Bayern wird Jugendländermeister, Keymer holt 7 aus 7

von André Schulz
06.10.2016 – Über das lange Wochenende und passenderweise zum Tag der Einheit fand in Hannover die Jugend-Ländermeisterschaft statt, bei der die Jugendmannschaften der Landesverbände ihren Meister suchen. Nach sieben Runden stand das Team aus Bayern als Jugendländermeister fest. Mitfavorit Rheinland-Pfalz wurde nach Brettwertung Dritter hinter den punktgleichen Sachsen, hatte aber den erfolgreichsten Einzelspieler in seinen Reihen - Vincent Keymer. Mehr...

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Gestern endeten die Deutschen Jugend-Ländermeisterschaften. In diesen treten Auswahlmannschaften der Landesverbände an je acht Brettern gegeneinander an und ermitteln ihren Meister. Die Landesverbände entsprechen dabei meistens, aber nicht immer den Bundesländern. So hat Baden-Württemberg zwei Verbände. einen für jeden der beiden Landesteile Baden und Württemberg. Zugelassen werden aber auch gemischte Mannschaften, damit möglicht viele Jugendliche zum Einsatz kommen können.

In den letzten Jahren war der Niedersächsische Schachbund Gastgeber des Turniers, das dann jeweils in der Jugendherberge Hannover stattfand. Vom 30.9. bis 5.10 wurden sieben Runden nach Schweizer System gespielt. 18 Mannschaften hatten gemeldet. Mit Bremen& Friends sowie SG Saarland/ Rheinland Pfalz, wurden zwei gemischte Teams, oder Spielgemeinschaften, gemeldet.

Das Brett mit den meisten Zuschauern

Rheinland-Pfalz hatte aber auch noch eine eigene Mannschaft am Start und diese war Mitfavorit, unter anderem auch deshalb, weil sie mit Vincent Keymer den wohl bekanntesten deutschen Schach-Nachwuchsspieler in ihren Reihen hatten. Der inzwischen 11-Jährige vertrat seinen Landesverband hinter seinem acht Jahre älteren Mannschaftskollegen Johannes Carow am zweiten Brett.

Mit seinen Erfolgen beim Pfalz-Open im letzten Jahr und im Vienna Open in diesem Jahr hatte Vincent Keymer gezeigt, dass er mit erwachsenen Spielern, auch Großmeistern, zwar respektvoll umgeht, ihnen aber häufig doch den ganzen Punkt abnehmen kann. Schwieriger sei das Spiel gegen andere Nachwuchsspieler: "Die Ländermeisterschaft ist eine gute Vorbereitung auf die kommenden Jugend-WM", meinte sein Manager Hans-Walter Schmitt. "Er muss sich daran gewöhnen, auch mal gegen andere Kinder zu spielen und sie zu schlagen."

Vincent Keymer, links

Die Eingewöhnungsphase ist in Hannover offenbar gut gelungen, denn Vincent Keymer ging in allen seinen sieben Partien als Sieger vom Brett. Manchmal musste neben dem großen Kampfgeist aber auch mal etwas Glück helfen:

Keymer-Keller

 

 

Zum Mannschaftssieg hat es aber für das Rheinland-Pfalz-Team trotzdem nicht gereicht.  Meister wurde die Mannschaft aus Bayern mit 12 von 14 möglichen Mannschaftspunkten. Sachsen kam mit der größeren Brettpunktanzahl auf den zweiten Platz vor den punktgleichen Rheinland-Pfälzern.

Spielsaal

Das Orga-Team

Warten auf die Siegerehrung

Die siegreiche Mannschaft aus Bayern

 

Endstand

Pl. Team Ø DWZ G U V MP BP Bhz
Bayern 2053 5 2 0 12 37 61
Sachsen 1919 5 0 2 10 36½ 57
3 Rheinland-Pfalz 1972 4 2 1 10 33 55
4 Schleswig-Holstein 2034 4 1 2 9 31½ 59
5 Hessen 1975 4 1 2 9 31 63
6 Baden 1 2043 4 1 2 9 30½ 56
7 Württemberg 1922 3 2 2 8 28½ 49
8 Niedersachsen 1 1936 3 2 2 8 28½ 38
9 Nordrhein-Westfalen 1899 3 1 3 7 33½ 35
10 Mecklenburg-Vorpommern 1730 3 1 3 7 22 40
11 Hamburg 1808 1 4 2 6 27½ 45
12 Sachsen-Anhalt 1751 2 2 3 6 27 38
13 Berlin 1809 3 0 4 6 26 48
14 Thüringen 1884 2 1 4 5 27 58
15 Baden 2 1934 2 1 4 5 25½ 48
16 Bremen & Friends 1884 2 1 4 5 20 51
17 Niedersachsen 2 1778 2 0 5 4 26½ 37
18 SG Saarland / Rheinland-Pfalz 1592 0 0 7 0 12½ 44

 

Alle Partien (cbv)...

Turnierseite der Deutschen Schachjugend...

 



André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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