ChessBase-Seminar in Kassel

von Martin Fischer
02.04.2014 – Kassel war am letzten Wochenende Austragungsort des letzten Vorrundenturniers der Deutschen Amateur-Schachmeisterschaft, dem Ramada-Cup. Die F-Gruppe gewann der 10-jährige Jasper Leon Stockter. Am Rande des Turniers zeigte Martin Fischer in einem Seminar Tricks im Umgang mit ChessBase 12. Sein Bericht enthält auch ein Seminar-Skript zum Herunterladen. Mehr...

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ChessBase-Seminar beim Ramada-Cup in Kassel

Am vergangenen Wochenende, von Freitag bis Sonntag, fand die sechste Vorrunde der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft statt. Während die Beteiligung mach oben gedeckelt war (Spieler ab DWZ 2300 gelten für dieses Turnier nicht als Amateure) gab es nach unten keine Grenzen. Eingeteilt in sechs Gruppen, differenziert nach Wertzahl, ging es um die letzten Tickets für das Finale in Niedernhausen und natürlich auch attraktive Preise. Neben dem Turnier gab es am Samstag ein ChessBase-Seminar, in dem die Teilnehmer Tipps für ein effizientes Training mit Hilfe von ChessBase 12 bekamen.

Thema war zum Einen, wie verbinde ich den Einsatz eines Schachbuchs mit ChessBase 12, zum Anderen, wie nutze ich Trainings-DVDs effektiv. Während einige der erfahreneren Schachspieler im Seminar brüteten, konnte einer der jüngsten das F-Turnier für sich entscheiden.


Am Samstagmittag, als die ersten ihre Vormittagsrunde beendet hatten, begann das Chessbase-Seminar. Im 14. Stock des Hotels hätte man einen wundervollen Blick über Kassel gehabt, gerade auch angesichts des guten Sommerwetters, aber das Geschehen auf dem Bildschirm des Referenten erforderte volle Konzentration von den Teilnehmern.

Aber auch bei einem ChessBase – Seminar gibt es immer was zu lachen – zumindest auch für den Referenten.

Am Ende aber haben alle etliche Anregungen mitgenommen und diejenigen, die das Seminar verpasst haben, können hier das Skript runterladen (pdf-Format) und sich eben diese Anregungen holen.

Nach vier Runden voller Konzentration, jeweils zwei am Freitag und zwei am Samstag, ging es am Sonntagvormittag in der letzten Runde um die Qualifikation für das Finale.

Einen ausführlichen Bericht über alle Sieger gibt es auf der Seite des Ramada-Cups. Ich hatte am Sonntagvormittag Zeit, mich auf das schachliche Geschehen zu konzentrieren. Eine reizvolle Auseinandersetzung versprach die Spitzenpartie der F-Gruppe, in der es zu einer Auseinandersetzung zwischen Jung und Alt, Erfahrung und Routine auf der einen und jugendlichem Elan auf der anderen Seite kam. Die Partie war, wie das nebenstehende Partieformular beweist, von beidseitiger Nervosität geprägt

Leider war es der routinierte Zug 5. – Sf6, der hier schon eine Figur und den vollen Punkt kostete. Der Verlierer mag sich trösten, als Zweiter ist er immer noch für das Finale qualifiziert.

Nach der Partie habe ich ein kurzes Gespräch mit dem Sieger geführt, dessen Turnierverlauf ausführlich und liebevoll auf der Homepage seines Vereins, des Treptower SV geschildert wird.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg der F-Gruppe an Jasper Leon Stockter.

Er ist mit noch zehn Jahren zwar jung, aber kein Frischling im Schach mehr. Bisher 29 Turniere, wobei das vom Wochenende bereits berücksichtigt ist, hat der angenehm selbstbewusste Junge seit 2011 gespielt und dabei seine DWZ-Zahl um über 700 Punkte nach oben gepusht. Seit seinem fünften Lebensjahr spielt er Schach, seitdem er sechs ist beim im Jugendbereich sehr aktiven Treptower SV, der ihm einmal in der Woche ein Einzeltraining ermöglicht, neben dem normalen Mannschaftstraining. Neben diesen beiden Trainingstagen löst er dann noch schachliche Hausaufgaben, wobei auch ChessBase und Fritz regelmäßig zum Einsatz kommen.

Neben Schach interessiert sich noch für Kanufahren und Klavierspiel. Diese beiden, durchaus zeitintensiv klingenden Hobbies, führten sofort zu der typischen Erwachsenenfrage „Und was macht die Schule“ – nun ja, da ist er ebenfalls gut. Sorry wegen der Nachfrage. Meistertitel konnte er zwar bisher noch nicht einsammeln, aber mit seinem Selbstvertrauen und dem erkennbaren Spaß am Schach, nach dem Gespräch ging es gleich wieder ans Brett, Analyse fortsetzen, dürfte in Zukunft auch hier mit ihm zu rechnen sein.
 

 




Martin Fischer, Jahrgang 1962, ist ChessBase-Mitarbeiter. Unter anderem organisiert er und hält Seminare über ChessBase und ist Turnierleiter auf playchess.com. Für ChessBase stellt er das vierteljährliche Taktik-Heft „Schach-Problem – Die rätselhaften Seiten von Fritz” zusammen. Er lebt in Hamburg und spielt Schach beim Schachklub Johanneum Eppendorf.
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