ChessBase und Schachverband von Georgien vereinbaren Kooperation

von André Schulz
05.02.2026 – Der Präsident des Georgischen Schachverbandes und FIDE-Funktionär Akaki Iashvili besuchte das ChessBase Büro in Hamburg und informierte sich über die Lern- und Trainingsprogramme. Besonders begeistert war er vom Kinder-Schachlernprogramm Fritz&Fertig. ChessBase-CEO Rainer Woisin und Akaki Iashvili vereinbarten eine Kooperation auf dem Gebiet des Schulschachs.

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Anlässlich eines Termins in Deutschland nutzte der Präsident des Georgischen Schachverbandes Akaki Iashvili die Gelegenheit und besuchte auch das ChessBase Büro in Hamburg. Zusammen mit Alexander von Gleich, Vizepräsident des Deutschen Schachbundes, informierte Iashvili sich über jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Trainingsmittel und ließ sich die neuesten Programme zeigen. Insbesondere das Kinderschach-Lernprogramm Fritz & Fertig begeisterte den Besucher. Mit diesem Programm würden die Kinder an georgischen Schulen nicht nur für das Schach begeistert, sondern würden ganz nebenbei auch schon etwas Englisch lernen, war Iashvili überzeugt. 

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ChessBase -CEO Rainer Wosin und Akakis Iashvili vereinbarten daraufhin eine Kooperation auf dem Gebiet des Schulschachs in Georgien. 

Im Rahmen seines Besuchs stellt sich Akakis Iashvili auch für ein kurzes Interview zur Verfügung (s.u.) und sprach über die große Popularität des Schachs in Georgien, hervorgerufen durch das Wirken von Genrich Gasparjan und die Erfolge der georgischen Weltmeisterinnen Nona Gaprindashvili und Maia Chiburdanidze. Außerdem gab er einen Ausblick auf die Schacholympiade für Menschen mit Behinderung, die zeitgleich mit der Schacholympiade dieses Jahr in Usbekistan stattfinden wird. Akakis Iashvili ist International Arbiter und International Organizer und ist in der FIDE auf in verschiedenen Funktionen aktiv.

Genrich Gasparjan (1910 bis 1995) war in den frühen 1930er Jahren der beste Spieler von Georgien und machte sich zudem als Studienkomponist einen Namen. 1936 siedelte er nach Jerevan, Armenien, um und wurde auch armenischer Landesmeister. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Gendrich Gasparjan als Schachtrainer in Jerewan, in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren auch wieder in Tiflis.

Nona Gaprindshvili gewann 1962 den Weltmeistertitel der Frauen und behielt diesen bis 1978, als sie von Maia Chiburdanidze im Wettkampf besiegt wurde. Nona Gaprindashvili war die erste Frau überhaupt, die von der FIDE Großmeister (GM) erhielt. In Georgien genießt sie bis heute große Anerkennung und ist eine wichtige Person des öffentlichen Lebens. 

Maia Chiburdanize war von 1978 bis 1991 Weltmeisterin der Frauen. Sie führte über Jahrzehnte die sowjetische, dann georgische Frauen-Nationalmannschaft an und gewann 13 Mannschaftsmedaillen, darunter neunmal Gold, und vier individuelle Goldmedaillen.

Neben den beiden Weltmeisterinnen genoss auch Nana Alexandria, mehrfache Vizeweltmeisterin, große Beliebtheit in Georgien und der Sowjetunion. 

Jüngere Spielerinnen setzen bis heute die große Tradition georgischer Spielerinnen fort. In der Rangliste der spielstärksten Spielerinnen nimmt Georgien hinter den China, Indien und der Ukraine den vierten Platz ein.

Der georgische Schachverband entstand in den 1930er Jahren aus dem Schachklub von Tblissi heraus. In den späten Jahren der Sowjetunion wurde in Tblissi ein Schachpalast gebaut.

Kurzes Interview mit Akaki Iashvili


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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