Das Kandidatenturnier für Zeitleser

von ChessBase
22.04.2021 – Ullrich Stock, der Jazz- und Schachbeauftragte der Wochenzeitung "Die Zeit", weiß worüber er schreibt, besonders wenn er über Schach schreibt. Er ist selber aktiver Turnierspieler. Aber in seinen geistreichen Kolumnen vergisst er auch nie die Leser, die nicht so tief in der Materie drin stecken und erklärt ihnen, was in den Köpfen der Schachspieler vorgeht.

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Wenn Ulrich Stock über die großen Turniere berichtet, Weltmeisterschaften oder Kandidatenturnier, dann ist er am liebsten vor Ort und ganz nah dran. Mit etwas Glück findet man an den Turnierorten auch erstklassige Gegner für Blitzschachduelle, andere Journalisten oder auch Sekundanten.

Der Schachexperte der Zeit hat schon zahlreiche Weltmeisterschaftskämpfe besucht und ist dafür durch die Welt gereist. Im Moment geht das schlecht. 

"Natürlich gibt es Reporterinnen, die gern aus Jekaterinburg berichtet hätten, etwa aus den Niederlanden, den USA, Portugal, Österreich oder Deutschland, aber das Virusgeschehen mit seinen sich täglich ändernden Testvorschriften und Hygienebestimmungen hat alle Bereitwilligen abgeschreckt. Unvergessen ist ihnen das Schicksal des Spaniers Leontxo García, der es im vergangenen Jahr in der aufziehenden Pandemie zwar nach Jekaterinburg geschafft hatte, aber in seinem Hotelzimmer festgesetzt wurde, das er erst zur Abreise wieder verlassen durfte, zwei Quarantänewochen später, als das Turnier abgebrochen wurde."

Aber "ganz nah dran" ist Ulrich Stock in seinen Reportagen zu den Runden des Kandidatenturniers trotzdem.

Wiederaufnahme des Kandidatenturniers

Ein sehr, sehr lange Halbzeitpause...

Nach zwölf Monaten, drei Wochen und zwei Tagen beginnt die Rückrunde des Kandidatenturniers in Jekaterinburg. Wer darf Schachweltmeister Magnus Carlsen herausfordern?

Runde 8

Die Partie zwischen Fabiano Caruana und Maxime Vachier-Lagrave in der 8. Runde war ganz nach dem Geschmack des Taktikkünstlers Ulrich Stock:

"Der Italoamerikaner Fabiano Caruana entscheidet sich am Montagnachmittag zur besten Kaffeezeit für das Gegenteil. Er holt den Vorschlaghammer heraus und schlägt aus dem Stand auf sein Gegenüber ein, den Franzosen Maxime Vachier-Lagrave. Ein Bauernopfer, ein zweites Bauernopfer, ein drittes, dann noch eine Figur hinterher, Kaffeehausschach wie im 19. Jahrhundert, zur atemlosen Freude des weltweit übers Netz zuschauenden Publikums."

Kaffeehausschach, rechnergestützt...

Eine Partie, die im 19. Jahrhundert beginnt und im 21. Jahrhundert endet. Beim Kandidatenturnier gibt es Kampfschach zwischen wilder Romantik und kühler Technik.

Runde 9

Das Schmatzen des Magnus Carlsen...

Wer wird den Schachweltmeister herausfordern? Das fragt er sich selbst auch – und schaut den Kandidaten bei ihren Versuchen genüsslich zu.

Runde 10

Schach ja, aber niemand ist da...

Über einen Sportarzt aus Finnland und Pressekonferenzen ohne Presse. Wie die Viren und die Veranstaltenden die Berichterstattung vom Kandidatenturnier erschweren.

 

Die Artikel in der Zeit zum Kandidatenturnier...

 


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