11.03.2026 – Harshit Raja ist Großmeister, ein beliebter Kommentator und hat ChessBase-Lesern als Autor gezeigt, warum 1.e4 ein guter Zug ist. Ein abgeschlossenes Studium hat er außerdem. Beim Saint Louis Masters, das vom 25. Februar bis 1. März stattfand, hat er gezeigt, dass er das Spielen nicht verlernt hat. Er erzielte eine Elo-Performance von 2600+ und gewann 13 Elo-Punkte. In einem Interview mit Sagar Shah stellt Harshit Raja Höhepunkte seines Turniers vor und spricht über seine Doppelrolle als Kommentator und Spieler. | Foto: Lennart Ootes
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Anstatt Sie zum Auswendiglernen endloser Varianten zu zwingen, konzentriert sich Raja auf klare Pläne, typische Ideen und Angriffsmotive, die Sie ohne Verzögerung in Ihren eigenen Partien anwenden können. Großmeister Harshit Raja, Indiens 69. GM, hat ein praxisnahes und schlagkräftiges 1.e4-Repertoire entwickelt – ideal für Spieler, die aggressiv spielen möchten, ohne in der Eröffnungstheorie zu versinken. Ob online oder am Brett: Dieser Kurs vermittelt Ihnen solide Angriffswaffen, die leicht zu erlernen, mit Spaß zu spielen und für den Gegner schwer zu handhaben sind.
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Ein Interview mit GM Harshit Raja
Sagar Shah (Sa): Harshit, herzlichen Glückwunsch zu deiner fantastischen Leistung! Das Saint Louis Masters 2026 war ein stark besetztes Turnier. Erzähl uns etwas von der Atmosphäre und von den Spielern, mit denen du es zu tun hattest.
Harshit Raja (HR): Danke! Ja, es war ein unglaublich starkes Turnier. Wenn in der Teilnehmerliste Namen wie Fabi (Fabiano Caruana) und Andy Woodward stehen, dann weiß man: Das ist absolute Spitze. Es war ein Einladungsturnier mit nur 100 Spielern, und die Spielstärke war entsprechend hoch – die durchschnittliche Elozahl meiner Gegner lag ungefähr bei 2570 oder 2580.
Harshit Rajas Ergebnis bei den Saint Louis Masters | Quelle: Chess-Results
Sa: Du hast 13 Elo-Punkte gewonnen und eine Performance von über 2600 erzielt. Kannst du uns etwas über deine Partien erzählen?
HR: Ich habe das ganze Turnier über sehr solide gespielt. Am Ende standen ein Sieg gegen Robby Kevlishvili, eine Niederlage gegen Varuzhan Akobian und sieben Remis gegen sehr starke Gegner, darunter Abhimanyu Mishra, Grigoriy Oparin, Alexander Fier und andere. Meine Hauptstrategie für dieses Turnier war, möglichst sicher und stabil zu spielen – und das hat meistens geklappt.
Small Talk vor der Partie: Harshit Raja plaudert mit Fabiano Caruana | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Sa: Deine Partie gegen Grigoriy Oparin war eine taktische Achterbahnfahrt. Du hast gesagt, dass du dich für „Kaffeehaus-Komplikationen“ statt für strategisches Schach entschieden hast. Warum?
HR: Grigoriy ist ein Freund aus Uni-Tagen, und ich wusste, dass er etwas Spezielles gegen mich vorbereitet hatte, weil er sich früh für eine seltene Variante entschieden hat. Ich hatte das Gefühl: Wenn wir reines Positionsschach spielen, ist er mir überlegen. Also habe ich den ungewöhnlichen Zug De3 gespielt, um Unruhe zu stiften und Komplikationen anzustreben.
Der kritische Zug der Partie war 15.Dd2 - Weiß erlaubt Schwarz mit Schach auf b2 zu nehmen.
Ich dachte fast zehn Minuten über diesen Zug nach, und kam zu dem Schluss, dass ich gute Gewinnchancen haben würde, wenn er den Bauern schlägt (Lxb2+). Dann hätte ich Ideen wie f4 nebst f3 gehabt, um seine Dame abzulenken. Später in der Partie fand Grigoriy jedoch mit h6 eine unglaubliche Verteidigung, die schließlich zum Dauerschach führte.
Sa: Du hast auch die Najdorf-Partie gegen Robby Kevlishvili sehr überzeugend gewonnen. Wie sieht deine Vorbereitung gegen solche Profis aus?
HR: Ehrlich gesagt sind die Eröffnungen mein größtes Problem, weil ich nicht so viel spiele wie etliche der anderen. Aber ich habe gemerkt: Sobald ich aus der Eröffnung heraus bin, kann ich mit ihnen auf Augenhöhe kämpfen.
In der Najdorf-Partie war ich deshalb froh, nach nur 13 Zügen mit Schwarz schon eine so gute Stellung zu haben. Ich blieb geduldig, verzichtete auf schnellen Bauerngewinn, um die Partie strategisch unter Kontrolle zu haben – und stand schließlich auf Gewinn.
Harshit gilt als Najdorf-Experte - die Partie gegen Robby zeigt warum! | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Sa: Viele Fans kennen dich als Kommentator. Hat diese Rolle deine Sicht auf das Spiel verändert?
HR: Das hat tatsächlich dazu geführt, dass ich am Brett viel entspannter geworden bin. Mein Freund Aryan (Tari), der mich hier in Saint Louis unterstützt hat, meinte auch, dass ich nach inspirierter und ruhiger wirke, nachdem ich als Kommentator gearbeitet habe.
Ich habe gemerkt, dass mir diese Mischung gefällt. Wenn Schach meine einzige Einnahmequelle wäre, wäre der Druck nach einem schlechten Ergebnis – etwa wenn man in der letzten Runde verliert und nicht ins Preisgeld kommt – für mich zu groß. So spiele ich lieber ab und zu ein Turnier und genieße die Partien wirklich.
Spieler und Kommentator zu sein, ist nicht immer leicht! | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Sa: Was steht 2026 als Nächstes für dich an?
HR: 2026ist interessant, weil es weniger Freestyle-Turniere gibt, dafür aber die Olympiade, das Kandidatenturnier und die Weltmeisterschaft anstehen. Ich muss noch planen und entscheiden, welche Turniere ich kommentiere und welche ich spiele.
Im Moment freue ich mich einfach, wieder meine frühere Spielstärke erreicht zu haben und mich gegen einige starke Gegner ordentlich zu schlagen.
Schach spielen und sich amüsieren - GM Harshit Raja mit GM Denis Kadric und GM Varuzhan Akobian | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Am Ende gewann Mikhail Antipov das Turnier | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
In Runde 3 spielte Mikhail Antipov Remis gegen Caruana - aber aus den letzten 4 Runden holte er 4 Punkte. | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Die Gegenwart und die Zukunft des amerikanischen Schachs: Fabiano Caruana und Andy Woodward | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Frisch verheiratet: Eric Rosen und Irene Sukandar | Foto: Lennart Ootes / Saint Louis Chess Club
Nach dem Turnier in Saint Louis schlüpfte GM Harshit Raja wieder in die Rolle des Kommentators - hier kommentiert er das Masters in Prag für ChessBase India
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Sagar ShahSagar Shah ist ein junger Internationaler Meister aus Indien. Er ist zugleich ausgebildeter Wirtschaftsprüfer und würde gerne der erste indische Wirtschaftsprüfer sein, der Großmeister wird. Sagar berichtet leidenschaftlich gerne über Schachturniere, denn so begreift er das Spiel, das er so liebt, besser. Aus Leidenschaft für das Schach betreibt er auch einen eigenen Schachblog.
26.02.2026 – Viele entschiedene Partien bestimmten die ersten beiden Runden des Saint Louis Masters. Sechs Spieler, darunter Fabiano Caruana, übernahmen die Führung mit perfekter Punktzahl. Allerdings gab es auch für mehrere niedriger gesetzte Spieler durchaus bemerkenswerte Ergebnisse. So gehören zum Beispiel Rose Atwell und Jennifer Yu zur großen Verfolgergruppe mit 1,5 Punkten. Beide konnten gegen deutlich stärkere Gegner punkten. | Foto: Crystal Fuller
24.02.2026 – Das Saint Louis Masters startet am 25. Februar um 17 Uhr (CET). 69 Spieler – an der Spitze der Weltranglistendritte Fabiano Caruana – nehmen teil. Bis zum 1. März läuft das Einladungsturnier mit neun Runden nach Schweizer System nach klassischer Bedenkzeit. Bei dem Turnier mit hochkarätigem internationalem Teilnehmerfeld geht es um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar. | Foto: Lennart Ootes
Nach 1.d4 c5 2.d5 g6 3.c4 Lg7 ergibt für Schwarz eine interessante positionelle Möglichkeit, wenn Weiß hier mit dem natürlichen Zug 4.Sc3 fortsetzt. Schwarz kann nämlich mit4...Lxc3 Weiß einen hässlichen Defekt in seiner Bauernstruktur verschaffen. Dabei gibt Schwarz zwar seinen Fianchetto-Läufer auf, erhält aber auch eine Reihe von Vorteilen und einen klaren strategischen Plan. Oft wird nach dem Wiedernehmen auf c3 (5.bxc3) mit 5...f5 fortgesetzt, wodurch Schwarz das weiße Spiel im Zentrum mit e2-e4 unterbindet. Da der in die USA ausgewanderte starke georgische Großmeister Romandzindzichashvili gerne so spielte, wird diese Verteidigung Dzindzichashvili-Indisch, bzw. kurz: Dzindzi-Indisch genannt. Heute wenden auch starke Spieler wie Radoslaw Wojtaszek und Hikaru Nakamura sie gelegentlich an. Kenneth Nahnsen hat sich mit dieser interessanten Eröffnung intensiv auseinandergesetzt und stellt die wichtigsten Ideen und Varianten in sieben Video-Lektionen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 60 Minuten vor. Mit Dzindzi-Indisch können Sie ihren Gegner ohne große Vorbereitung von Anfang an in die Defensive drängen.
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In diesem Kurs präsentiert der niederländische Großmeister Jan Werle ein modernes und praxisnahes Repertoire in der Französischen Vorstoßvariante, mit Fokus auf der kritischen Stellung nach 1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Sc6 5.Sf3.
Im Katalanen wählt Zwirs einen ambitionierten Ansatz: Er nimmt den Bauern und verteidigt ihn mit …c6 und …b5, um früh unbalancierte, kämpferische Stellungen zu erreichen.
Der Kurs zeigt klare Figurenaufstellungen, zentrale Schlüsselfelder und typische Mittelspielpläne. Mit vielen Beispielen und einem Übungsteil lernen Sie, systematisch Druck aufzubauen – für ein modernes Repertoire gegen Sizilianisch auf Turnierniveau.
In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben!
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