs- und Wintersportregion Lenzerheide, im idyllischen Kanton Graubünden gelegen, ist derzeit Austragungsort der 110. Schweizer Einzelmeisterschaften. Fast schon traditionell gibt sich Altmeister und Titelverteidiger Viktor Kortschnoj die Ehre. Gleich zwei amtierende Weltmeister gehen mit Alexandra Kosteniuk (Frauen) und Cebalo Miso (Senioren) an den Start.


Der ehemalige Vizeweltmeister Viktor Kortschnoi strebt die Titelverteidigung an


Alexandra Kosteniuk mit Töchterchen


Die Attraktion des 3. Wettkampftages: Alexandra Kosteniuk vs. Viktor Kortschnoi

Insgesamt 365 Teilnehmer, verteilt auf die sechs Kategorien Meister-Titelturnier, Hauptturniere I-III, Senioren-Titelturnier und Allgemeines Senioren-Turnier, kämpfen um die Punkte. Das im zweijährigen Abstand im Rundensystem ausgetragene Meisterturnier ermittelt den Titelträger des Schweizer Herrenmeisters unter 10 qualifizierten Teilnehmern, darunter 5 Großmeister und 5 Internationale Meister. Mit Alexandra Kosteniuk, die erst seit kurzem den Schweizer Pass besitzt, kämpft erstmalig auch eine Frau um die Krone des Schweizer Schachbundes. Nach fünf der insgesamt neun Runden liegt ein Quartett gemeinsam mit dreieinhalb Punkten in Führung: Pelletier, Kortschnoj, Kosteniuk und Gallagher, deren bisheriges Abschneiden keine Überraschung darstellt. Als weiterer Mitfavorit galt auch Florian Jenni, der sich aber abgeschlagen mit nur eineinhalb Punkten aus dem Titelrennen bereits verabschiedet hat.


GM Yannick Pelletier mit Freundin





Im Haupttunier I sind mit den Großmeistern Williams, Cebalo, Sher und Cherniaev die Favioritenrollen vergeben. Letztgenannter war allerdings das erste prominente Opfer der Nullkarenzregelung, die auch bei dieser Meisterschaft zur Anwendung kommt. Von diesem Schock offenbar noch nicht richtig erholt verlor er in der vierten Runde überraschend gegen den Deutschen Ralf-Axel Simon und damit wohl auch die Chance auf den Turniersieg. Nach der fünften Runde liegen mit viereinhalb Punkten Cebalo, Nuri und IM Carron an der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Sher, Williams, IM Klauser u.a. mit jeweils vier Zählern.


Seniorenweltmeister Miso Cebalo


Blick in den Turniersaal


Stammgast bei den Schweizer Meisterschaften: das deutsche Unikum FM Ralf-Axel Simon

Im Jahre 2008 entstand zwischen GM Thomas Pähtz und dem im Schweizer Jugendschach engagierten IM Markus Klauser die Idee eines meisterschaftsbegleitenden Jugendlagers. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde die Idee erstmals umgesetzt und erntete prompt großen Zuspruch. Durch die zahlreiche Inanspruchnahme des Lagers in Grächen 2009 beflügelt, war es für die Organisatoren eine Selbstverständlichkeit, den Nachwuchsspielern auch in diesem Jahr diese einzigartige Gelegenheit zu bieten. Gleich 60 Teilnehmer ergriffen die Chance, die Meisterschaft mit zusätzlichem Großmeistertraining zu kombinieren. Zum Trainingsprogramm, welches von GM Thomas Pähtz und seinem Assistenten Hannes Wendling durchgeführt wird, gehören unter anderem eine nach Spielstärke gestaffelte Trainingseinheit am Vormittag, die Analyse der Partie eines jeden Spielers und die all abendliche Kommentierung der schönsten Partien. Dabei treffen Jugendliche aus der Schweiz, Spanien und Deutschland auf einander.


Trainer Hannes Wendling (gelbes T-Shirt) bei der Partieanalyse

Die junge Deutsche Delegation ist mit 11 Teilnehmern angetreten. U.a. sind mit Sonja-Maria Bluhm (amtierende Deutsche Meisterin U12w), Jonas Lampert (U 14) und Alina Zahn (U12w) drei Vertreter der Deutschen Nachwuchsspitze mit von der Partie. Zur Halbzeit konnten diese Spieler den an sie gerichteten Erwartungen mit guten Leistungen gerecht werden. Hervorzuheben ist auch das bisherige Abschneiden von Oliver Gerntke (U16), der mit drei aus fünf Punkten im Hauptturnier I überzeugt.


Gruppenfoto des 2. SEM-Lagers vor dem Grischalodge Hotel


Jonas Lampert, ein deutscher "Prinz" in der Schweiz


Alina Zahn macht nach ihrem 4. Platz bei der DEM U12w auch in der Schweiz auf sich aufmerksam


Deutsches Duell in Lenzerheide: Richard Brömel (Jena) - Sonja Maria Bluhm (Sfr. Neuberg)


Traumhafte Landschaften (1)


Traumhafte Landschaften (2): Heidsee


Traumhafte Landschaften (3)

Ein Bericht von Thomas Pähtz, Hannes Wendling, Pauline Mertens


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