Chess for Africa

08.11.2013 – Mit der Initiative "Chess for Africa" bemüht sich die Deutsche Schachstiftung die Bevölkerung Südafrikas mit Hilfe des Schachspiels an das Thema Unterricht und Bildung heranzuführen. Spiritus Rector der Aktion ist der Lübecker Verleger Matthias Dräger, der gerade mit einer deutschen Delegation nach Soweto reiste, Werbung fürs Schach machte und Schachlehrer ausbilden ließ. Bericht und Impressionen

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Südafrika – ein Land im Aufbruch!

Südafrika ist ein Land, das lange Zeit unter der Eroberung und Kolonisierung durch sowohl Großbritannien als auch der Niederlande leiden musste. Nun befindet sich das Land jedoch in einem Neuaufbau und das Thema „Bildung für Alle“ soll dort auch seinen Platz finden. Mit Projekten wie www.chess-for-africa.org oder auch Minichess ( www.minichess.co.za ) wird versucht, mit Hilfe des Schachspiels das Interesse der Bevölkerung an Unterricht und an Bildung zu erhöhen.

Heute werden in Südafrika elf offizielle Sprachen gesprochen. Neben vielen anderen Stammessprachen gehören "Zulu" und "Sutu" zu den zwei Hauptsprachen der schwarzen Bevölkerung. Die Verständigung ist nicht immer einfach. Aber mit dem Schachspiel lässt sich vielleicht eine gemeinsame Sprache und sogar ein gemeinsamer Bestandteil der Kultur schaffen. Schach könnte hier durch seine Klarheit, Eindeutigkeit der Regeln und der Möglichkeiten, auf einfache Weise Wettkämpfe zu organisieren, eine gemeinsame Spielkultur schaffen.

Das Projekt „Minichess“ versucht Schach in einfachster Form zu vermitteln ( http://en.wikipedia.org/wiki/Minichess ). Es werden sinnvolle Anreize geschaffen, Minichesstrainer zu werden. Das Projekt lockt zum Beispiel mit der Zahlung von 7.000 ZAR Monatslohn (ca. 500€), falls man eine bestimmte Anzahl Schulen betreut und über ein eigenes Kraftfahrzeug verfügt, um diese zu erreichen.


 
Die Deutsche Schachstiftung geht einen eigenen Weg und zertifiziert zwei Mal im Jahr interessierte Lehrer und Vereinsspieler zum „International Chesstrainer GCF“ (German Chess Foundation).

Das Angebot ist inzwischen schon hundertfach angenommen worden, Johannesburg und im Besonderen Soweto verfügt nun über eine beachtliche Zahl an qualifizierten Schachtrainern, die von der GCF mit kostenlosen Demoboards und je 20 Schachsets ausgestattet wurden und nun sofort mit dem Schachunterricht loslegen können. Viele Schachtrainer unterrichten dabei in den hintersten Winkeln des Getto von Soweto Schach, so z.B. der aufgeweckte Lucky, ein Streetworker in Alessandria, dem Armenviertel von Soweto.

Da die Akzeptanz nicht nur mit Zertifizierungen zu erreichen ist, wurden beim letzten Besuch zwei fast als historisch zu bezeichnende Schachevents durch geführt: „10 gegen Soweto“ und „10 gegen Jo´Burg“ war der sehr gelungene Versuch, an den Schulen von Südafrika ein Schachfieber zu verbreiten. 10 erfahrene Schachtrainer (u.a. Elisabeth Pähtz) spielten gegen alle, die im Simultan gegen uns antreten wollten und es kamen viele, vielleicht sogar zu viele!

Aber lassen wir Bilder für sich sprechen:


10 Schulen aus Johannesburg spielen gegen 10 Schachtrainer) in der ehrwürdigen Royce Hall der St Peters School in Johannesburg.

Drinnen wie Draußen wurde allerhand geboten: Zwei Chessmen (Breakdancer der Olympia Park School) machten Späße.

 



Der Chessman konnte was




Echte Freundschaft und Vertrauen ist durch das erneute Projekt der Deutschen Schachstiftung in Johannesburg gewachsen. Unzählige Menschen, die durch Freundschaft und Vertrauen eine gute Basis geschaffen haben für das nächste Wiedersehen im April 2014.

Mit Schwerpunkt Soweto plant Matthias Dräger das Bildungsministerium ins Boot zu holen. Erste Gespräche sind viel versprechend. Lynda van Wyk, verantwortlich für den Förderschulbereich, hat bereits mit einer ehrgeizigen Umsetzung in ihrem Verantwortungsbereich begonnen: “Schließlich sind die Kinder ja nicht dumm an den Förderschulen, sondern sie haben durch ihren Migrationshintergrund das Lesen und Schreiben häufig zu spät erlernt, da ihre Eltern vom Land kommen und in Johannesburg zugezogen sind“.

Wir freuen uns als Deutsche Schachstiftung das Projekt „Chess for Africa“ weiterhin voranzutreiben.

10 gegen Soweto - (ein „Chess fun day“ im Park der Regina Mundi Church in Soweto) Anders als an der ST Peters School, entschieden wir uns in Soweto einen „Schach for fun Tag“ einzulegen, mit vielen Gesprächen, Spontanaktionen und viel Schach für die Kinder und Besucher. Der Schachvirus verbreitete sich wie von selbst ….

Plakat als Ankündigung für das Schachevent zwei die Freunde wurden: in Soweto Tshepo und GM Falko Bindrich



Impressionen aus Südafrika

Nelson Mandela übergroß

Ein Einkaufszentrum

Erfolg ist, Zufriedenheit zu stiften.

Schach hat eine große Zukunft in Afrika.

Ein Bericht von Karol Lalla

 


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