Besuch im Burj al-Arab

10.04.2005 – Dubai hat mehrere Wahrzeichen, eines der bekanntesten ist das einzige Siebensternehotel der Welt, das als weißes Segel gebaute Burj al-Arab, zu deutsch: Arabische Burg. Für 60 Dollar bekommt man kein Zimmer, darf aber das Hotel besichtigen. Das billigste Zimmer kostet 1000 Dollar, Frühstück extra. Wer mit dem Auto vorfährt, sollte ein bestimmtes Niveau beachten. Für die Spieler des Opens konnte Hauptorganisitor Mohammed ein extra Arrangement treffen, allerdings nur für die Besichtigung. Andreas Albers war dabei. Im Turnier wurde der führende Kacheishvili von Gagunashvili und Anastasian eingeholt. Offizielle Seite mit Livepartien...Bericht, Fotos, Partien...

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4.-13. April 2005

Offizielle Seite mit Livepartien...

Stand nach sechs Runden:

1 GEO GM Kacheishvili Giorgi GEO 2597 5.0 2 GEO GM Gagunashvili Merab GEO 2547 5.0 3 ARM GM Anastasian Ashot ARM 2574 5.0 4 CHN GM Zhang Zhong CHN 2599 4.5 5 UKR GM Neverov Valeriy UKR 2566 4.5 6 RUS GM Motylev Alexander RUS 2680 4.5 7 UKR GM Efimenko Zahar UKR 2620 4.5 RUS GM Riazantsev Alexander RUS 2608 4.5 9 GEO GM Gelashvili Tamaz GEO 2577 4.5 10 MDA GM Iordachescu Viorel MDA 2609 4.5 11 BUL GM Georgiev Kiril BUL 2666 4.5 GEO GM Sturua Zurab GEO 2530 4.5 EGY GM Adly Ahmed EGY 2484 4.5 CHN Wang Hao CHN 2484 4.5 15 CHN GM Zhang Pengxiang CHN 2583 4.5 16 AZE GM Mamedyarov Shakhriyar AZE 2646 4.5 17 CHN GM Wang Yue CHN 2576 4.5


150 Spieler

Partienauswahl der ersten sechs Runden...

 

 

Burj Al-Arab, ein wahr gewordener Traum
Von Andreas Albers

"Mr.Andreas, dont ask why, just come at 10.00h in the Lobby". Was soll ich mit so einer Verabredung anfangen. Mohamed Ali Maghawry, der Cheforganisator des Turniers macht ein geheimnisvolles Gesicht. Nun gut, ich habe morgen eh nichts, warum nicht auch mal früh aufstehen. Beim Frühstück treffe ich unter anderem Shirin Navabi mit ihrer Mutter, die ebenfalls noch etwas müde wirkt.

Um kurz nach halb 11 (so sind die Verabredungen hier halt) trifft auch Mohamed ein. Der junge Ägypter, der schon im letzten Jahr jedes Problem gelöst hat und mittlerweile die ganze Organisationsverantwortung für dieses Weltklasseturnier übernommen hat, hat selbst ein wenig verschlafen, aber noch ist es nicht zu spät.


Für Merab ist es noch zu früh

Unsere Gruppe besteht aus den Spitzengrossmeistern Alexander Motylev,  Merab Gagunashvili und Mihail Kobalija, den Damen Tea Lanchava, Anastasia Sorokina, Shirin Nabivi und Alisa Maric, sowie deren Freund, der jugoslawische FM und Journalist Josip Asik, Und eben mir.


In den neuesten Teil der Stadt












an der Altstadt vorbei

Als ich sehe, in welche Richtung, bekomme ich einen ersten Verdacht. Am Horizont erscheint ein gewaltiges schneeweißes Segel.


da leuchtet unser Ziel

Sie haben es also mal wieder möglich gemacht, schon im letzten Jahr durfte ich für ca. eine Stunde Gast im einzigen 7Sterne Hotel der Welt, "Burj Al-Arab" sein. Das Wort "Burj" ist uebrigens wahrscheinlich das einzige, dass in der Zeit der Kreuzzeuge von den Christen übernommen wurde. Die "Burg Arabiens" macht allerdings einen imposanten Eindruck.

Mit dem Bus kommen wir bis auf ca. 300 Meter heran, dann heißt es erstmal warten. Im Schatten des Hotel liegt  der öffentliche Bade- und Vergnügungspark Wild Wadi vor dem sich ebenfalls bereits die Besucher stauen. Mohamed schwärmt von Wild Wadi, aber heute haben wir etwas anderes vor.


Die Welle Jumeira-Hotel


Vergnügungspark

Es gibt keine freie Zufahrt zum Burj Al Arab das ganze Gelände ist hermetisch abgeriegelt, wenn man nicht angemeldet ist, gibt es keine Chance.


Nur für spezielle Gäste


Hochsicherheitstrakt

Aber Mohamed hat seine Kontakte spielen lassen und so bekommen wir Einfahrt. eine ca. 200 Meter lange Brücke führt auf die künstliche Insel auf der das Hotel errichtet wurde.




Und dann öffnet sich die Tür


Noch 200 Meter


Hier baden, ein Traum




Ein künstliche Insel

Am Eingang stehen 6 Rolls-Royce, die in der Sonne strahlen.



Es bleibt einem schon vor dem Eintritt der Atem stehen. Jeder zückt seine Kamera und drückt soviel wie er kann auf den Auslöser.



Nur Anastasia kann keine Fotos machen, sie hat ihr Ladegerät zu Hause in Australien vergessen, aber es ist schnell organisiert, dass sie alle Bilder von uns kopiert bekommt.

Im Foyer begrüßt uns ein Inder vom Personal. Aber wir staunen erstmal nur, genießen den Rosen- und Weihrauchgeruch und posieren auf den edlen Polstern für die Bilder. Tea und Merab sind geben ein besonders nettes Paar ab.


Tea und Merab


Tea und Mohamed

Für das erste Gruppenfoto übernimmt Alexander Motylev die Regie.


Mihail und Alexander

Eine ganze Reihe Kameras liegen vor ihm, 2 Minuten später kann er alle bedienen.


Starfotograf Alexander


Alisa Maric


Alexander Motylev


Der Autor hat ein neues zu Hause gefunden


Josip und Alisa


Gruppenfoto


Ein Blick ins Foyer


Mohamed und Tea


Jeder möchte mit den Damen auf ein Bild


Mihail, Alexander und Mohamed freuen sich


Ein Blick nach oben






Shirin und ihre Mutter






Die beiden Presseleute

Mohamed ist in der Zwischenzeit an der Rezeption und klärt das weitere Programm.




Im Gespräch mit Shirin Navabi

Es geht in die erste Etage, hier liegen einige Restaurants, vier Juweliere haben eigene Läden und es gibt einen fantastischen Blick nach oben. Eine kleine Kapelle spielt orientalische Musik, für die Gäste, die gerade ihren Morgen-Kaffee einnehmen.






 
Der Blick aus dem Fenster ist wie aus dem Urlaubskatalog ausgeschnitten.

Mein Kollege Josip Asik kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Eindrücke sind schon beinahe etwas zu viel, Tea, Anastasia und Mohamed gönnen sich erstmal eine kleine Raucherpause.



Um dieses Wunder der Hotelkunst nur besichtigen zu dürfen muss ein normaler Tourist, nicht nur mehrere Tage vorher angemeldet sein, sondern auch schlappe 60 Dollar auf den Tisch legen. Mit einem kleinen Imbiss allerdings. ein kleiner Rundgang in der ersten Ebene zeigt wundervolle Mosaike auf dem Boden, einen Springbrunnen und wertvollste Bilder an den Wänden.


Ein kunstvolles Mosaik


Ein Brunnen mitten im Hotel

Unser Führer bringt uns zu einem goldenen Fahrstuhl, drückt auf einen Knopf, bleibt aber selber außerhalb.
Als die Tür wieder aufgeht, sind wir zwar zwei Stockwerke tiefer, aber der selbe Führer steht wieder vor uns und bittet heraus.

Es ist mucksmäuschenstill, alles in dunkles warmes Licht getaucht, wir befinden uns in einem der großen Geheimnisse des Gebäudes. Das Unterwasserrestaurant ist mit Sicherheit das beste der Welt, fotografieren ist hier nicht mehr erlaubt, man möchte nicht alles zeigen, aber welcher Journalist hält sich schon an solche Anweisung.

Als der Hotelboy vorausgeht,  drücken Josip und ich schnell auf den Auslöser.


Mehr als ein Foto ist nicht möglich, tut mir leid.

Jede Wand ist eine Aquariumwand, zahlreiche bunte Fische und kunstvolle Korallenriffe machen aus jeder Mahlzeit ein unvergessliches Erlebnis. Nach einem Rundgang geht es wieder nach oben.

In der Hotellobby bekommen wir eine Karte mit den Zimmerpreisen. Die billigste Kategorie kostet müde 1000 Dollar, die Nacht, selbstverständlich ohne Frühstück. Wenn man dann hört, dass Viswanathan
Anand nach seinem Welt-Cup Sieg eine Woche mit seiner Frau in der Präsidenten-Suite gefeiert hat, werde ich schon wieder blass.

or ein paar Monaten gab es viel Wirbel um eine PR-Aktion rund um das Tennis-Turnier in Dubai. Die Weltstars Agassi und Federer spielten ein Open-Air Showmatch auf dem Hubschrauberlandeplatz in ca. hundert Metern Höhe. Dort hinauf kommen wir leider nicht, aber auch so war es beeindruckend.

Draußen werden die letzten Fotos mit dem weißen Strand und dem türkisen Wasser im Hintergrund gemacht. Hier draußen blendet und brennt die Sonne schon wieder, deswegen könnte man meinen, dass ich gegen das
gemeinsame Foto mit Anastasia war.



Das ist natürlich nicht so, wann hat man schon mal die Chance mit so einer hübschen Frau an so einem Ort zu sitzen, und jetzt habe ich auch ein Beweisfoto.

Ein kleiner Spaziergang über die Brücke beendet unseren Trip. Josip Asik reißt die Arme in die Höhe und könnte die ganze Welt umarmen. Seine Freundin Alisa Maric ist nur ein wenig traurig, dass wir keinen Blick in die Zimmer werfen konnten, aber wie sagt Josip so schön: "Just imagine!"









Wieder zurück in unserem Hotel muss man erstmal wieder seine Ansprüche etwas herunterschrauben, zu sehr spuken einem noch die Bilder des gerade gesehenen im Kopf herum. Aber eines haben wir auf keinen Fall vergessen, ein großes Dankeschön an Mohamed, der Mann der einem alle Türen öffnet. Er will mich vielleicht im Oktober in Hamburg besuchen, was soll ich ihm bloß bieten? Der Mann wird schwer zu beeindrucken sein, denke ich.

Im Turnier am Nachmittag war diesmal Kampfstimmung angesagt, lediglich in die Chinesen tun sich nicht gegenseitig weh. Nach großem Kampf kann der führende GM Kacheishvili die Angriffe von Kiril Georgiev neutralisieren, aber heute schließen einige Spieler zum ihm auf. Merab Gagunashvili schlägt seinen nächsten Großmeister, diesmal den 2600er Miroshinenko und auch Ashot Anastasian kann gewinnen und hat nun sagenhafte 5/6. Eindrucksvoll zurueck gemeldet hat sich auch der Titelverteidiger. Mamedjarov schlug heute das ukrainische Wunderkind Yuri Kuzubov mit leichter Hand. Mit den schwarzen Steinen verbrauchte er gerade einmal 20Minuten eigene Bedenkzeit, um sich nun bis auf einen halben Punkt an die Spitze heran zu schieben.



Auch mein Zimmergenosse bekommt noch eine Chance im Turnier. Ein überraschend leichter Sieg gegen die junge Inderin Eshan Karavade bringt in nun auf immerhin 4/6, wenn er morgen nochmal gewinnt, geht vielleicht noch was.



 

 

 

 


Themen: Dubai Open 2005
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