Blitzspaß im Dortmunder Rathaus

26.06.2007 – Am Ruhetag trafen sich die Spieler des Dortmunder Turniers und ihre Fans im Dortmunder Rathaus zu einem Blitzturnier. Jeder der acht Supergroßmeister trat dabei nacheinander gegen zehn Spieler an, die sich zuvor beim Sponsor, der Dortmunder Sparkasse, dafür beworben hatten. Wer weiß, ob nicht einer von diesen teils sehr jungen Herausforderern eines Tages einmal selbst zum Kreis der Topspieler gehören wird. Vor dem Blitzen wurden Boris Gelfand und Vladimir Kramnik beglückwünscht. Der eine wurde am Sonntag 39 Jahre, der andere am Montag 32 Jahre alt. Mehr...

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Blitzspaß im Rathaus
von André Schulz

"Alle klagen über das Wetter - wir nicht": So könnte man die Stimmung bei den Organisatoren des Sparkassen Chess Meeting vielleicht am ehesten beschreiben.


OK-Chef Gerd Kolbe und Pressechef Rolf Behovits

Das Turnier in der Ruhrmetropole gehört ohnehin zu den zuschauerstärksten Superturnieren, aber am ersten Turnierwochenende freute man sich über zwei komplett ausverkaufte Tage, das heißt zwei mal 500 Zuschauer im Schauspielhaus. Das Wetter - nicht so heiß wie in den letzten Jahren, und auch etwas regnerisch - könnte eine Ursache dafür sein. Vielleicht sind die Fans aber auch einfach neugierig auf die vielem Schach-Persönlichkeiten, den Weltmeister, die WM-Teilnehmer und die neuen Gesichter im Turnier. Oder auch darauf, ob die deutsche Nummer Eins, Arkadij Naiditsch, seinen Erfolg von vor zwei Jahren noch einmal wiederholen kann. In der Woche werden die Zuschauerzahlen vielleicht naturgemäß etwas zurückgehen, aber am zweiten Wochenende, besonders, wenn noch nichts entschieden ist, könnte es hier wieder zu einem Zuschauersturm kommen. Wer also selber am Wochenende einen der begehrten Zuschauersessel ergattern möchte, muss wohl früh aufstehen.

Nach den zwei Auftaktrunden wurde im Großmeisterturnier am Montag eine Pause eingelegt.


Das neue Dortmunder Rathaus am Stadtgarten


Das Foyer: der Spielsaal


Teil des Rathaussilbers: Das goldene Buch der Stadt


Für viele Dortmunder der größere Schatz: Fußball mit
Autogrammen der Borussiaspieler der Saison 2005/2006

Ein vollständiger Ruhetag war dies für die Protagonisten des Turniers allerdings nicht, denn es galt eine Verpflichtung zu erfüllen, der die acht Spitzengroßmeister sehr gerne nachkamen. Anstelle eines Simultans gaben die Stars eine Blitzvorstellung im Foyer des Rathauses, wobei die Eloriesen nicht etwa gegeneinander antraten, sondern gegen ihre Fans, die sich zuvor beim Titelsponsor des Turniers, der Sparkasse Dortmund, dafür beworben hatten.


Der russische Journalist Eugeny Atarov beim Blitzen


Blick auf die noch leere "Arena"


Anand und Aruna


Peter Leko mit Gattin Sophia

Jeder der Spieler nahm an einem der im lichten Foyer des Dortmunder Rathauses bereitgestellten Tische Platz und spielte dann nacheinander gegen zehn Gegner Blitzschach. Einige der Gegner stehen dabei noch am Anfang ihrer Schachkarriere, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.


Shakehands


Herausforderung des Weltmeisters


Angriff auf den Läufer des Weltranglistenersten


Boris spielt seinen Katalanen auch im Blitz


Hallo Evgeny Alekseev

Wir kennen alle die unzähligen Anekdoten von heutigen und früheren Spitzenspielern, die berichteten, wie sie als Kinder oder Jugendliche gegen die alten Stars, vielleicht Lasker, Capablanca oder Botvinnik, im Simultan spielen durften und wie sehr sie diese Begegnung für ihre spätere Laufnahn inspiriert und motiviert hat.


Hmmm...

So können wir ganz sicher sein, dass unter den jungen Blitzspielern von heute der eine oder andere in zwanzig Jahren oder so erzählen wird: "Ich spielte damals gegen Kramnik, ... gegen Anand, ... gegen Leko" usw., "es war eine fantastische Erfahrung und deshalb beschloss ich Weltmeister zu werden."

 


Peter Leko


Arkadij Naiditsch


Shakriyar Mamedyarov


Die von den Dortmundern ausgedachte Blitzdemonstration ist dabei für die kleinen und größeren Gegner der Topspieler noch viel intensiver, als das normale Simultan. Schließlich spielt man ja eine richtige Partie, auch wenn die Großmeister ein Handicap in Gestalt eines Zeitnachteils zu bewältigen haben, bei der man sich der ungeteilten Aufmerksamkeit des GMs erfreuen darf. Wenn man so nebenbei als einer von vielen en passent vernichtet wird, macht das viel weniger Freude, als wenn es einen mit voller Härte und in kurzer Zeit beim Blitzen erwischt.


Evgeny Alekseev


Magnus Carlsen




Boris Gelfand

Natürlich haben auch die Zuschauer ihren Spaß. Manchmal sieht es so aus, als würde einer der Schachgötter in Schwierigkeiten geraten, die Spannung steigt Aber dann setzt sich doch die Routine aus unzähligen Spitzenpartien durch und die Dinge nehmen ihren erwarteten Verlauf.

So herrschte große Gedränge an den Tischen. Neben den Kandidaten  waren natürlich auch viele Familienangehörige oder Freunde unter den Zuschauer, die sehen wollten, wie lange der Ihrige die Prüfung durchstehen würde.


Auch die Autogrammjäger kamen natürlich auf ihre Kosten, denn vor und nach den Partien bleibt Zeit für ein paar Unterschriften oder sogar eine gemeinsame Fachsimpelei.


Evgeny Alekseev


Boris Gelfand


Shakhryar Mamedyarov unterschreibt auf dem Rücken seiner Fans


Leko analysiert sein Blitzpartie

Vor dem Beginn der Veranstaltung gab es noch zwei Geburtstags"kinder" zu beglückwünschen. Boris Gelfand hatte am Sonntag seinen 39. Geburtstag gefeiert. Am Montag war Vladimir Kramnik mit seinem 32. Geburtstag an der Reihe.


Glückwunsch vom Vorstandsmitglied der Dortmunder Sparkasse


Nicht nur Boris Gelfand hat seinen Spaß

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


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