Das neue Schach-Magazin 64 ist da – Abdusattorov gewinnt das Tata Masters

von Stefan Liebig
28.02.2026 – Traditionell steht die zweite Januarhälfte ganz im Zeichen des Traditionsturniers in Wijk aan Zee. Entsprechend steht auch ein sehr umfangreicher Beitrag von GM Ian Rogers im Zentrum der März-Ausgabe des Schach-Magazin 64. Die Reportage des langjährigen Mitarbeiters zeichnet nicht nur den Turnierverlauf nach und analysiert die wichtigsten Partien, sie verrät auch noch, was es mit der Demo zu Turnierbeginn und 500 gestohlenen weißen Königen auf sich hat ... | Foto: Lennart Ootes / FIDE

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FRITZ 20: Ihr persönlicher Schachtrainer. Ihr härtester Gegner. Ihr stärkster Verbündeter. FRITZ 20 ist mehr als nur eine Schach-Engine – es ist eine Trainingsrevolution für ambitionierte Spieler und Profis. Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des ernsthaften Schachtrainings machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ 20 trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.

Nach drei Jahren voller Enttäuschungen hat der 21-jährige Nodirbek Abdusattorov die 88. Auflage des Tata Steel Superturniers im niederländischen Küstenort Wijk aan Zee gewonnen. 
2023 verpasste Abdusattorov den ersten Platz nur um einen halben Punkt. 2024 verpasste er den Titel jedoch schließlich im Tiebreak. Letztes Jahr war es das indische Schlusslicht Arjun Erigaisi, der Abdusattorov in der vorletzten Runde besiegte und ihn damit erneut einen halben Punkt hinter den ersten Platz stieß.
Dieses Jahr überließ Abdusattorov am Finalwochenende des Turniers nichts dem Zufall.

Ein weiterer Schwerpunkt des gerade erschienenen März-Heft des Schach-Magazin 64 ist der zweite Doppelspieltag der Bundesliga im neuen Jahr in Verbindung mit dem Interview mit Sven Noppes. Außerdem im Heft:

Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. In Band 1 werden alle Eröffnungen nach 1.e4 behandelt.

Challengers: Legende gegen Superkids

Die diesjährige Ausgabe des Tata Steel Challengers stand ganz im Zeichen der Auseinandersetzung „Jugend fordert den Altmeister“ in Gestalt des legendären Vasyl Ivanchuk. „Chucky“ hatte zugesagt, sich im Challengers mit den „Wunderkindern“ messen zu wollen, den Platz im Masters, den er von Turnierdirektor Jeroen Van den Berg angeboten bekam, wollte er sich erst verdienen! Doch er musste Andy Woodward den Vortritt lassen.

Die Generalprobe für das Kandidatenturnier

Vor dem Turnier freute Matthias Blübaum sich in einem Interview mit Fiona Steil-Antoni, dass er nach acht Jahren wieder nach Wijk aan Zee eingeladen wurde und dort ähnlich starke Gegner wie im Kandidatenturnier bekommen würde. Damals belegte er beim Challengers einen Mittelplatz. Diesmal war er beim Masters an Position 12 von 14 Teilnehmern gesetzt. Wijk ist mit seinen 13 Runden eines der längsten internationalen Turniere. Übertroffen wird es nur vom Kandidatenturnier mit 14 Partien. Matthias konnte also seine Fitness und Zähigkeit testen.

Der Kurs zeigt klare Figurenaufstellungen, zentrale Schlüsselfelder und typische Mittelspielpläne. Mit vielen Beispielen und einem Übungsteil lernen Sie, systematisch Druck aufzubauen – für ein modernes Italienisch-Repertoire auf Turnierniveau.
Die italienische Partie ist eine der ältesten und zugleich modernsten Eröffnungen der Schachgeschichte. Lange Zeit als harmlos angesehen, ist es heute fester Bestandteil der Weltelite und aus der Turnierpraxis nicht mehr wegzudenken. In diesem Kurs erklärt Harald Schneider-Zinner warum gerade diese ruhigen Hauptvarianten enormes strategisches Potenzial bieten – für Weiß wie für Schwarz.
Kostenloses Beispielvideo: Einführung
Kostenloses Beispielvideo: Italienischer Springer

Halbzeit in der Bundesliga, die Spieltage 7 und 8

Die Bundesliga geht in ihre heiße Phase. Im Februar werden gleich zwei Doppelrunden ausgetragen, durch die Vorverlegung der Runden 11 und 12 auf Anfang Januar ist der Spielplan etwas durcheinandergeraten. So waren die Anfang Februar gespielten Runden 5 und 6 eigentlich schon die Spieltage 7 und 8.

Multitalent des Rekordmeisters sieht sich nicht als Pep Guardiola

Sven Noppes hat fast sein gesamtes Berufsleben mit Banken und Finanzdienstleistungen verbracht – doch seit Anfang 2023 schlägt sein Herz auch unternehmerisch klar fürs Schach. Hartmut Metz führte ein ausführliches Interview mit dem vielseitig aktiven Schachförderer und -unternehmer. 

In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben!
In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, als in der entscheidenden Situation eine Gewinnkombination zu verpassen und damit den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben. Es ist also eminent wichtig, Taktik richtig zu trainieren - und Master Class Taktik bietet Ihnen dazu das perfekte Werkzeug! Auf diesem Fritztrainer hat IM Oliver Reeh seine Favoriten aus der CBM-Kolumne „Taktik Total“ Ausgaben 219 bis 227 für Sie zusammengestellt.
Kostenloses Videobeispiel: Einführung
Free sample video: Kennen Sie Archangelsk? / Sukovic - Kazakousky

Und sonst?

  • DSAM in Ingolstadt
  • Buch- und Videokursrezensionen
  • Test und Training
  • Schachschule: ...d5-Vorstoß im Maroczy-Sizilianer
  • 37. Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn

DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.

Weitere Turnierberichte aus aller Welt mit Hintergründen und den aufregendsten Partien, spannende Endspielanalysen, knifflige Taktikaufgaben und viele weitere Themen machen die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 wieder äußerst lesenswert ...  

Hier ein ausführlicher Blick in den Inhalt des neuen Hefts:

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  •  Zugriff auf die ChessBase Online-Datenbank mit mehr als 13 Millionen Partien: Suchen Sie nach Spielern, Stellungen, Eröffnungen etc.
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  • Analysieren Sie Ihre Partien mit der eingebauten Engine
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  • 300 Eröffnungsübersichten mit Repertoirevorschlägen: Einsteigen in neue Systeme!
  • Eröffnungsvarianten trainieren mit drei Modi.
  • Erweiterte Notation: Fügen Sie Kommentare, Symbole, Varianten, Pfeile und Markierungen zu Ihren Partien hinzu
  • Erweiterte Freigabeoptionen: Teilen Sie Partien und Stellungen per Link, Bild, GIF, FEN oder QR-Code
  • PGN-Kompatibilität: Hoch- und Herunterladen von Spielen oder Datenbanken als PGN-Dateien


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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