

Das "3. Tournoi International du President de la Republique" fand Ende Februar (22.-28.2.2015) in Algier statt und wurde mit 50 zumeist einheimischen Spielern als Open im Schweizer System ausgetragen. Für internationales Flair und Normvoraussetzungen sorgten einige wenige ausländische Titelträger wie Sergey Volkov, Sergei Tiviakov, Alexei Barsov oder der Serbe Miroljub Lazic.
Den Sieg trug am Ende Sergey Volkov mit 7,5 aus 9 davon. Sergei Tiviakov wurde Zweiter. Der algerische IM Saad Beloudadah konnte als Dritter in die Phalanx der ausländischen Großmeister einbrechen. Das Turnier war gemäß dem Angaben von Sergei Tiviakov ausgezeichnet organisiert.
Dem niederländischen Schach-Weltreisenden gelang eine in technischer Hinsicht ausgezeichnete Partie gegen Miladinovic, die er im Endspiel trotz ungleicher Läufer gewinnen konnte:

Sergey Tiviakov

Sergey Volkov

Lazic gegen Volkov


Alexei Barsov

Miladinovic

Mikadinovic gegen Bellahcene

Miodrag Perunovic

Hayat Toubal
Endstand:
... 50 Spieler

Der Präsident des algerischen Schachverbandes Zerdali

Sieger Volkov

Partienauswahl
Impressionen aus Algier:

Blick über die Stadt aufs Meer

Der Platz "Emir Abd e- Kader"
Haddschi Abd el-Kader, 1807 in Ghetna geboren, war ein algerischer Freiheitskämpfer. 1830 führte er die Berberstämme in Westalgerien zum Widerstand gegen die Franzosen, nachdem diese die algerischen Städte Oran, Algier und Bone erobert hatten. Später unterwarf er mit seinen Truppen die Mehrzahl der unabhängigen algerischen Stämme und schloss mit den französischen Besatzern unter General Louis Alexis Desmichels 1834 einen Friedensvertrag, mit dem seiner Herrschaft in Algerien anerkannt wurde, der allerdings nur ein Jahr Bestand hatte. Nach weiteren Kämpfen gegen die Franzosen wurde Abd el-Kader schließlich gefangen genommen und in Toulon eingekerkert. 1848 schrieb er dort die die Verteidigungsschrift des Islam: "Die scharfe Schere zum Abhacken der Zunge desjenigen, der die Religion des Islams durch Verleumdung und Ketzerei herabsetzt." 1852 wurde Abd el-Kader frei gelassen und ließ sich schließlich in Damaskus nieder. Dort rettete er bei der Christenverfolgung 1860 mehrere Tausend Christen vor den Massakern der Drusen.

Das Spielerhotel


Daneben eine Moschee

Das Gebäude der algerischen Nationalbank

So sieht die Hauptpost in Algier aus

Das Kulturzentrum


Die Jamaa el Kebir Moschee



Häuser aus der französischen Kolonialzeit

Enge Straße in der Altstadt

Steiler Aufstieg


Dattelstand auf dem Markt
Fotos: Sergei Tiviakov
Turnierseite des Algerischen Verbandes...