Anand gewinnt Finale in Leon

12.06.2005 – Nach packendem und ausgeglichenen Kampf im Finale konnte Vishy Anand das Schnellschachturnier in Leon für sich entscheiden. Er besiegte FIDE-Weltmeister Rustam Kazimdzhanov mit 2,5:1,5, musste aber in der Auftaktpartie zunächst eine Niederlage hinnehmen. In der zweiten Partie glich er mit den weißen Steinen aus. Nachdem Anand die dritte Partie gerade noch so remis halten konnte, brachte die vierte Partie die Entscheidung für den Weltranglistenersten. Turnierseite... Liveübertragung der Partien... Alle Partien...Bericht, Fotos...

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Anand gewinnt Ciudad de León Chess Tournament 2005

Zum fünften Mal konnte der Inder mit Wohnsitz in Spanien, Vishy Anand, das Schachturnier des Ciudad de León gewinnen. Im Finale schlug er den amtierenden FIDE-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov mit 2½:1½, wobei Anand eine Niederlage in der ersten Partien kompensieren musste.

Die Eröffnung des Finales wurde durch den Bürgermeister von Leon vorgenommen, der symbolisch den ersten Zug ausführte.


Der Bürgermeister von Leon Mario Amilivia macht den Eröffnungszug

In der ersten Partie, in der Kasimdzhanov die weißen Steine führte, stand bald die gleiche Variante des Englischen Angriffs zur Diskussion, die in Linares zwischen Leko und Kasparov gespielt wurde. Anand brachte mit 14...Lxe4 eine starke Neuerung. Anand spielte im Gegensatz zu Kasimdzhanov sehr schnell, wobei ihm einige Fehler unterliefen. Nach einer sehr komplizierten Partie trug Kasimdzhanov am Ende den Sieg davon. Es ist sein erster gegen Anand. Bisher hatte er gegen Anand fünfmal verloren und zweimal remis gespielt.


Vishy Anand


Rustam Kazimdzhanov

In der zweiten Partie stand wieder der Englische Angriff auf dem Brett, wobei die Spieler die Farben getauscht hatten. Diesmal zeigte Anand die bessere Vorbereitung und auch ein besseres Verständnis der Position und gewann überzeugend im Angriff und glich damit den Wettkampf zum 1:1 aus.

In der dritten Partie spielte Anand die von ihm ebenfalls öfters angewandte Sizilianische Tajmanovvariante. In der Hauptvariante brachte Kazimdzhanov das thematische Bauernopfer auf e4 und erhielt dafür starke Initiative. Nach einigen Ungenauigkeiten Anands war Kazidzhanov dem Sieg nahe, doch Anand sicherte sich durch ausgezeichnete Verteidigung schließlich das Remis.

Damit musste die letzte Partie entscheiden, in der Anand nun wieder die weißen Steine führte. In einer Spnischen Antimarshallvariante erhielt Anand leichten Vorteil, den er schließlich zum Gewinn verwandeln konnte, nachdem er einen Springer gegen opferte und dafür drei Freibauern am Damenflügel erhielt.

In der Pressekonferenz räumte Anand ein, dass er in der dritten Partie nahe am Abgrund gestanden hatte, was vielleicht dazu geführt hätte, dass ein lange Serie von Turniersiegen in Schnellschachturnieren bendet worden wäre. Anand konnte erst nach einigem Nachdenken angeben, wann er das letzte Mal ein Schnellschachturnier nicht gewonnen hatte, an dem er beteiligt war, nämlich in Monaco 2004.


Auf der Pressekonferenz nach dem Finale: Rustam Kasimdzhanov. Zenon Franco und Vishy Anand

Kazimdzhanov meinte, dass die Qualität des Spiels bei beiden Spieler gleich gewesen wäre. Den Unterschied machte die höhere Geschwindigkeit, mit der Anand seine Züge findet. Er sei stolz ein starker Gegner für Anand gewesen zu sein, besonders, da dies bei früheren Begegnungen nicht der Fall war.

GM Zenón Franco Ocampos.
Press Chief.
 



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