Clutch Chess: Carlsen und So im Vorteil

von Klaus Besenthal
07.06.2020 – Beim "Clutch Chess Champions Showdown", dem online ausgetragenen 10+5-Rapidturnier des Saint Louis Chess Clubs, ist gestern die erste Hälfte der Viertelfinalpartien zwischen Magnus Carlsen und Jeffery Xiong bzw. Wesley So und Maxime Vachier Lagrave gespielt worden. Nach sechs von zwölf Partien steht es gemäß der speziellen Zählweise bei diesem Turnier 4,5:3,5 für Carlsen gegen Xiong bzw. 5,5:2,5 für So gegen Vachier-Lagrave. Diese Matches werden am Montag beendet; heute starten zunächst die Viertelfinals zwischen Grischuk und Aronian bzw. Dominguez und Caruana (ab 20 Uhr hier live).

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2020 Clutch Chess International

Übersetzt man "to clutch something" mit "etwas ergreifen" oder "etwas packen", dann ist im Zusammenhang mit diesem Turnier damit wohl gemeint, dass man in den Partien Nummer 5, 6, 11 und 12 eines Matches jeweils eine besondere Chance "ergreifen" kann: Bei den Partien 5 und 6 zählen die Punkte doppelt, bei den Partien 11 und 12 tun sie dies gar dreifach. Jeffery Xiong, der die ersten drei Partien gegen Magnus Carlsen verloren hatte und folglich 0:3 zurückgelegen hatte (Partie 4 hatte ein Remis ergeben), "packte" seine Chance in Partie 5 beim Schopfe: Durch den Gewinn dieses einen Spiels machte Xiong aus einem klaren Drei-Punkte-Rückstand gegen den Weltmeister einen äußerst knappen von nur noch einem Zähler.

"Clutch"-Partie 5 ging so:

 

Wesley So besitzt gegen Maxime Vachier-Lagrave tatsächlich einen Drei-Punkte-Vorsprung. Dabei half ihm - natürlich! - ein Sieg in der fünften Partie:

 

Stand / Spielplan

Partien

 

Turnierseite



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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