Bericht zum Hauptausschuss des Deutschen Schachbundes

von ChessBase
20.11.2019 – Am Wochenende traf sich in Hamburg der Hauptausschuss des Deutschen Schachbundes. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Entlassung des DSJ-Geschäftsführers, die Verabschiedung des Verbandsprogramms, die Wahl des Stellvertretenden Präsidenten und eine Reihe von Ehrungen. | Fotos: Deutscher Schachbund

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Pressemitteilung

Hauptausschuss Hamburg: Weyer zum Stellvertretenden Präsidenten gewählt - Verbandsprogramm beschlossen 

Am Wochenende trafen sich die Funktionäre des Deutschen Schachbundes (DSB) zum Hauptausschuss in Hamburg. Nachdem am Freitag das Präsidium und der Arbeitskreis der Landesverbände zusammengekommen waren, wurde die Versammlung am Samstag durch die Referenten und Ehrenmitglieder komplettiert.

Den Anfang machten wie üblich die Berichte des Präsidiums und der verschiedenen Referenten: Besonders die Erläuterung der Hintergründe zur Kündigung des Geschäftsführers der Deutschen Schachjugend (DSJ) Jörg Schulz durch den DSB-Präsidenten Ullrich Krause mit anschließender Diskussion nahm hierbei einen ganz wesentlichen Teil ein. Von Seiten der DSJ und auch von einzelnen Landesverbänden wurde dabei die rechtliche Unabhängigkeit der Schachjugend als mögliche Lösung des seit Jahren schwelenden Konflikts zwischen DSJ und DSB ins Spiel gebracht. Die DSJ wurde dabei vom 2. Vorsitzenden Sascha Morawe und DSJ-Rechtsberater Jacob Roggon vertreten. Versammlungsleiter Andreas Jagodzinsky holte daraufhin ein Meinungsbild der Delegierten ein, die den Vorschlag mehrheitlich befürworteten.

Podium (v.l.n.r.): Sascha Morawe, Boris Bruhn, Dr. Hans-Jürgen Weyer, Ullrich Krause, Andreas Jagodzinsky, Anja Gering, Marcus Fenner

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl des Stellvertreters des Präsidenten. Seit der erfolgreichen Anfechtung der Wahl des Vizepräsidenten Sport durch Olga Birkholz Ende Juni war dieser Posten unbesetzt. Mit großer Mehrheit wurde Dr. Hans-Jürgen Weyer (Vizepräsident Finanzen) ohne Gegenkandidat zu Ullrich Krauses Stellvertreter gewählt. Da Weyer laut Satzung in seiner gewählten Position schon BGB-Vertreter des DSB ist, musste der Satzung entsprechend zusätzlich ein dritter BGB-Vertreter gewählt werden. Auch hier sprach sich eine klare Mehrheit der Versammlung für den einzigen Kandidaten Boris Bruhn (Vizepräsident Verbandsentwicklung) aus.

Boris Bruhn, Dr. Hans-Jürgen Weyer

Ein wichtiger Schritt wurde außerdem mit der Verabschiedung des& Verbandsprogramms beschritten: Es soll mit seinen Zielsetzungen einen Ausgangspunkt für die Verbandsarbeit der nächsten acht Jahre bieten. Ullrich Krause betonte dabei, dass das Programm keinesfalls in Stein gemeißelt sei und dass er es bei jedem Hauptausschuss und Bundeskongress wieder auf die Tagesordnung setzen werde, damit die Zielerreichungsgrade geprüft und die Ziele bei Bedarf angepasst werden können. Insbesondere wird das Thema Schulschach in der nächsten Version des Verbandsprogramms enthalten sein.

Abstimmung

Zu guter Letzt befasste sich der Hauptausschuss mit Ehrungen: Vincent Keymer und Luis Engel erhalten beide die höchste Auszeichnung für sportliche Leistungen, die Ehrenplakette in Gold – der Deutsche Schachpreis 2018 geht an die GRENKE Leasing AG für ihre Verdienste um die Förderung des Schachs in Deutschland.

Sobald das Protokoll des Hauptausschusses fertiggestellt ist, wird es auf der DSB-Webseite veröffentlicht werden.

Pressemitteilung beim Deutschen Schachbund...

 




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tcbull tcbull 21.11.2019 03:38
Das angebliche Argument, man wolle in der causa Jörg Schulz den Mitarbeiter schützen, ist ein schlechter Scherz. Zumindest nach dem bisherigen Verlauf der Ereignisse. Denn Gerüchte jeglicher Art sind noch schädlicher für den Mitarbeiter. Dazu empfehle ich den Beitrag bei den Perlen am Bodensee. Malte Ibs hat mit seiner Öffentlichkeitskampagne jedenfalls richtig gehandelt und immerhin für die DSJ erreicht, dass die Selbstständigkeit der DSJ vom DSB endlich durchgesetzt wird. Ich erwarte, dass Jörg Schulz der Geschäftsführer der neuen DSJ wird. Zum Wohle des Jugendschachs in Deutschland. Hoffentlich kommen die Senioren irgendwann, möglichst zeitnah, auf die gleiche Idee, um ihre Interessen besser durchzusetzen. Dann kann der DSB sich dem Leistungsschach und dem Spielbetrieb widmen und man wird sogar beim DSB irgendwann verstehen, dass die verbliebenen Mitglieder im verbliebenen Fokus nur eine Minderheit sind. Würde der DSB seine Vereine fragen, in welche Bereiche die Mitgliedsbeiträge fließen sollen, wäre die DSJ vermutlich gut finanziert und der Seniorenbereich auch.
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