Biel Schachfestival: 3 Remis in Masters und Generations Challenge – Glöckler mit einem Punkt Vorsprung im MTO

von ChessBase
22.07.2026 – Beim Schachfestival in Biel laufen die Finals in den Triathlons des Masters und der Generations Challenge seit Dienstag. Die ersten drei Partien endeten alle Remis. Spektakulärer ist das Auftreten von Jungstar Christian Glöckler im Master Open Tournament (MTO): Der junge deutsche IM gewann auch seine Partie gegen Cao Qingfeng. Mit großartigen 7 aus 8 (6 Siege, 2 Remis) steht er inzwischen mit einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze des 94-köpfigen Feldes. | Foto: Biel Chess Festival

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Tag 10: Die Schlussphase beginnt

Die vier qualifizierten Finalisten des Masters Triathlon und die drei Qualifikanten der Generationen-Challenge starteten in ihre letzte klassische Rundenphase. In den letzten drei Runden sind zwölf wichtige Punkte im klassischen Schach zu vergeben. Am Dienstag verteidigte sowohl Levon Aronian seine Tabellenführung im Masters als auch Vaclav Finek seine Führung in der Generations Challenge. Derweil baute das 14-jährige deutsche Schachtalent Christian Glöckler seinen Vorsprung im Masters Open sogar weiter aus: Inzwischen liegt er einen Punkt vor den Verfolgern.

Zweimal Unentschieden im Masters

Die Verfolger von Levon Aronian haben es zum Finalauftakt des Masters Triathlon beim Bieler Schachfestivals verpasst, ihren Rückstand zu verkleinern. Das Spitzenspiel zwischen dem dreifachen Sieger in Biel, Le Quang Liem, und Aronian endete unentschieden. Der aktuell Viertplatzierte Le, mit einem Rückstand von 5,5 Punkten auf Leader Aronian, hätte mit einem Sieg nochmals Ambitionen anmelden können. Doch er fand keinen Weg, Aronian in Bedrängnis zu bringen. Mit dem resultierenden Remis wird es nun für den Vietnamesen sehr schwierig, einen weiteren Sieg in Biel einzufahren. Dem US-Amerikaner hingegen würden zwei Remis zum Turniersieg reichen.

Ein gutes Ergebnis für den Führenden: Le Quang Liem und Levon Aronian spielten Remis. | Foto: Biel Chess Festival

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Das perfekte Opfer ist der Traum eines jeden Schachspielers. Man gibt dem Gegner Material, erhält dafür jedoch eine überwältigende Figurenaktivität, die zusammen mit kreativen Ideen zu einer unvergesslichen Partie führen kann. Opfer können jedoch auch zu einem Albtraum werden, wenn die Kompensation nicht ausreicht oder die Kombination nicht funktioniert. Aus diesem Grund hat es sich der indische Spitzenspieler und elfmalige Olympiateilnehmer Krishnan Sasikiran zur Aufgabe gemacht, Opfer in all ihren Facetten aufzuzeigen.
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Die Verfolger konnten den Rückstand nicht verkleinern. | Foto: Biel Chess Festival

Einen harten Kampf lieferten sich im anderen Spiel Yagiz Kaan Erdogmus und Aydin Süleymanli. Auch ihre Partie verlief sehr ausgeglichen, doch suchten beide über fünf Stunden vergeblich nach einem Weg zum Sieg. Vier zusätzliche Punkte auf dem Konto hätten für beide bedeutet, nochmals ein ernstes Wort um den Turniersieg mitzureden. Auch mit dem Remis bleibt dies für beide aber noch möglich, allerdings nur, wenn sie Siege folgen lassen. Süleymanli spielt am heutigen Mittwoch gegen Le und Erdogmus gegen Aronian. 

1. Finalrunde Masters:

Auch Remis in der Generations Challenge

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Auch in der Generations Challenge kamen die Verfolger dem Führenden nicht näher und es naht die Entscheidung zugunsten Vaclav Fineks. Das Remis gegen Marco Materia vergrößerte seinen Vorsprung und ist in einer hervorragenden Ausgangslage, um das Turnier zu gewinnen. Bereits vor der heutigen Partie gegen Marco Materia hatte Finek 3 Punkte Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger Xiao Tong – das Remis in der einzigen Partie des Tages brachte ihm weitere 1,5 Punkte und so sind es 4,5 Punkte Vorsprung auf den Chinesen. Denn die Partie zwischen Finek und Materia verlief ausgeglichen, bot keinem der Spieler grosse Chancen und endete so nach 36 Zügen mittels Zugwiederholung mit einem Unentschieden.

Auch in der Generations Challenge gab es keinen Sieger. | Foto: Biel Chess Festival

Für Materia bedeutet dies, dass der Turniersieg nicht mehr in Frage kommt, für Xiao Tong, dass er im abschliessenden Spiel am Donnerstag Finek besiegen muss und er auch morgen gegen Materia punkten muss. Gelingt ihm dies nicht, gewinnt Finek die Biel Generations Challenge 2026. Heute kann sich der Führenden entspannt zurücklehnen, da er im Dreierfeld spielfrei ist.

1. Finalrunde Generations Challenge:

MTO: Christian Glöckler gewinnt erneut im Endspiel

Im Schach führt kein Weg an sauberem Rechnen vorbei. Deshalb ist das verbessern der Fähigkeit sich Varianten im Kopf vorzustellen oder taktische Motive und Muster wiederzuerkennen unerlässlich. Lernen sie zudem ortgeschrittene Techniken wie das hin- und h
Varianten berechnen ist die wichtigste Fähigkeit im Schach. Alle strategischen Ideen die Sie in einer Partie haben, bauen auf einer korrekten Variantenberechnung auf. Deshalb sollten alle Schachspieler sich fortlaufend mit den wichtigsten Techniken und taktischen Mustern auseinandersetzten. Das Ziel dieses Kurses ist es Ihnen die Werkzeuge und Konzepte zum präzisen Rechnen an die Hand zu geben und darüber hinaus Ideen, wie Sie lange nach dem letzten Video dieses Kurses weiterüben können.
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Was für ein Zwischenstand: Der 14-jährige Christian Glöckler hat inzwischen einen vollen Punkt Vorsprung. Nach acht Runden ist das deutsche Talent immer noch unbesiegt. Mit beeindruckenden sechs Siegen und zwei Remis enteilt er den Verfolgern. Zuletzt gewann er drei Spiele in Folge und dominiert das offene Meisterturnier.

Mit seinem geduldigen Sieg in Runde 8 gegen IM Cao Qingfeng – der immerhin in der Runde zuvor mit GM Surya Ganguly einen der Favoriten geschlagen hatte – konnte Glöckler seinen Vorsprung auf einen Punkt ausbauen, da seine engsten Verfolger alle remisierten. Er zeigte dabei wie in der Runde zuvor viel Ausdauer und gewann die Katalanisch eröffnete Partie in einem Läuferendspiel mit ungleichen Läufern und zunächst nur einem Mehrbauern.

Lange verteidigte sich der Chinese gut, doch Glöckler spielte nahezu fehlerfrei und fand einen Weg zum Sieg:

Sechs Spieler mit 6 Punkten folgen in der Tabelle hinter Glöckler, darunter GM Dimitris Alexakis, gegen den der 14-jährige Deutsche heute antreten wird.

 

IM Harald Schneider-Zinner erklärt die wichtigsten Ideen in diesem Endspieltyp, wie „Das Prinzip der einen Diagonale“, „Die Schere“, Blockade- und Ablenkungsmotive und stellt aktuelle Partien und faszinierende Studien vor.
Das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern hat manche Eigenart. In keinem anderen Endspiel ist die Bauernstruktur so entscheidend und eine Blockademöglichkeit gibt selbst bei zwei Minusbauern tolle Remischancen. Immer wieder ergeben sich auch erstaunliche taktische Möglichkeiten. IM Harald Schneider-Zinner erklärt die wichtigsten Ideen in diesem Endspieltyp, wie „Das Prinzip der einen Diagonale“, „Die Schere“, Blockade- und Ablenkungsmotive und stellt aktuelle Partien und faszinierende Studien vor.

Christian Glöckler im Interview mit ChessBase India

  

Ergebnisse Runde 8:

Br. Nr. Weiß Elo Pkt. Ergebnis Pkt. Schwarz Elo Nr.
1 15
IM Cao, Qingfeng 2365 0 - 1 6 IM Gloeckler, Christian 2506
9
2 8
GM Alexakis, Dimitris 2525 ½ - ½ GM Gopal, G.N. 2529
7
3 2
GM Acs, Peter 2561 ½ - ½ 5 GM Ghosh, Diptayan 2554
3
4 4
IM Aronyak, Ghosh 2549 5 1 - 0 5 IM Baenziger, Fabian 2435
11
5 14
IM Savitha, Shri B 2368 5 0 - 1 5 GM Kozak, Adam 2531
6
6 10
WGM Shukhman, Anna 2443 5 0 - 1 5 CM Vihaan, Dumir 2132
41
7 54
WFM Yasaswi, Krishna Bommi 2085 5 0 - 1 Dong, Hongfu 2353
16
8 12
IM Elmi, Saad Abobaker 2399 1 - 0 Dai, Wenzhi 2126
42
9 13
IM Lu, Miaoyi 2392 - - + Liu, Bei 2175
37
10 44
Xu, Chang(Cq) 2125 0 - 1 WGM Balabayeva, Xeniya 2302
18
11 21
FM Ashwath, Kaushik 2278 1 - 0 Ragavan, Samarth Rajesh 2106
49
12 29
WGM Georgescu, Lena 2253 ½ - ½ CM Ling, Chenxuan 2166
38
13 30
FM Dauth, Benjamin 2247 4 0 - 1 4 GM Ganguly, Surya Shekhar 2578
1
14 5
GM Sasikiran, Krishnan 2546 4 1 - 0 4 FM Hasenohr, Benedict 2247
31
15 33
Schnell, Simon 2211 4 ½ - ½ 4 IM Haimovich, Tal 2310
17

Stand nach der 8. Runde:

Rg. Snr Name Land EloI Pkt.  Wtg 
1 9
IM Gloeckler, Christian GER 2506 7 36,5
2 2
GM Acs, Peter HUN 2561 6 39
3 7
GM Gopal, G.N. IND 2529 6 37
4 8
GM Alexakis, Dimitris GRE 2525 6 36
5 4
IM Aronyak, Ghosh IND 2549 6 35
6 6
GM Kozak, Adam HUN 2531 6 33
7 41
CM Vihaan, Dumir IND 2132 6 28,5
8 15
IM Cao, Qingfeng CHN 2365 5,5 38
9 16
Dong, Hongfu CHN 2353 5,5 37
10 3
GM Ghosh, Diptayan IND 2554 5,5 36
11 37
Liu, Bei CHN 2175 5,5 36
12 18
WGM Balabayeva, Xeniya KAZ 2302 5,5 35,5
13 21
FM Ashwath, Kaushik SGP 2278 5,5 27
14 12
IM Elmi, Saad Abobaker NOR 2399 5,5 32
15 14
IM Savitha, Shri B IND 2368 5 38
16 11
IM Baenziger, Fabian SUI 2435 5 36,5
17 38
CM Ling, Chenxuan USA 2166 5 35,5
18 10
WGM Shukhman, Anna FID 2443 5 35,5
19 1
GM Ganguly, Surya Shekhar IND 2578 5 35
20 29
WGM Georgescu, Lena SUI 2253 5 34
21 54
WFM Yasaswi, Krishna Bommi IND 2085 5 33,5
22 22
GM Cherniaev, Alexander ENG 2275 5 33
23 69
Coban, Ege TUR 1986 5 32,5
24 5
GM Sasikiran, Krishnan IND 2546 5 31,5
25 19
FM Arsenie, Cristian Marc SUI 2300 5 30

Partien

In diesem Kurs macht Großmeister Ganguly das Rechnen zu einer trainierbaren Fähigkeit – mit einem klar strukturierten Lernpfad für jedes Spielniveau.
Wenn es eine Fähigkeit gibt, die mehr Partien entscheidet als jede andere, dann ist es das Variantenberechnenung. Eröffnungen verblassen, Pläne ändern sich – doch klar zu sehen, Varianten zu vergleichen und selbstbewusst zu entscheiden bringt die Punkte. In diesem Kurs macht Großmeister Ganguly das Rechnen zu einer trainierbaren Fähigkeit – mit einem klar strukturierten Lernpfad für jedes Spielniveau. Sie werden nicht einfach nur Taktikaufgaben lösen, sondern lernen, wie man denkt: Wo man beginnt, welche Varianten man verfolgt, wann man aufhört – und wie man auch unter Druck ein glasklares Bild der Stellung behält.
Free video sample: Introduction
Free video sample: Forcing moves

Master Open Tournament (MTO):

  • Das Turnier läuft vom 13. bis 23. Juli täglich, außer am Ruhetag dem 19. Juli.
  • Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr
  • Gespielt werden 10 Runden nach Schweizer System mit 100 Minuten für die ersten 40 Züge und 30 Minuten für die restlichen Züge, ab Zug 1 gibt es 30 Sekunden Inkrement pro Zug.

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Die ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
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