Bilder aus Tripolis

24.06.2004 – Die Hauptstadt Libyens, Schauplatz der FIDE-Weltmeisterschaft, begann wie viele der großen Städte an der afrikanischen Mittelmeerküste im 7.Jh v.Chr. als Handelsposten der Phönizier. Den Phöniziern folgten Griechen, Römer, Türken, Malteser Ritter, Italiener und viele andere, die sich mit ihren künstlerischen und architektonischen Hinterlassenschaften ins heutige Stadtbild eingeprägt haben. Großmeister Sergey Tiviakov hat seine Teilnahme bei der FIDE-Weltmeisterschaft zu einem Streifzug durch Tripolis genutzt und die Bilder einer faszinierenden Stadt mit der Kamera fest gehalten. Bilder aus Tripolis...

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Als Schachprofi kommt man ihn den Genuss, an viele internationalen Turnieren in vielen verschiedenen Ländern der Welt mitspielen zu können. Nicht alle Profis gehen jedoch sehenden Auges durch die Städte, in denen sie spielen und nehmen kaum mehr war als das Brett mit den 64 Feldern und evtl. die Hotelbar. Sergey Tiviakov, der seit vielen Jahren in Groningen beheimatet ist, sieht Schachturniere immer auch als willkommene Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen. Zusammen mit Vladimir Dvorkovich, der bei der Weltmeisterschaft in Tripolis als Schiedsrichter tätig ist, durchstreifte er die libysche Hauptstadt und hat heilt seine Eindrücke für die Leser chessbase.de mit der Kamera fest.

Tripolis


Blick auf die Stadt vom Hotelzimmer aus


Unser 5****-Hotel, in dem alle Teilnehmer untergebracht sind


Flaggenparade vor dem Hotel und ein Poster mit Moammar Gaddafi.

Bei den Arabern war Tripolis unter dem Namen Tarabulus bekannt, in der Antike hieß es Oea. Tripolis ist die Hauptstadt Libyens, auch wenn in der jüngeren Vergangenheit verschiedene Regierungsteile in andere Teile des Landes verlegt wurden.


Zeugnisse der Antike


Der römische Triumphbogen wurde zu Ehren des Eroberers Marcus Aurelius im 2.Jh errichtet.

Das moderne Tripolis hat einiges von dem verlockenden orientalischen Charme früherer Tage verloren, die der Stadt damals den Namen "Weiße Braut des Mittelmeers" eingebracht hat. Dennoch bietet das Stadtbild auch heute noch zahlreiche historische Moscheen, viele Zeugnisse aus den Zeiten der türkischen und italienischen Kolonialzeit und der Antike.


Zahlreiche alte Moscheen beleben das Stadtbild


Vladimir Dvorkovich vor einer der Moscheen

Nach der Machtübernahme Gaddhafis und während dessen bisheriger islamistisch-sozialistischer Staatsführung mied die internationale Wirtschaft das Land und als ein Vorzug blieb das Stadtbild von Tripolis von allen modernen kommerziellen Anzeichen, z.B. Plakatwände und Werbeflächen weitgehend verschont.


Poster zum 34-jährigen Amtsjubiläum von Moammar Gaddafi

Das Wahrzeichen von Tripolis ist die mächtige Rote Burg, Assai al-Hamra, im nördlichen Vorgebirge mit Ausblick aufs Mittelmeer. Die Burg wurde ständig erweitert und nimmt heute eine Fläche von 13.000 qm ein. In ihrem Inneren haben alle sich Herrscher, die im Laufe der Geschichte hier residierten, Türken, Spanier, der Malteser Ritterorden, Italiener und viele andere, in der Architektur und anderen Hinterlassenschaften verewigt.


Die Rote Burg

In der Nähe der Burg befindet sich der Grüne Platz und der Eingang zum Jamahiriya Museum. Das Museum wurde zusammen mit der UNESCO zu enormen Kosten gebaut und bietet in vielen Exponaten eine chronologische Darstellung der Geschichte des Landes, von der Urgeschichte bis zur Revolution. Zu den beeindruckenden Kunstwerken gehören zahlreiche Statuen und Mosaike der Antike. Die Sammlung in Tripolis gehört zu den größten am Mittelmeer.


Der Grüne Platz


Grüner Platz und Rote Burg

Die Medina ist das Herz der Stadt. Optisch reizvoll bietet sie die besten Einkaufsmöglichkeiten des ganzen Landes. Da nur wenige Touristen Tripolis besuchen, bietet der Souq noch den unverfälschten Charakter orientalischer Basare mit den ursprünglichen Waren. Die Altstadt enthält außerdem fast alle der alten Moscheen und orientalischen Gästehäuser, außerdem einen Zoo und liegt in unmittelbarere Nähe zum Mittelmeer mit hübschen Stränden.


Die Altstadt, unweit des Souq


Die schmalen Gassen der Altstadt


Die Häuser wurden unter Verwendung der alten römischen Säulen gebaut.

Tripolis hat einen bedeutenden Seehafen und ist der wichtigste Warenumschlagplatz und des Landes. Hier sind auch die meisten Fabriken des Landes ansässig. Hergestellt werden vor allem Textilien und Bekleidung, Baumittel, Tabakprodukte und Nahrungsmittel.


Der Hafen von Tripolis

Unweit der Stadt befindet sich ein Internationaler Flughafen. Die Alfateh University und Hochschulen für Kunst und Handwerk, Elektronik, technik und Telekommunikation haben hier ihren Sitz. Neben dem Jamahiriya Museum gibt es zahlreiche weitere Museen zu verschiedenen Themen.


 


Das Rauchen von Wasserpfeifen gehört zu einer wichtigen Beschäftigung in den arabischen Ländern.


Dieser Teich war früher einmal ein See


In einem Antik Shop mit zahlreichen antiken Keramiken aus römischer und Berberzeit, neben vielen anderen Dingen, die es hier zu kaufen gibt.

 

 

 


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