Chess&Jazz in Moskau

von André Schulz
05.08.2019 – Am letzten Juli-Wochenende war der Moskauer Hermitage Park Schauplatz des Open Air Festivals "Chess&Jazz". Internationale Jazzstars trafen auf Moskauer Schachgrößen wie Sergey Karjakin und Valentina Gunina. | Fotos: Eteri Kublashvili und Veranstalter auf Facebook

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Chess & Jazz in Moskau

Der Moskauer Hermitage Park (russisch: Сад Эрмитаж) ist ein beliebter Erholungsort unweit des Moskauer Zentrums an der Karetny Ryad Straße. Der Garten wurde einst vom russischen Theaterimpressario Jakow Schukin entworfen und 1895 als "Neue Eremitage" eröffnet. 1896 wurde hier erstmals in Russland Lumières Cinématographe gezeigt. 1898 entstand im Park das Hermitage Theater. Tschechows Stücke "Die Möwe" (1898), "Onkel Wanja" (1899) und "Drei Schwestern" (1901) fanden alle hier ihre Uraufführungen. Sarah Bernhardt, Ernesto Rossi, Gustavo Salvini und viele weitere berühmte Schauspieler und Sänger traten im Theater im Park auf. 

Im Jahr 2000 wurden im Garten zwei Büsten errichtet. Die eine zeigt den französischen Schriftsteller und Dichter Victor Hugo. Die Büste ist ein Geschenk des  Bürgermeisters von Paris. Die zweite Büste ist dem italienischen Schriftsteller Dante Aligeri gewidmet und wurde als Geschenk der italienischen Regierung im Park aufgestellt.

Seit 1998 findet im Park regelmäßig ein Open Air Jazzfestival statt.

Jazz im Park

Moskauer Jazzfreunde

Headliner des diesjährigen Festivals, das als "Chess&Jazz Festivals inszeniert wurde, war der amerikanische Sänger und Schauspieler Gregory Porter.

Gregory Porter bei Inas Nacht (2016)

Zu den Schachgästen des Festivals gehörten Sergey Karjakin, Vizeweltmeister von 2016 und die russische Schachgroßmeisterin Valentina Gunina. Außerdem wurde das Festival von zahlreichen Prominenten der Moskauer Haute Volee besucht.

Sergey Karjakin beim Schach

Valentina Gunina

Daria Mihalkova

Aleksandra-Cherkasova-Sluzhitel

Serge Outrush

Moskauer Mode

Oder so

Chess & Jazz, auch in Hamburg

Schach und Jazz waren und sind über viele Jahre auch das Hobby des Hamburger Notars Matthias Bierman-Ratjen. Sein Vater Hans-Harder Bierman-Ratjen war Vorsitzender des Hamburger Kunstvereins, bis er 1936 von den Nationalsozialisten abgelöst wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Hans-Harder Bierman-Ratjen zeitweise Kultursenator von Hamburg und holte Gustav Gründgens als Indendant ans Hamburger Schauspielhaus. Von seinem Vater erbte Matthias Biermann-Ratjen die Liebe zur Kunst, Kultur und Musik und ein Freund seines Vaters, der Schriftsteller Martin Beheim-Schwarzbach, Autor von Knaurs Schachbuch, vermittelte ihm die Liebe zum Schach. 

Matthias Biermann-Ratjen gründete in seinem Notariat am Mittelweg einen Schachclub, der bis zu seiner Auflösung als SG Mittelweg in der Hamburger Stadtliga spielte. Als Förderer des Schachs in Hamburg lernte er unter anderem Boris Spassky, Robert Hübnerr und Garry Kasparov kennen. Seine musikalische Leidenschaft lebte er am Kontrabass in einer Jazz-Band aus. Letztes Jahr veröffentlichte Matthias Biermann-Ratjen im Eigenverlag einen Film auf DVD mit dem Titel "Chess meets Jazz".

Livebilder vom Chess&Jazz Festival Moskau

Gogo Penguin

Gregory Porter beim Festival

CeeLo

Die britische Gruppe Haelos 

Tesla Boy

Chess&Jazz Homepage...

Chess&Jazz Festival bei Facebook...




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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