Anand in Deutschland

19.10.2007 – Seit vielen Jahren ist Viswanathan Anand häufiger und gern gesehener Gast in Deutschland. Neben seinen regelmäßigen Teilnahmen an den Turnieren in Dortmund, Frankfurt und Mainz ist er seit einiger Zeit auch für Baden-Baden in der Bundesliga aktiv. Im Laufe der Zeit hat er sich ausgezeichnete Deutschkenntnisse angeeignet und verblüfft seine Gesprächspartner gelegentlich mit Redewendungen in hessischer Mundart. Als neuer Weltmeister wurde er jüngst in Indien stürmisch gefeiert. Aber auch seine deutschen Fangemeinde hat er schon besucht. Als Gast schaute er sich am vergangenen Wochenende das Chess960-Turnier "3.Main-Taunus-Cup" der Chesstigers in Hattingen an. Leonid Milov gewann den Wettbewerb.Turnierinformationen bei den Chesstigers...Anand im Taunus...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

"Bobby“ Fischers Idee wird realisiert in Bad Soden
Vier Vereine präsentieren gemeinsam zum dritten Mal normales Chess960

Vom 12. bis zum 14. Oktober fand die dritte Auflage des Main-Taunus-Cups statt. Ausrichter war turnusgemäß in diesem Jahr der Schachclub Hattersheim, nachdem in den beiden Jahren zuvor der SC Bad Soden am Taunus und der SC Frankfurt-West diese Aufgabe übernahmen. Das einmalige Gemeinschaftsprojekt wurde 2005 ins Leben gerufen und auch in diesem Jahr von den Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 veranstaltet. Die Hauptsponsoren des Events sind die in der Region ansässige Bank TaunusSparkasse und der Energieversorger Mainova AG.


Eröffnung


Klaus Blösser (Stadt Bad Soden am Taunus)


Verbandspräsident Dr. Ballo

Im gleichen Atemzug muss man die Stadt Bad Soden am Taunus nennen, die mit der Bereitstellung der Hasselgrundhalle und der kompletten Nebenräume einen Löwenanteil leistet. Der Bürgermeister Norbert Altenkamp hat frühzeitig die besonders intelligente Wirkung des Schachs auf das Image der „Living Town“ entdeckt, die mit vom Domizil des neuen Weltmeisters, Schnellschachweltmeisters und Weltranglistenersten, Viswanathan Anand verstärkt wird – gerne hält er jedes Jahr den Schirm über die junge Veranstaltung.


Der Weltmeister im Taunus


Die Bad Sodener: Organisator Schmitt & Weltmeister Anand


Weltmeister Vishy Anand steht Rede und Antwort

Gespielt wurde bei guten Bedingungen in der Hasselgrundhalle in Bad Soden und es fanden mit Klaus Bischoff und Viesturs Meijers, bereits zum dritten Mal beim Main-Taunus-Cup  auch wieder zwei Großmeister und vier Internationale Meister ein - die im übrigen dasselbe Startgeld bezahlten, wie alle anderen Teilnehmer - den Weg zu diesem Turnier. In der Spitze war das Turnier wieder exzellent besetzt, bei der Breite wird an der Aufwärtsentwicklung emsig gearbeitet.

Nicht mit von der Partie war der Titelverteidiger GM Sergey Galdunts, dafür waren die Stammspieler IM Leonid Milov und GM Viesturs Meijers dabei. Neu von der Partie waren der in Frankfurt wohnende Chess Classic Kommentator GM Klaus Bischoff und auch der bekannte Trainer IM Solonar. Senior IM Klaus Klundt. und IM Boidmann kamen, wie viele andere Chess960-Liebhaber, auch aus größerer Entfernung zum Main-Taunus-Cup, nicht zu letzt wegen des prall gefüllten Preistopfs, den die Sponsoren zum größten Teil zur Verfügung stellen und der perfekten Organisation, bzw. des familiären Ambientes.


Blick in den Turniersaal - Dr Reinhard Zunker - Prof. Dr. Bernd Schwarz

Doch was trieb die Schachspieler an den Taunus? Chess960! Und das bedeutete, dass die Stellungen fünf Minuten vor Beginn der Partie unter 960 verschiedenen Positionen ermittelt wurden, wobei mit dem Zufallsgenerator bei Fritz9 und 10, Shredder10, Rybka usw., sowie einer neu entwickelten digitalen Uhr oder wie in Bad Soden mit einem einfachen zehnflächigen Würfel, der die Ziffern 0 – 9 trägt, und schließlich über die Startposition entscheidet. Der Name leitet sich aus den 960 Möglichkeiten die Figuren aufzustellen her und die uns seit ca. 500 Jahre bekannte Position 518 verhält sich voll kompatibel zu allen anderen.

 

Es gilt lediglich drei Regeln zu beachten: 1. die Läufer müssen auf ungleicher Farbe stehen, 2. der König muss zwischen den Türmen stehen und die weiße und schwarze Figurenanordnung muss spiegelgleich sein – nichts weltbewegendes also, aber die Theorie nutzt nicht mehr viel, sondern ganz normales Schachverständnis und Basiswissen. Die Bauern bleiben natürlich auf der zweiten bzw. siebten Reihe wie gehabt. Die g- und c-Rochade ist aus der Stellung 518 bekannt. (Im Download-Bereich der Chess Tigers-Homepage gibt es die Chess960-Regeln zum Herunterladen).


Siegerehrung 3.Main-Taunus-Cup 2007
v.l.n.r.: Wienecke, Rauschenbach, Busche, Bettenbühl, (alle Organisation) - GM Bischoff (2.), IM Solonar (5.), GM Meijers (3.), IM Milov (Sieger), Drill (8.), Zuyev (4. und Hessenmeister), Hagenbach (7.), FM Vogler (11.) IM Klundt (12.), FM Issermann (13.), IM Boidmann, (6.) Schmitt (Chess Tigers) und Klaus Blösser (Stadt Bad Soden am Taunus)

 


Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren