Corona-Virus in Schach halten

von ChessBase
03.03.2020 – Der Corona Virus hat inzwischen auch Europa erreicht und die ersten Großveranstaltungen wurden abgesagt. Auch in der Schachwelt macht man sich Sorgen. Der Deutsche Schachbund hat nun Empfehlungen zur Verminderung des Ansteckungsrisikos veröffentlicht.

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Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus hält die Welt in Atem, auch die Schachwelt. Für Ding Liren, der aus China zum Kandidatenturnier nach Jekaterinburg anreist, gelten besondere Quarantäne-Bestimmungen. 

Bei internationalen Schachturnieren kommen Schachfreunde aus der ganzen Welt zusammen. Betroffen ist auch die Bundesliga, in der viele internationale Spieler aktiv sind und bei den Wettkämpfen zusammen treffen.

Traditionell geben sich die Spieler vor und nach der Partie die Hand. In seinen Empfehlungen zur Minimierung des Ansteckungsrisikos rät der der Deutsche Schachbund, darauf vorübergehend zu verzichten.

Pressemitteilung

EMPFEHLUNGEN ZUR MINIMIERUNG DER VERBREITUNG DES CORONAVIRUS BEI SCHACHVERANSTALTUNGEN

Das Präsidium des Deutschen Schachbundes verfolgt die fortschreitende Verbreitung des Coronavirus (Sars-Cov-2) aufmerksam und empfiehlt in Abstimmung mit dem Bundesturnierdirektor und dem Vorsitzenden der Schiedsrichter-Kommission folgende prophylaktische Maßnahmen für die Organisation und Durchführung von Schachveranstaltungen in Deutschland:

  • Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes für die Durchführung von Großveranstaltungen sollten befolgt werden.
  • Auf das Händeschütteln vor der Partie sollte zugunsten eines freundlichen Zunickens verzichtet werden.
  • Angebot und Annahme von Remis sollte durch das deutlich sichtbare Kreuzen der Zeigefinger signalisiert werden.
  • Aufgabe sollte durch das Niederlegen des Königs signalisiert werden.

Diese Empfehlungen wurden am 29.02.2020 beschlossen und bleiben bis auf Weiteres in Kraft.

Die Bundesliga e.V. schließt sich diesen Empfehlungen (s.u.). Zur Zeit wird aber davon ausgegangen, dass die Bundesliga-Doppelrunde am 14./15. März ordnungsgemäß stattfinden kann. 

Empfehlungen beim Deutschen Schachbund...

Mitteilung der Schachbundesliga...

 


Die ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.

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DoktorM DoktorM 06.03.2020 07:51
Die saisonale Grippe ist etwas völlig anderes als das Coronavirus. Die Experten vermuten eine Pandemie, die sich um Jahreszeiten wenig kümmert. So wie die großen Pandemien im 20. Jahrhundert.
Man muss nichts dramatischer darstellen, als es ist. Das, was die Experten bisher über das neue Virus wissen (das ist noch nicht so viel), reicht aus, um die Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sehr viele Menschen werden sich mit dem neuen Virus infizieren, vergleichsweise wenige werden (ernsthaft) krank. Das leistet der Verbreitung noch Vorschub. Ein exponentielles Wachstum sieht am Anfang immer wenig eindrucksvoll aus. Warten wir es ab. Rein mathematisch kann man im Moment in Deutschland mit einer Verdopplung der Infizierten alle zwei Tage rechnen. Wir können es überprüfen: Für Sonntag erwarte ich 1000 Infizierte, Ende der Woche um die 5000. Und eine Woche darauf dann weit über 50000. Lassen wir die Praxis entscheiden.
Chessiszen Chessiszen 06.03.2020 12:56
@ R700 Ja, ist mir bekannt...Sehr viele werden sich noch anstecken und überstehen. Ähnlich wie die Grippe. Kommt und geht auch wieder.
R700 R700 06.03.2020 12:32
@Chessiszen Die Realibilitätskoeffizienten der Tests sind Ihnen sicherlich ebgenso gut bekannt wie die Rate der Reinfizierten, die Krankheitsdauer, die Qualität einer mehrphasigen Epidemie (Drucksache des Deutschen Bundestages 17/12051, SW.55) und deren Trägerqualität sowie die von Haustieren. Das Wuhan-Gambit könnte eine interessante Neuerung beinhalten. Abgerechnet wird zum Schluß.
Chessiszen Chessiszen 06.03.2020 08:25
@DoktorM Sogar wenn man sich anstecken sollte, ist das kein Todesurteil. Die ersten werden ja schon wieder entlassen.
Der Virus ist nur evtl.gefährlich für Leute die bereits angeschlagen sind oder bereits höheres Alter haben.
Sie dramatisieren die ganze Sachlage. In ein paar Wochen ist das ganze erledigt. Denn der Virus verträgt keine Wärme.
R700 R700 05.03.2020 11:29
@DoktorM ich kann den youtube Kanal Roylab Stats (live stream mit Daten, Karten und gelegentlich wertvollen Links) empfehlen. Der Weltkarte ist mit Neigung zu strategischen Spielen und geopolitischem Hintergrundwissen ist vieles zu entnehmen, und wir werden vermutlich einstürzende Weltbilder en masse begleiten dürfen.
DoktorM DoktorM 05.03.2020 07:50
@Chessiszen Es wird von vielen verharmlost. Z.B. von den Veranstaltern von Konzerten, Ausstellungen oder Schachturnieren. Hauptsache, die eigene Veranstaltung wird durchgezogen. Ob dann ein bis zwei Wochen später sich Menschen infiziert haben, interessiert die offensichtlich nicht. Es geht auch anders. Vorsorglich sind einige Messen abgesagt worden. Trotz eines Millionenschadens für die Veranstalter, die Teilnehmer und die Zulieferer. Im Moment muss man extrem vorsichtig sein. Vor einer Woche hat ein Experte vorgeschlagen, die Schulen für zwei Wochen zu schließen. Das ist genau das, was viele unter extremer Vorsicht verstehen. Die Politiker haben das bis heute noch nicht verstanden.
R700 R700 05.03.2020 02:26
Es gibt im Wuhan-Gambit den L strain und den S strain. Der erstere infiziert 70 Prozent der Infizierten. Das ist der mit der schwereren Verlaufsform, die zweite Variante wird als milde betitelt. Beide sind multiphasisch, so daß wir mit Wellen zu rechnen, die in der Ausbreitungsphase exponentiell wachsen.
Chessiszen Chessiszen 05.03.2020 08:07
@DoktorM die Situation wird überhaupt nicht verharmlost. Supermärkte leer kaufen, Kassiererinnen mit Handschuhen...das ist quatsch. Die Leute tun so, als ob morgen das Wasser abgedreht und für ganz Deutschland eine Ausgangssperre verhängt wird.
Der Virus ist für bereits kränkliche Menschen gefährlich.
Ansonsten reicht gründlich Händewaschen.
DoktorM DoktorM 04.03.2020 10:15
Alle Kontakte, die aktuell nicht notwendig sind, helfen, das Virus einzudämmen. Was zwei infizierte Menschen in einer Karnevalsveranstaltung anrichten können, sollte Warnung genug sein. In Deutschland stehen wir erst am Anfang der Epidemie. Die Situation wird von vielen verharmlost und relativiert, weil sie es nicht besser wissen (wollen). Dabei kann sich jedern bei Experten informieren. Viele Veranstaltungen werden regelrecht durchgezogen und die Folgen ignoriert. Schachturniere gehören dazu. Andererseits wird auch übertrieben, aber nicht von Experten. Sich aktuell mit etwas mehr haltbaren Lebensmittel einzudecken, ist sinnvoll. Masken zu kaufen, ist für die meisten Menschen herausgeworfenes Geld. Noch schlimmer: Die Masken, die schützen, brauchen diejenigen, die mit möglicherweise Infizierten engeren Kontakt haben.
R700 R700 04.03.2020 05:35
Das Leben ist eine Reise ohne Rückfahrt. Viele bleiben auf der Strecke. Nur die Harten kommen in den Garten. Ich würde nach der derzeitigen Datenlage weder veranstalten noch spielen mögen.
Chessiszen Chessiszen 04.03.2020 01:04
@schachkauf Was hat das jetzt mit Corona zu tun?
schachkauf schachkauf 04.03.2020 12:00
Beim Grenke wird ohne Increment gespielt. Würde mich mal interessieren, ob die genügend Schiedsrichter für die sehr sicher an vielen Brettern zu erwartende Zeitnotphase haben.
Chessiszen Chessiszen 04.03.2020 08:10
Ja, das würde mich auch mal interessieren, ob das Grenke abgesagt wird ?
R700 R700 04.03.2020 07:49
Alles läßt sich regeln, ob das Regelwerk praktisch oder spielfeindlich ist, wird sich zeigen, wenn Spieler 1 blind, einarmig vergipst und Spieler 2 taub ist. Da ist dann die Expertenkommission der FIDE am Zug.
Thomas_Binder Thomas_Binder 03.03.2020 09:31
Wieso soll ich ein Remisgebot mit gekreuzten Fingern anzeigen? Das ist doch sowieso nicht mit Körperkontakt verbunden sondern einfach sprachlich. Auch bei der Annahme genügt ja eine verbale Ansage.
ebit ebit 03.03.2020 07:57
Wie sieht es mit dem Grenke Open aus, ca. 2000 Teilnehmer aus aller Herren Ländern?
R700 R700 03.03.2020 05:20
Für promovierte Soziophobiker ist das kein Problem. Herr Spahn wird uns schon sein Hirn einimpfen.
tullo tullo 03.03.2020 04:28
Und bitte auf zwei Brettern spielen, das verhindert das die Spieler die selben Figuren anfassen. ;-)
R700 R700 03.03.2020 04:24
und wer macht dann das Licht aus?
schachkauf schachkauf 03.03.2020 04:21
Den Empfehlungen folgend, wird es in der nächsten Zeit im Blindenschach keine Remispartien geben.
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