Charity Cup, Finale: Live!

von ChessBase
26.03.2022 – Am Samstag spielen Magnus Carlsen und Jan-Krzysztof Duda das zweite Finalmatch des Charity Cups. Den ersten Durchgang hatte Carlsen gestern mit 2,5:0,5 für sich entschieden, so dass ihm bereits ein 2:2 für den Turniersieg reichen würde. Hier live ab 18 Uhr mit Kommentar.

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Live-Übertragung

 

Live-Kommentar von chess24 (Peter Leko und Daniel King)

Turnierseite


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Barral Barral 27.03.2022 04:08
So - auf Ihren verschiedenen Blättern, @vucko - lässt sich das sehen; mir scheint indes, dass die Mitverantwortung des Westens (von Schuld zu reden, sollten wir unterlassen) im Mechanismus der "Torheit" liegt, der aller Sieger, die ihren Erfolg für das letzte Wort der Geschichte halten. 1990/91 (inklusive des ersten Irak-Kriegs) mündete in eine Siegermentalität, für die sich dann die Etikette "Globalisierung" fand: die Werte des Westens und sein Geschäftsmodell als konkurrenzlose Regenten der Welt. Solcher Illusion folgen in der Regel zwei Folgefehler. Sieger - zum einen - nehmen gar nicht mehr wahr, dass ihr Selbstbildnis auf ein Gegenüber übergriffig wirken könnte; und - zum anderen - tun sie sich äußerst schwer damit, ihre Seifenblase wieder zu verlassen und einen Blick auf die Realitäten zu werfen. Lieber arbeitet man mit der Mischung aus ein bisschen Drohgebärde (bzgl. Krim, Syrien), ein bisschen beschwichtigender Einbindungspolitik (bzgl. Rohstoffen in diesem Fall), ein bisschen Hofieren, ein bisschen Appeasement, ein bisschen an erhobenem Zeigefinger und - sehr viel Wegschauen; auch in Sachen des eigenen Spiegelbilds: Da reisen demokratische Politiker durch die Welt, mahnen Menschenrechte an und nutzen das als Legitimation, um sich doch in (wirtschaftliche) Abhängigkeit von autoritären Regimen, totalitären Systemen zu begeben. Wer sich - realpolitisch - derart töricht verhält, trägt Mitverantwortung, sehr frei nach Chateaubriand (ich glaube, der war's), dass Torheiten schlimmer als Verbrechen sind.
vucko vucko 27.03.2022 12:58
@Karl Hackenmeier: Der Einmarsch in die Ukraine ist allein auf Russlands Mist gewachsen. Ob der Westen eine Mitschuld an Russlands Bereitschaft dazu trägt ist eine kompliziertere Thematik. Sicherlich war die NATO-Osterweiterung gegen ausdrückliche Absprachen nach dem Mauerfall, andererseits haben sich die souveränen Staaten im Osten selbst dafür entschieden. Das ist ihr Recht. Und Putin hat mit seiner autoritären Innenpolitik selbst dafür gesorgt, dass seine Nachbarnstaaten in allen Belangen nur möglichst weit weg von ihm wollten. Was die wirtschaftlichen und geostrategischen Konsequenzen für Russland waren und als wie bedrohlich sie dort empfunden wurden, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Nach dem die neue Bundesregierung Northstream 2 auf Eis legte, ließ sich nochmal eine Radikalisierung in Russland beobachten, die auf jeden Fall zu Putins Gleichgültigkeit gegenüber Sanktionen beitrug. Mich hat nur gestört, dass Sie Scholl-Latour als "Schreiberling" verunglimpft haben, das hat er nicht verdient.
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 27.03.2022 12:40
@vucko, na nun blasen Sie mal nicht die Backen so auf. Sie kennen mich überhaupt nicht. Und was soll dieses substanzlose Geseiere "...Es gibt in der Geschichte des deutschen Journalismus niemanden, den man mit Peter Scholl-Latour auch nur ansatzweise vergleichen könnte, was persönlichen Erfahrungsschatz, Differenziertheit der Urteilskraft ..und internationale Anerkennung betrifft"...? Wenn Sie der Meinung wie BadToro sind, dass der Westen Mitschuld am Einmarsch in die Ukraine hat, dann können Sie sich bei ihm von mir aus unterhaken, aber dann müssten Sie sich schon mal die Mühe machen, zu erklären, worin denn eigentlich die Schuld des Westens beim Einmarsch der Russen in die Ukraine liegt.
vucko vucko 26.03.2022 08:22
Sehr geehrter Herr Hackenmeier, was Sie über Peter Scholl-Latour sagen, sagt mehr über Sie aus, als über ihn. Es gibt in der Geschichte des deutschen Journalismus niemanden, den man mit Peter Scholl-Latour auch nur ansatzweise vergleichen könnte, was persönlichen Erfahrungsschatz, Differenziertheit der Urteilskraft und internationale Anerkennung betrifft. Scholl-Latour hätte übrigens Ihren Aussagen zu Putin und seiner Gangsterclique bestimmt nicht wiedersprochen. Er würde aber sicher in seinem Grab rotieren, wenn er die heutige, fast schon gleichgeschaltet anmutende Presselandschaft, mit all ihren Relotiussen und Todenhöfers zu Gesicht bekäme...
oegenix oegenix 26.03.2022 06:07
@BadToro
Peter Scholl-Latour hatte Recht, dass die westliche Politik die nationalistischen Kräfte in Russland gestärkt und damit den Krieg gegen die Ukraine erst ermöglich hat. Den Krieg führen nicht Putin und ein paat Geheimdienstler. Ohne die breite Unterstützung im Volk hätte Putin die Ukraine nicht angegriffen. Und diesen Krieg führt Russland schon längst nicht mehr nur gegen die Ukraine, sondern als Wirtschaftskrieg gegen den Westen. Putin setzt darauf, dass der Westen, v.a. die Europäer so stark von russischen Rohstoffen abhängen, dass sie irgendwann die Ukraine fallen lassen.
In einem Krieg, der als Wirtschaftskrieg auch gegen uns geführt wird, im Schach so zu tun, als ob alles fast normal wäre, finde ich falsch. Die FIDE will ja offenbar das Kandidatentrunier mit russischen Spielern durchziehen. Was ist, wenn ein Russe Herausforderer des WM wird und Carlsen dann zurückzieht. Wird es dann nach langer Zeit wieder einen russischen Weltmeister geben? Für mich ist das derzeit unvorstellbar.
MARIO1962 MARIO1962 25.03.2022 08:38
Oh, Sturmaske hat wieder paar Minuten Internet spendiert bekommen. OK,, jder macht sich so gut zum Obst wie er kann. Prost.
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 24.03.2022 08:40
Sehr geehrter Herr BadToro, ich benötige nicht die tendenziöse Literatur des verstorbenen Schreiberling Peter Scholl-Latour, um mir ein politisches und gesellschaftliches Bild von einem Land zu machen, was von einer durchtriebenen Gangsterclique völlig heruntergewirtschaftet wurde, und wo man aufpassen muss, was man sagt und was man tut. Erinnert sei zB nur Anna Stepanowna Politkowskaja und an Boris Jefimowitsch Nemzow. Und damit soll es auch gut sein. Im Übrigen: Russland hatte nie demokratische Verhältnisse! Und das liegt mit Sicherheit nicht am Westen.
Drücken Sie uns die Daumen, dass der durchgeknallte Bullterrier aus dem Kreml noch den Notausgang findet aus seinem imperialen Großmachtsdilirium. Aber er hat ja Angst vor dem Tod, wie man laut westlicher Propaganda vernimmt, insofern besteht vllt noch Hoffnung.
BadToro BadToro 24.03.2022 09:09
Sehr geehrter Herr Hackenmeier, lesen Sie doch mal die schon vor Jahren erschienen Bücher von Peter Scholl-Latour, der leider 2014 verstorben ist, zum Thema Russland. Dann wird Ihnen vielleicht auffallen, dass wir "im Westen" durch den Medienmainstream genauso manipuliert worden sind wie die russische Bevölkerung. Wer jedenfalls, wie es das Öffentliche-Rechtliche Fernsehen und die meisten deutschen Tageszeitungen tun, die Schuld für diese Katastrophe einzig und allein den Russen und Putin geben will, verkennt die Historie seit Gorbatschow.
Beseitiger20_# Beseitiger20_# 23.03.2022 09:16
Niemand ist der Ansicht, dass die Spieler etwas für den Krieg können. Es geht um eine unmilitärische Form, gerade der friedliebenden Bevölkerung zu zeigen, dass sie sich vom Handeln ihrer Regierung zu distanzieren und sie nicht zu unterstützen hat. Wenn man (zu viele) Ausnahmen macht, kann in der russischen Bevölkerung gar kein kritisches Bewusstsein wachsen, das sich dann mit Fragen oder Zweifeln oder Unzufriedenheit an das eigene Regime wendet.
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 22.03.2022 08:03
"Die Spieler selbst können nämlich nichts für ihre Regierung und diesen ganzen Wahnsinn. " Das ist wohl war, allerdings ist die Maßnahme völlig richtig und im Gesamtpaket der Sanktionen absolut angemessen. Ich habe mich beispielweise vor dem WM Carlsen vs Nepo gefragt, warum sich der große FC Bayern dazu hergibt einen abgeschlafften und völlig unfitten Spieler wieder auf Kurs zu bringen. Mmg hat es Entspannung zwischen Westen und Osten nie gegeben, alles nur Augenwischerei. Wozu das geführt hat, sie man ja jetzt: wir haben wieder einen bekloppten Quadratschädel, der ein weiteres Volk in den Abgrund schicken will, einfach weil er es kann und ihm ein willfähriges Marionettenregime bis in den Untergang folgt. Darauf die russischen Spieler dezent hinzuweisen, ist nur mehr recht als billig. Wenn man den Irren schon nicht aufhalten kann, soll man wenigstens die Errungenschaften des Westens (modernes Leben, Freizügigkeit, Freiheit) wieder teuer machen.
Sturmaske Sturmaske 22.03.2022 08:39
Ohne russische Spieler kann man Schach vergessen, völlig uninteressant! Die Spieler selbst können nämlich nichts für ihre Regierung und diesen ganzen Wahnsinn.
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