Carlsen und Paulson bei der BBC

20.03.2013 – Magnus Carlsen und AGON-Chef Andrew Paulson waren zu Gast bei der BBC und stellten sich im TV-Programm den Fragen von Ros Atkins. Paulson erklärte, wie er Schach zum Zuschauersport machen will und Magnus Carlsen berichtete, was ihm am Schach besonders gefällt: die psychologische Kriegsführung. Außerdem begründete er, warum Schach ein Sport ist - weil es ums Gewinnen geht. Bei der BBC (Video und Audio)...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

"Schach ist vor allem deshalb ein Sport, weil das erste Ziel darin besteht zu gewinnen."
(Magnus Carlsen)

Das Kandidatenturnier wird vom Weltschachbund und seinem Vermarktungspartner AGON organisiert und vom 14. März bis 1. April 2013 in London im IET Savoy Palace ausgetragen. Es ist das best besetzte Turnier dieser Art in der Geschichte des Schachs. Der Sieger wird Ende des Jahres Weltmeister Viswanathan Anand herausfordern und erhält den Löwenanteil am Gesamtpreisfonds von 510.000 Euro. Hauptsponsor des Turniers ist der staatliche aserische Ölkonzern Socar.

Am ersten Ruhetag, nach drei Runden, waren AGON-Chef Andrew Paulson und der beste Schachspieler der Welt, Magnus Carlsen, zu Gast bei der BBC.

Ros Atkins interviewte die beiden Gäste und spielte nebenbei noch eine kleine Schaupartie gegen Magnus Carlsen.

Andrew Paulson erklärt, was er bei der Vermarktung von Schach erreichen möchte. "Wir versuchen, das Image des Schachs zu verändern. Bisher war es ein Spiel für zwei Leute. Wir wollen erreichen, dass es zur Unterhaltung für alle wird, zum Zuschauersport."

Moderator Ros Atkins fragte Magnus Carlsen "Was spielt sich da zwischen Ihnen und Ihren Gegnern ab... Sind Sie sich der anderen Person bewusst, oder konzentrieren Sie sich nur auf das Brett... Ist es, als ob Sie gegen einen Computer spielten, oder beeinflusst Sie die andere Person?"

"Nein, die andere Person spielt durchaus eine Rolle. Es gibt bestimmte psychologische Elemente. Manchmal trifft man Entscheidungen, die man gegen einen Computer wohl nicht treffen würde, weil man denkt, dieser Zug ist für Menschen im Allgemeinen und für diesen Spieler im Besonderen nicht leicht zu beantworten. Das ist der Teil, den ich am Schach besonders mag, die psychologische Kriegsführung. Gegen Computer gibt es das nicht."

Ros Atkins spielte auch eine kleine Schaupartie (mit Weiß) gegen Carlsen: 1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.e4, das nannte der BBC-Moderator "Sizilianische Verteidigung, Drachenvariante". Es folgte 3...dxe4 4.Sxe4 Sxe4 5.f3 Sd6 6.Lf4 e6 7.Lxd6 Lxd6 8.Lb5+ und Atkins meinte: "Ich habe wohl nie wieder die Chance, das gegen den besten Schachspieler der Welt zu sagen: Schach!" Carlsen spielte c7-c6 und sagte: "Schade, hat nicht funktioniert".

 

Video bei der BBC

Carlsen gab auch ein Interview im BBC Hörfunkprogramm und erklärte dort Moderator Tim Frank, warum Schach ein Sport ist.



Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren