Bodo Ramelow und Schach in Apolda

von ChessBase
22.01.2019 – Anlässlich eines Bürgergesprächs in Apolda ließ sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow gerne zu einer Schirmherrschaft für einen geplanten Länderkampfes in Apolda überreden. Bernd Vökler berichtet, nicht nur vom Schach. |Fotos: Bernd Vökler

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Am letzten Donnerstag weilte der Thüringer Ministerpräsident in Apolda in der Stadthalle zum „Bürgerdialog“. Aus Berlin kommend machte er auf dem Weg nach Berlin (!) Halt in Apolda und stellte sich den Fragen der Bürger. Jede Frage war zugelassen und etwa 20 "Bierdeckelfragen" wurden gestellt. Hier wurde ein anderes Politikversprechen quasi eingelöst. Die Fragen passten auf einen Bierdeckel….

Ich hatte mir passend zum Jubiläum "100 Jahre Bauhaus" eine kleine Quizfrage zurecht gelegt: Was verbindet das Bauhaus und Apolda mit dem Schach? Bodo Ramelow, sonst um keine Antwort verlegen, konnte die Beziehung zwischen dem Riesenschachbrett vor der Halle (siehe Foto mit DSB Präsident anlässlich der DEM 2017 in Apolda) mit den Bauhausfiguren und Schach in Apolda nicht herstellen.

Dann ging es aber ernsthaft los! Die Fragen zu den Straßenausbaugebühren, - "die angestrebte Lösung ist nicht gerecht, aber schafft Rechtssicherheit" - , zu Rechtsrockkonzerten in Thüringen - "die Gerichte haben unsere Verbote allesamt wieder einkassiert" - und zur Schullandschaft im Weimarer Land - "zuständig ist der Landkreis!" wurden eloquent und umfassend beantwortet.

Hier weiß jemand, wovon er spricht!

Bodo Ramelow, rechts | Foto: Dirk Lorenz Bauer

Inzwischen mit einem Apoldaer Bier ausgestattet, beantwortete der Ministerpräsident meine eigentliche Anfrage dann auch spontan und positiv. Eine Schirmherrschaft über einen möglichen Länderkampf in Apolda würde er nach erfolgter Prüfung durch die Staatskanzlei selbstverständlich gerne übernehmen.

Na dann Prost!

Bernd Vökler

 

Das Bauhaus-Schachspiel

In den Zeit um 1923/24 entwarf Josef Hartwig sein Schachspiel. Entsprechend der Philosophie der Bauhaus-Schule waren die ganz aus Holz gefertigten Figuren schlicht und einfach gehalten, erhielten aber einen besonderen Pfiff, weil in den einfachen geometrischen Grundformen symbolisch die Zugweisen der einzelnen Figuren aufgegriffen wurden. Das Spiel gehört heute sicher mit zu den berühmtesten Entwürfen für Schachspiele.

DSB-Präsident Ullrich Krause vor dem Denksport-Denkmal | Foto: Klaus Steffan

Josef Hartwig (1880-1955) war Steinmetz und Bildhauer. Nachdem er in Berlin nach 1914 als Steinmetz für Grabmalkunst gearbeitet hatte, war er in den Jahren von 1921 bis 1925 Werkmeister am Bauhaus in Weimar. Nach der Schließung des Bauhauses ging er an die Frankfurter Kunstschule und unterrichtete hier bis 1945 Bildhauerei. Im Anschluss arbeitete er noch als Meister in der Restauratorenwerkstatt der Städtischen Skulpturengalerie Frankfurt am Main.

Das Denkmal für das Bauhaus-Schachspiel wurde 2009 in Apolda geschaffen, stand ursprünglich an anderer Stelle und und fand dann seinen heutigen Platz vor der Stadthalle.

 

 




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