Bundesliga: Vorentscheidung im Titelkampf?

14.03.2012 – Am kommenden Wochenende trifft sich die Bundesliga an den Spielorten Hamburg, Bremen, Dresden und Eppingen zu ihrer 12. und 13. Runde. Dabei kommt es im Bremer Weserstadion an diesem vorletzten Bundesligawochenende zur Begegnung zwischen dem Spitzenreiter OSG Baden-Baden (20 Punkte) und dem Tabellenzweiten Werder Bremen (19 P.). Dass die Bremer in der Lage sind Baden-Baden zu schlagen, haben sie in der Vergangenheit schon bewiesen. Beide Teams haben in ihren Mannschaftsaufstellungen noch einige Reserven zur Verfügung. So setzte der Meister Magnus Carlsen und Viswanathan Anand bisher gar nicht und Peter Svidler nur selten ein. Werder Bremen kam bisher ohne Pavel Eljanov und Le Quang Liem aus. Wer wird sich im Spitzenkampf gegenüber sitzen? Auch im Abstiegskampf sind noch wichtige Punkte zu vergeben. Hamburg hofft auf solche gegen Katernberg und Mülheim. In Dresden sind mit dem Gastgeber, Tegel und Remagen drei "Kellerkinder" aktiv. Georgios Souleidis liefert einen Vorbericht.Zur Schachbundesliga...Zum Vorbericht...

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Titelkampf in der Schachbundesliga

Alle Augen richten sich am kommenden Bundesliga-Wochenende nach Bremen. Dort empfängt der SV Werder die OSG Baden-Baden zum vorentscheidenden Kampf um die deutsche Meisterschaft. Das Match zwischen diesen Mannschaften besitzt Endspielcharakter, denn Bremen liegt in der Tabelle nur einen Punkt hinter den Badenern und hat die Chance mit einem Sieg den Grundstein für den zweiten Titelgewinn nach 2005 zu legen.

Von Georgios Souleidis

Wie in den letzten Jahren ist eine spannende Auseinandersetzung zu erwarten, die dank der 16 Topgroßmeister auf höchstem schachlichen Niveau stattfinden wird. Gerade in Deutschland bekommt man solches Spitzenschach selten geboten.

Die Partien werden selbstverständlich über das Liveportal ins Internet übertragen. Vor Ort wird C.D. Meyer die Partien für die Zuschauer kommentieren und natürlich ist die Schachbundesliga vor Ort, um über das Geschehen in Wort und Bild zu informieren.

Die restlichen Kämpfe an der Weser gehen ob der Bedeutung dieses Aufeinandertreffens etwas unter. Emsdetten kämpft am Samstag gegen Trier um Punkte gegen Abstieg. Die Domstädter hingegen gehen sehr entspannt ins Wochenende, denn sie liegen auf dem 6. Platz und spielen die beste Saison seit ihrer Zugehörigkeit in der deutschen Eliteklasse.

Spielort: Weserstadion Businesslogen, Franz-Böhmert-Str. 1c, 28205 Bremen (Anfahrt)
Samstag, 17. März, 14 Uhr, 12. Runde
SV Werder Bremen - OSG Baden-Baden
SK Turm Emsdetten - SG Trier
Sonntag, 18. März, 10 Uhr, 13. Runde
OSG Baden-Baden - SK Turm Emsdetten
SG Trier - SV Werder Bremen

In Dresden steigt der Abstiegsgipfel des Wochenendes. Remagen, Dresden und König Tegel kämpfen um Punkte für den Klassenerhalt. Die Erstgenannten müssen die Begegnungen gegen die Aufsteiger gewinnen, um realistische Chancen zu wahren, den Gang in die 2. Bundesliga zu verhindern und der bislang total verkorksten Saison eine Wendung zu geben. Für die Gastgeber geht es gegen Remagen um Alles oder Nichts, denn das schwierige Restprogramm deutet darauf hin, dass unbedingt gewonnen werden muss. Ohne Druck kann König Tegel gegen Remagen antreten. Niemand traute den Berlinern vor der Saison den Klassenerhalt zu, der durch einen Sieg gegen den Tabellenletzten deutliche Konturen annehmen würde. Für das vierte Team in Sachsen, die SG Solingen, sind zwei Siege Pflicht, um Kontakt zum SC Eppingen und dritten Platz zu halten.

Spielort: Riemerschmid-Saal im Gelände der Deutschen Werkstätten Hellerau, Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden (Anfahrt)
Samstag, 17. März, 14 Uhr, 12. Runde
USV TU Dresden - SG Solingen
SK König Tegel - SC Remagen
Sonntag, 18. März, 10 Uhr, 13. Runde
SG Solingen - SK König Tegel
SC Remagen - USV TU Dresden

In Eppingen trifft der Gastgeber auf Wattenscheid und Dortmund. Das Ziel lautet, zwei Siege zu erzielen, um Platz drei in der Tabelle zu verteidigen, der nach der Niederlage in der 11. Runde gegen Hamburg in Gefahr geraten ist. Für Dortmund liegen die Hoffnungen, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, eher im Kampf gegen Hockenheim. Der Aufsteiger liegt mit elf Punkten im gesicherten Mittelfeld und wird vielleicht nicht seine beste Aufstellung an die Bretter bringen. In der Hardwaldhalle wird an diesem Wochenende einiges los sein, denn neben den Bundesligabegegnungen finden Kämpfe des U20- und des Oberligateams statt.

Spielort: Hardwaldhalle, Berliner Ring, 75031 Eppingen (Anfahrt)
Samstag, 17. März, 14 Uhr, 12. Runde
SC Eppingen - SV Wattenscheid
SV Hockenheim - Hansa Dortmund
Sonntag, 18. März, 10 Uhr, 13. Runde
SV Wattenscheid - SV Hockenheim
Hansa Dortmund - SC Eppingen

Sehr umkämpfte Duelle dürfen die Schachfans in Hamburg erwarten. Hier präsentieren sich mit Berlin, Katernberg und dem HSK drei der kampfeslustigsten Teams der Liga. Komplettiert wird die Runde durch Mülheim. Nominell ist diese Mannschaft deutlich stärker einzuschätzen, doch konnten die "Nordler" in dieser Saison die Erwartungen keineswegs erfüllen, so dass mit vier spannenden Begegnungen zu rechnen ist. Gemäß der Tabellensituation stehen einzig und allein die Gastgeber unter Druck, denn sie müssen Punkte sammeln, um nicht nach 31 Jahren Bundesligazugehörigkeit abzusteigen.

Spielort: Kasino der Signal-Iduna-Versicherungen, Kapstadtring 8, 22297 Hamburg (Anfahrt)
Samstag, 17. März, 14 Uhr, 12. Runde
Hamburger SK - SV Mülheim Nord
SF Berlin - SF Katernberg
Sonntag, 18. März, 10 Uhr, 13. Runde
SV Mülheim Nord - SF Berlin
SF Katernberg - Hamburger SK

Liveübertragung:
Alle Partien der Schachbundesliga werden über das Liveportal, das mit zahlreichen Funktionen - Chat, Analyseengine, Spielerprofile, verschiedene Ansichten etc. - ausgestattet ist, übertragen.

Tabelle nach der 11. Runde

Rang

Verein

Punkte

1.

OSG Baden-Baden

20

2.

Werder Bremen

19

3.

SC Eppingen

17

4.

SG Solingen

15

5.

SF Katernberg

15

6.

SG Trier

13

7.

SV Wattenscheid

13

8.

SV 1930 Hockenheim

11

9.

SF Berlin

11

10.

Mülheim Nord

10

11.

Turm Emsdetten

8

12.

SK König Tegel

7

13.

Hamburger SK

6

14.

SC Hansa Dortmund

5

15.

USV TU Dresden

4

16.

SC Remagen

2


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