Bald geht es los: Vorbereitung der Nationalmannschaften

01.11.2008 – Am 13. November beginnt der sportliche Teil der kommenden Schacholympiade in Dresden. Beim Heimspiel im eigenen Land sind die deutschen Nationalmannschaften der Männer und Frauen besonders gefordert. Entsprechend ernst wird vom Deutschen Schachbund die Vorbereitung betrieben. Nach verschiedenen Lehrgängen und Turnierteilnahmen stand nun ein letzter Vorbereitungslehrgang in einem Wellness-Hotel in Radebeul auf dem Programm. Neben Eröffnungstraining, Medientraining (!) und allgemeiner Fitness ging es auch darum Mannschaftsgeist zu vermitteln. Am Rand unterzeichneten die Veranstalter Sponsorenverträge mit "manroland" (Nationen-Partnerschaft mit Titelverteidiger Armenien) und der Obstland AG (Getränkeversorgung der Olympiadeteilnehmer). Dagobert Kohlmeyer besuchte die Teams im Trainingscamp. (Foto: Melanie Ohme und Sarah Hoolt mit der Olympiadekrawatte) Mehr...

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Deutsche Schachspieler sind fit für die Olympiade
Von Dagobert Kohlmeyer

Unsere Denksportler freuen sich auf die am 12. November beginnende Schacholympiade in Dresden. Bei einem Trainingslehrgang im Steigenberger Park Hotel von Radebeul vor den Toren der sächsischen Landeshauptstadt erhielten die A-Nationalmannschaften der Männer und Frauen fünf Tage lang den letzten Feinschliff.


David Baramidze, Uwe Bönsch, Jan Gustafsson

Neben Fitness und Teambildung standen besonders Eröffnungstheorie und die Lösung taktischer Aufgaben auf dem Programm.

Den Abschluss bildete noch ein Medientraining mit dem Pressesprecher der Nationalmannschaft Andreas Gerdau, um die Aktiven auch auf den Ansturm der Journalisten zur Olympiade einzustellen.


Medientraining

Herren-Bundestrainer Uwe Bönsch zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. „Wir konnten uns hier in Radebeul intensiv vorbereiten, es war ein spannender Lehrgang“. Das Männerteam mit Arkadij Naiditsch (OSG Baden-Baden), Igor Khenkin (TV Tegernsee), Daniel Fridman (SV Mülheim Nord) sowie Jan Gustafsson und David Baramidze (beide Hamburger SK) ist in dieser Besetzung neu.


Igor Khenkin und David Fridman


PC-Duell

„Wir haben uns gut verstanden, gemeinsam Sport gemacht, das schöne Hotel mit seinem großen Wellnessbereich und vielen anderen Annehmlichkeiten genutzt. Das alles hat sehr geholfen, die Stimmung im Team zu verbessern“, sagte der 50-jährige Coach.


David Baramidze, Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska

Auf die DSB-Männer wartet bei der bevorstehenden Olympiade stärkste Konkurrenz. Sie sind an Nr. 11 gesetzt, so dass jede Platzierung unter den Top Ten oder weiter oben nach Meinung von Bönsch ein Erfolg wäre. „Ich denke, wenn alles gut läuft, haben wir durchaus Chancen, einen Platz unter den ersten Zehn zu belegen“.


 


Ketino Kachiani-Gersinska und Arkadij Naiditsch


Auf die Frage, ob er nach einem Dutzend Jahren als Schach-Bundestrainer nicht schon etwas müde sei, erwiderte Uwe Bönsch: „Ich schaue stets nach vorn und zähle nicht die vergangenen Jahre. Bei meiner Arbeit bemühe ich mich immer, möglichst die besten Spieler zu unterstützen und zu fördern, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Es kostet manchmal viel Kraft, das ist wahr, aber es ist eine Aufgabe, die mir nach wie vor sehr viel Freude macht. Ich arbeite gern dafür, dass unsere Nationalspieler Deutschland gut vertreten können.“


Sarah Hoolt; Melanie Ohne und David Baramidze


Mit Olympiadekravatten

Noch optimistischer als der Bundestrainer sieht Ketino Kachiani-Gersinska die Chancen der DSB-Damen, die in Dresden 10. der Startrangliste sind. Die 38-jährige Großmeisterin spielt als dienstälteste Olympionikin seit 1994 für Deutschland.

„ Ich denke, wir haben eine tolle Mannschaft, besonders die jungen Mädchen sind sehr motiviert. Mit etwas Glück kommen wir vielleicht sogar unter die Top fünf“.


Ketino Kachinai-Gersinska quält sich

Nach dieser mutigen Ansage absolvierte Ketino noch eine halbe Stunde im Fitnessraum auf dem Laufband, während Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz sowie ihre Kolleginnen Sarah Hoolt und Melanie Ohme lieber in den Swimmingpool sprangen. Neben ihnen zog Frauentrainer David Lobshanidze aus Dresden viele Bahnen in dem großen Hotelbecken.


Die Frauenmannschaft mit Trainer
David Lobshanidze

Am Lehrgangsende luden die Organisatoren der Schacholympiade die Aktiven zu einem gemeinsamen Abendessen ein und wünschten ihnen für das Turnier der Nationen viel Erfolg.


Dirk Jordan und Winfried Lehmann


Martin Glück und sein Glas-Schachspiel



Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann nutzte vorher noch die Gelegenheit, zwei Sponsorenverträge zu unterzeichnen. Der Druckmaschinen-Hersteller „manroland“ übernahm die Nationen-Partnerschaft über Titelverteidiger Armenien. Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber sagte, als sie den Kugelschreiber zückte: „Wir schätzen es, wenn Leute scharf nachdenken“.


Winfried Lehmann und Ramona Weiß-Weber

Der andere, in letzter Minute gewonnene Sponsor ist die Obstland AG aus Sachsen. Das Unternehmen wird alle Olympiade-Teilnehmer zwei Wochen lang beim Turnier im Dresdner Congress Center mit vitaminhaltigen Erfrischungsgetränken versorgen.

 

 

 

 

 

 

 


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