Carlsens neue Idee im Sizilianer mit 3.Lb5+

05.11.2021 – In seinem ersten Eröffnungsvideo für ChessBase Magazin greift Markus Ragger eine Idee auf, die der Weltmeister beim FIDE World Cup im Sommer dieses Jahres erprobte. In der Moskauer Variante (1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+ Sd7) schlägt Weiß nach 4.d4 cxd4 den d4-Bauern fast immer mit der Dame zurück. Carlsen spielte gegen Wojtaszek stattdessen 5.Sxd4 und ließ auf 5…Sf6 das bemerkenswerte 6.0-0 folgen. In knapp einer halben Stunde Videospielzeit erläutert Markus Ragger im neuen ChessBase Magazin das Potential des neuen Konzeptes. Von einfachen Stolpersteinen (warum darf Schwarz nicht direkt mit 6...Sxe4 den Bauern gewinnen?) über trickreiche Doppelangriffe bis zum positionellen Qualitätsopfer ist alles drin! Einen Ausschnitt seiner Videoanalyse (in englischer Sprache) können Sie sich hier ansehen.

ChessBase Magazin 204 ChessBase Magazin 204

„Special“ zu Judit Polgar mit Partieanalysen und Videos zu Strategie und Endspiel. Demchenko, Svane, Huschenbeth, Fridman, Sarana, Grandelius u.v.a. kommentieren Partien von der Einzel-EM. Eröffnungsvideos von Ragger, King und Marin. 11 Eröffnungsartikel

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Carlsens neue Idee im Sizilianer mit 3.Lb5+

Markus Ragger prüft 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+ Sd7 4.d4 cxd4 5.Sxd4 Sf6 6.0-0

Wie so oft gibt die Referenzfunktion von ChessBase 16 auch hier direkt Aufschluss, wie "neu" - und wie populär! - Carlsens Fortsetzung ist:

Quantitativ ist 6.0-0 (noch) zweite Wahl. Der Modeindex signalisiert aber mehr als deutlich, dass es sich hier um den letzten Schrei in der Nebenvariante mit 5.Sxd4 Sf6 handelt. Carlsens Experiment gegen Wojtaszek wurde inzwischen u.a. von den Spitzen-GMs Vachier-Lagrave, Firouzja und Esipenko aufgegriffen.

In seiner knapp halbstündigen Analyse erläutert Markus Ragger zunächst, warum Schwarz den ungedeckten Bauern auf e4 nicht schlagen sollte: Auf 6...Sxe4 folgt 7.Te1, und wenn der Springer sich nach f6 zurückzieht, folgt 8.Sf5 mit bereits tödlichem Angriff auf d6. Und auch der Versuch, den Springer mit 7...d5 zu decken, geht nach 8.c4 Sf6 9.Sf5 (erneut mit der Drohung 10.Sd6) nach hinten los.

 Anschließend geht Österreichs Nummer 1 detailliert auf diverse Alternativen für Schwarz ein: Die Entwicklungszüge 6…e6, 6…g6, 6…e5 sowie die Hauptvariante 6…a6 stehen auf dem Programm. Ragger präsentiert in allen Varianten spannende Ideen für Weiß und macht Lust, die neuen Stellungstypen in der Praxis auszuprobieren!

Videoanalyse von Markus Ragger aus ChessBase Magazin #204 (Ausschnitt)

Laufzeit des kompletten Videos in CBM #204: 29:32 min 

Weitere Eröffnungsvideos in ChessBase Magazin #204

Daniel King: Neuer Trend in der Damengambit Abtauschvariante

1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5 c6 6.e3 h6 7.Lh4 Le7 8.Ld3 0-0 9.Sge2 Te8 10.Dc2 Sbd7 11.f3 b5

Die Abtauschvariante des Damengambits ist bei vielen 1.d4-Spielern sehr beliebt, und das in allen Spielklassen. In der Tat hat diese Eröffnung für Weiß einige grundlegende Vorzüge zu bieten: man bekommt garantiert eine sehr gesunde Bauernstruktur und es gibt keine scharfen, kritischen Varianten, die man haargenau kennen muss. Es geht hier vielmehr darum, den richtigen Plan, die richtige Strategie zu finden. Die Abtauschvariante des Damengambits gehört zudem seit vielen Jahren zu den Lieblingseröffnungen von Daniel King. In seinem Video stellt er Ihnen eine neue Idee für Schwarz vor, die Alireza Firouzja kürzlich gegen Wesley So kürzlich erfolgreich angewandt hat: in einer Standardstellung setzte Firouzja mit 11...b7-b5 fort. Früher hätte man diesen Zug als antipositionell verurteilt. Doch die Engines von heute geben ihm Recht! „Very interesting counterplay!“

Mihail Marin: Spanisch Breyer-Variante

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0-0 9.h3 Sb8 10.d4 Sbd7 11.Sbd2 Lb7 12.Lc2 Te8 13.Sf1 Lf8 14.Sg3 g6 15.b3 d5 16.Lg5

Marins Analyse der Variante beginnt mit einer Partie der „Heldin“ dieser Ausgabe: anhand der Begegnung Polgar-Spassky (1993) erläutert der Eröffnungsexperte zunächst, warum ihm diese Variante in erster Linie für Weiß attraktiv erscheint. Anschließend schildert er anhand weiterer Partien, wie sich die Bewertung des Abspiels – nicht zuletzt aufgrund sich verändernder Engine-Bewertungen – im Laufe der Jahrzehnte mal in die eine, mal in die andere Richtung verschob.

ChessBase Magazin #204

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