Almasi gewinnt Gerling-Open

07.08.2004 – Die beiden Schnellschach-Open in Mainz finden nacheinander statt, wodurch die zahlreichen Top-Großmeister Gelegenheit haben sowohl im Gerling Open als auch im Ordix-Open zu spielen und Preisgeld zu gewinnen. Zoltan Almasi kam als Bester mit den ausgelosten Grundstellungen im Chess960 zurecht und gewann überlegen das Gerling Open. Im "Duell der Weltmeister" konnte Anand heute mit einem zweiten Sieg seinen Vorsprung gegen Shirov ausbauen. Die Weltmeisterschaft im Chess960 zwischen Swidler und Aronian steht hingegen 3:3. Natalia Kiseleva spielte beim Gerling-Open mit und ist von Mainz und den Chess Classic begeistert. Anand gegen Shirov zum Nachspielen... Turnierseite...Fotobericht aus Mainz...

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Sensationelle Besetzung bei den Chess Classics in Mainz 2004
Von Natalia Kiseleva

Zum dritten Mal wird in Mainz neben dem Schnellschachturnier auch Schach 960 (Fischer Schach) gespielt. Kaum zu glauben, wie schnell sich das Turnier so entwickelt hat.


Treffpunkt der Schachelite am Rhein


Smalltalk am Rande des Turniers, die Präsidentin des estischen Schachverbandes und Topmodell Carmen Kass


Aktion "Free Bobby Fischer". Hans-Walter Schmitt setzt sich für Bobby Fischer ein, der in JApan verhaftet wurde.

Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, dass die von Hans–Walther Schmitt geförderte Schachvariante inzwischen auch von Topspielern angenommen wird.


Eröffnungspartie am ersten Brett, OB Jens Beutel gegen den Sieger von Biel GM Alexander Morozevich


Leistete hartnäckigen Widerstand, Hans-Walther Schmitt gegen GM Ruslan Ponomariov

Neben dem in 8 Partien ausgespielten Match um die Schach 960-Weltmeisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Peter Svidler und dem Gewinner des letztjährigen Opens Levon Aronian treten als zweite Hauptattraktion abends Vishy Anand und Alexei Shirov gegeneinander an und spielen vor vollbesetzten Zuschauerrängen nach herkömmlicher Art äußerst attraktive und ausgekämpfte Schnellschachpartien.


Nach zwei Tagen knapp in Führung, GM Vishy Anand


Für die Zuschauer äußerst interessant, die Partien von GM Alexei Shirov


Attraktives Chess960 auf höchtem Niveau


Der Herausforderer als letztjähriger Opensieger, GM Levon Aronian


Kämpferisch im Duell um die Schach 960-WM, GM Peter Svidler

Eine willkommene Abwechslung auch für zahlreiche Großmeister, die sich zur Entspannung nach ihren eigenen Partien im Laufe des Tages unter die Zuschauer mischen und relaxt das Geschehen auf der Bühne kommentieren und diskutieren.


Interessierte Beobachter der abendlichen Duelle, WGM Natalia Kiseleva und IM Viktorija Cmilyte


Ukrainisches Nachwuchsduell, GM Sergey Karjakin gegen GM Ruslan Ponomariov

Nach zwei Tagen und damit vier gespielten Schnellschachpartien führt Vishy Anand im Match gegen Alexei Shirov dank seines Erfolgs in der zweiten Partie mit 2,5 : 1,5 während das Duell um die Schach 960-Weltmeisterschaft nach 4 Erfolgen des Spielers mit den weißen Steinen 2 : 2 unentschieden steht. Spannung für die zweite Hälfte dieser Duelle ist also garantiert.


Die Duelle werden von hunderten Fans beobachtet und von Thilo Gubler (Baden-Oos) fotografiert

Dass im Open tagsüber insgesamt 56 GM’s und zahlreiche weitere Titelträger um die Plätze auf dem Podium sowie zahlreiche Rating- und Sonderpreise spielen, liegt mit Sicherheit an den hervorragenden Spielbedingungen in der Rheingoldhalle in Mainz, der Unterbringung im Hilton-Hotel sowie den attraktiven Preisen und dem sich am Wochenende anschließenden Schnellschach-Open.


Hoch konzentriert, GM Konstantin Landa

Direkt aus Biel nach Mainz gekommen rechneten sich Alexander Morozevich, Ruslan Ponomariov, Luke McShane, Krishnan Sasikiran und Etienne Bacrot ebenso gute Chancen auf vordere Plätze aus wie die Teilnehmer der gerade beendeten Dortmunder Schachtage Sergei Rublevsky, Arkadij Naiditsch, Viktor Bologan und Sergey Karjakin.


Gehört bereits zu den Etablierten: Sergey Karjakin


Ukrainisches Nachwuchsduell, GM Sergey Karjakin gegen GM Ruslan Ponomariov


Ebenfalls aus Biel nach Mainz gereist, Lucky Luke McShane


Führte nach 7 Runden mit 7 Punken souverän, GM Etienne Bacrot aus Frankreich


GM Darmen Sadvakasov stoppte die Serie von GM Etienne Bacrot


Aus Dortmund, GM Arkadij Naiditsch

Komplettiert wurde dieses erlesene Teilnehmerfeld unter anderem noch durch Alexander Grischuk, Vadim Zvaginsev, Zoltan Almasi und zahlreiche weiter 2600er.


Aus Moskau, GM Vadim Zvaginsev


Von den Dortmunder Schachtagen nach Mainz gekommen, GM Sergei Rublevsky


Stets vorne dabei und nur durch Feinwertung auf dem undankbaren vierten Platz, GM Pavel Tregubov

Besonders umkämpft waren darüber hinaus die Frauenpreise, wo die frisch gekürte Weltmeisterin Antoaneta Stefanova ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und die Großmeisterinnen Inna Gaponenko, Viktoria Cmylite, Nataliya Zhukova, die Autorin dieses Artikels Natalia Kiseleva und auch die rasende Reporterin von ChessBase Anna Dergatschova-Daus auf die Plätze verwies.


Remis im Frauenduell, GM Antoaneta Stefanova gegen WGM Natalia Zhukova


Die Frauenpreise gingen an IM Inna Gaponenko, die frisch gebackene Weltmeisterin GM Antoaneta Stefanova und das Geburtstagskind IM Viktorija Cmilyte


Stark auch gegen Männer, GM Antoaneta Stefanova


Außerhalb des Brettes gut befreundet, doch auf dem Brett gab es nichts zu holen für WIM Anna Dergatschova-Daus gegen GM Alexander Morozevich


Erfolgreichste Familie war auch in diesem Jahr wieder Familie Jussupov. Artur Jussupov legte einen glänzenden Start hin und seine Kinder Ekaterina und Alexander räumten Jugendpreise ab.


Der Kopf einer sehr erfolgreichen Familie, GM Artur Jussupow


Bei den Jugendlichen konnten neben IM David Baramidze unter anderem auch Ekaterina und Alexander Jussupow Preise gewinnen


Sorgte in Runde zwei für eine kleine Sensation, IM David Baramidze schlug GM Ruslan Ponomariov

Besonders bemerkenswert sind die Sieger der Seniorenkategorie, wo sich Vlastimil Hort vor Lajos Portisch und Wolfgang Uhlmann platzieren konnte.


Hatten gut Lachen, das Siegertrio in der Kategorie Senioren, GM Wolfgang Uhlman, GM Vlastimil Hort und GM Lajos Portisch


Nach dem ZMD-Open gut erholt nach Mainz gereist, GM Wolfgang Uhlmann

Den Turniersieg konnte sich etwas überraschend und ohne Verlustpartie Zoltan Almasi sichern, der mit einem ganzen Punkt Vorsprung die Verfolger hinter sich lassen konnte.


Der überlegene Turniersieger GM Zoltan Almasi


Erlaubte seinen Gegnern nur 3 Remis und sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung den ersten Platz, GM Zoltan Almasi

Etienne Bacrot war furios mit 7 Siegen gestartet und musste sich nach einer Niederlage gegen Darmen Sadvakasov am Ende mit Platz 2 begnügen.


Das Siegertrio eines unglaublich stark besetzten Turniers, GM Etienne Bacrot, GM Zoltan Almasi und GM Mihail Kobalija

Meist auch an den vorderen Bretten zu finden war Mihail Kobalija, der sich damit den dritten Platz auf dem Podium sicherte.


Konnte den Turniersieg von GM Zoltan Almasi nicht verhindern, GM Mihail Kobalija

Das schöne an den Chess Classics in Mainz ist zudem, dass für alle, die mit ihrem Ergebnis nicht so zufrieden waren, ab heute im Schnellschachturnier die Chance besteht, es besser zu machen.


Platz 6 bis 8, GM Arkadij Naiditsch, GM Sergei Rublevsky und GM Alexander Morozevich


Bekannte Gesichter auf den Plätzen 7-10, GM Sergei Rublevsky, GM Alexander Morozevich, GM Krishnan Sasikiran und GM Alexander Grischuk


Lockere Atmosphäre bei der Siegerehrung, GM Ruslan Ponomariov, GM Konstantin Landa und GM Vladimir Baklan auf den Plätzen 11-13
 


Natalia Kiseleva
 

 

 

 



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