Zum Jahresbeginn bietet sich ein Blick zurück auf die Höhepunkte des Schachjahres 2025 an. Einer der auffälligsten Aufsteiger ist Yagiz Kaan Erdogmus. Der 14-Jährige aus Bursa in der Türkei rückte auf Platz zwei der Juniorenrangliste vor, nachdem Spieler der Jahrgänge 2005 und früher – darunter auch Praggnanandhaa – zum 1. Januar aus dieser Wertung ausgeschieden sind. Erdogmus ist der jüngste Spieler unter den Top 20 dieser Liste.
Im Verlauf des Jahres erzielte Erdogmus mehrere starke Resultate. Bei der Europameisterschaft kam er auf 8 Punkte aus 11 Partien, beim TePe Sigeman Tournament holte er 4 aus 7. In Marseille gewann er einen auf sechs klassische Partien angesetzten Wettkampf gegen Peter Svidler mit 3,5:2,5 (+1, =5, −0).
Sehr stark spielte er auch beim FIDE Grand Swiss in Samarkand. Als Nummer 52 der Setzliste landete er am Ende mit 6 Punkten aus 11 Partien und einer Elo-Performance von 2721 auf Platz 28. Dabei gelangen ihm Siege gegen Aleksandra Goryachkina, Aditya Mittal und Levon Aronian.
Für Aufsehen sorgte vor allem sein Sieg gegen Aditya Mittal in Runde vier. Daniel King analysierte die Partie auf seinem YouTube-Kanal Power Play Chess und gab ihr den Titel „The Turkish Immortal“. Die Schlusskombination war spektakulär, doch der taktische Schlagabtausch begann schon deutlich früher.
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