Der FIDE-Wahlkampf

von André Schulz
14.08.2018 – Während der kommenden Schacholympiade in Batumi treffen sich die Delegierten der FIDE zu ihrer Generalversammlung und wählen ein neues FIDE-Präsidium. Kirsan Ilyumzhinov tritt nicht mehr an. Zur Wahl stehen Georgios Makropoulos, Nigel Short und Arkady Dvorkovich. Der Wahlkampf ist in vollem Gange und wird wie üblich mit harten Bandagen geführt.

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Der Wahlkampf für die kommende Präsidumswahl ist in vollem Gange. Erstmals seit vielen Jahren gibt es nicht nur zwei, sondern drei Kandidaten: Georgios Makropoulos, Nigel Short und Arkady Dvorkovich (in chronologischer Reihenfolge ihrer Erklärungen der Kandidatur). Der bisherige langjährige Amtsinhaber Kirsan Ilyumzhinov tritt nicht mehr an. Das US-Schatzamt hatte ihn wegen seiner Beteilung an der russischen Financial Alliance Bank und den Geschäften dieser Bank mit der syrischen Regierung auf eine Boykott-Liste gesetzt. Dies war auch mit großen Nachteilen für die FIDE verbunden. Das Konto des Weltschachbundes wurde wegen ihres Präsidenten von der Schweizer UBS gekündigt und die FIDE fand trotz intensiver Bemühungen keine andere Bank die bereit war, ein Konto der FIDE zu führen. Zuvor hatte das FIDE-Präsidium sich noch lange bemüht, Ilyumzhinov zum Rücktritt zu bewegen, doch der ehemalige Kalmückische Präsident, seit 1995 im Amt als FIDE-Präsident, hielt an seinem Amt fest. Ursprünglich wollte er sich sogar zur Wiederwahl stellen, sah dann aber doch noch ein, dass seine Zeit abgelaufen ist.

Die FIDE wird also ab Oktober in jedem Fall einen neuen Präsidenten haben. Alle drei Kandidaten sind in der Schachwelt bestens bekannt.

Georgios Makropoulos war über lange Jahre der stellvertretende Vizepräsident von Kirsan Ilyumzhinov und leitete de facto die Geschäfte, während Ilyumzhinov zuletzt vor allem repräsentativ unterwegs war. 

Großmeister Nigel Short war 1993 der Herausforderer von Garry Kasparov, ist langjähriger Kritiker des FIDE-Präsidiums und hat bei den letzten Wahlen, vor vier und vor acht Jahren zusammen mit Kasparov die Opposition in der FIDE und Karpov und Kasparov bei ihren Kandidaturen unterstützt.

Arkady Dvorkovich ist der Sohn des bekannten Schach-Schiedsrichters Vladimir Dvorkovich. Er war von Mai 2012 bis Mai 2018 Stellvertretender Ministerpräsident von Russland, gehörte dem Aufsichtsrat des Russischen Schachverbandes an, war Vorsitzender des Organisationskommitees des Wettkampfes Carlsen-Anand, 2014 in Sotschi und war zuletzt für die Organisation der Fußball-WM in Russland verantwortlich.

Alle drei Kandidaten scharen derzeit Federationen und Verbände um sich, die sie für die Wahl unterstützen wollen oder sollen. Jede Stimme ist hier bekanntemaßen gleichermaßen bedeutsam, denn jede Stimme hat später beim Auszählen das gleiche Gewicht, egal ob sie vom Vetreter Antigua-Barbudas (Nr. 178 der FIDE-Länderliste mit zwei gewerteten aktiven Spielern) oder von den Delegierten der USA, Russlands, Chinas oder eines anderen aktiven großen Verbandes abgegeben wird. 

Es ist offensichtlich, dass dieses System der völligen Gleichbewertung der Verbände, unabhängig von ihrer Mitgliedszahl, absurd ist. Eine Änderung des Stimmengewichts der einzelnen Verbände abhängig von ihrer Bedeutung für das Schachleben und von der Schachaktivität in den jeweilen Ländern müsste bei allen drei Kandidaten eigentlich an erster Stelle der Agenda stehen - dann hätten sie allerdings bei der Wahl keine Chance.

Wie in den Wahljahren zuvor wird auch der Wahlkampf 2018 mit lauten Getöse und gegenseitigen Korruptionsvorwürfen geführt, die sich für Außenstehende schlecht überprüfen lassen und die wir hier nicht im Detail wiedergeben möchten. Wer sich einlesen möchte, dem seien die entsprechenden Twitter Accounts der Kandidaten als Lektüre empfohlen. Der kürzlich auf der englischen ChessBase-Seite veröffentlichte Artikel des englischen Journalisten Tim Wall vermittelt ebenfalls einen kleinen Eindruck, über die Aktivitäten im Hintergrund. 

Im Folgenden sind die Programme oder Erklärungen der Kandidaten in deutscher Übersetzung wiedergegeben.

 

Georgios Makropoulos (Griechenland)

Ticket:

Stellvertreter: Malcolm Pein (England)
Generalsekretär Sundar Damal Villivalam (Indien)
Vizepräsidenten: Martha Fierro (Equador), Chitalu Chilufya (Sambia)
Schatzmeister: Adrian M Siegel (Schweiz)

Da die FIDE-Wahlen am 3. Oktober näher rücken, freuen wir uns, den Start unserer Kampagnen-Website "FIDE Forward" bekannt zu geben. Zusammen mit unseren Social-Media-Konten wird es unser Hauptwerkzeug für die direkte Kommunikation mit allen FIDE-Delegierten und für die Förderung der Prinzipien und Werte unseres Teams sein.

Am 4. Juli wurden die drei konkurrierenden Tickets von der FIDE angekündigt, zusammen mit der Liste der Präsidenten der Föderation, die jedes Ticket nominierten. Die Zahlen bestätigen, was bereits in unserer Organisation und der internationalen Schachgemeinschaft bekannt ist: dass die Nationalen Schachverbände die Praxis von "Geld für Kontrolle" nicht tolerieren und stattdessen unser Hauptprinzip "Würde vor Geld" wählen.

Die Verbände, die jeden Kandidaten nominierten, waren am 4. Juli wie folgt:

Ticket

Präsidenten, die das Ticket nominierten

Ticket von Georgios Makropoulos

64 Verbandspräsidenten

Ticket von Arkady Dvorkovich

3 Verbandspräsidenten

Ticket von Nigel Short

6 Verbandspräsidenten

Wir sind in der angenehmen Lage zu bestätigen, dass zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung, am 26. Juli, die Anzahl der Verbände, die unser Ticket nominiert haben, auf mehr als 80 gestiegen ist und wir zuversichtlich sind, dass wir die Wahlen in der ersten Runde gewinnen werden!

Wie erwartet, versuchten unsere Gegner, einige Schach-Websites und die russische Presse, das Ausmaß unserer öffentlichen Unterstützung herunterzuspielen und sogar vollständig aus ihren Berichten zu eliminieren. Der Russische Schachbund hat diese Praxis zu einem Extrem geführt und nur erwähnt, dass der russische Kandidat von 13 Föderationen nominiert wurde, ohne zu erwähnen, dass wir 64 Nominierungen als Unterstützung haben.

Die überwältigende Unterstützung, die wir erhalten haben, hat Arkady Dworkowitsch gezwungen, alles zu tun, um die ihm aus dem Kreml erteilte Anweisung zu erfüllen: die FIDE um jeden Preis unter russische Kontrolle zu bringen. Plötzlich erfahren wir von Einladungen zur Fußballweltmeisterschaft für bestimmte Delegierte aus Afrika, natürlich mit Übernahme der Kosten. Es gibt kostenlose Charterflüge für Afrikaner und Delegationen aus Amerika zur Schacholympiade, afrikanische Schachforen sind voll mit Meldungen, dass man mit 100.000 Euro "afrikanische Träume" kaufen kann.

Wir haben zahlreiche Interventionen von russischen Regierungsbeamten und Botschaftern beobachtet, die Unterstützung für Dvorkovich forderten und die Nationalen Olympischen Komitees und Ministerien verschiedener Länder bedrängten. Dies ist natürlich eine wesentliche Einmischung durch eine ausländische Regierung in die inneren Angelegenheiten der nationalen Sportverbände und in den Wahlprozess einer unabhängigen internationalen Organisation. Damit wird man sich noch beschäftigen, denn dies ist eine klare Verletzung der IOC- und FIDE-Prinzipien.

Was heute auf dem Spiel steht, ist die politische und finanzielle Unabhängigkeit der FIDE von jeder ausländischen Regierung. Arkady Dvorkovich ist mit seiner Kandidatur die Fortsetzung der alten Praxis "Money for Control" und leider ist die FIDE heute in Gefahr, das Werkzeug einer bestimmten Regierung zu werden, die damit ihre geopolitischen Ziele zu erreichen möchte - Ziele, die nichts mit Schach zu tun haben.

In den letzten zwei Jahren haben wir mit Georgios Makropoulos als amtierendem Präsidenten bewiesen, dass sich die FIDE zu einer stabilen und gesunden Organisation entwickeln kann. Die finanziellen Reserven FIDE haben durch unsere harte Arbeit und großes Engagement einen Höchststand von 1,7 Millionen Euro erreicht. Wir erwarten, dass die Reserven bis zum Ende des Jahres sogar 2,2 Millionen Euro erreichen werden. Das gesamte Präsidium und der Vorstand der FIDE sowie die Mitglieder des FIDE Forward Tickets haben ihre Integrität unter Beweis gestellt, indem sie der "Money for Control" Logik den Rücken gekehrt haben und alle notwendigen Entscheidungen getroffen haben, um die FIDE finanziell gesund und unabhängig zu halten.

Leider gibt es einige, wie so oft, die nach der Ankündigung von Arkady Dvorkovichs Kandidatur dem Geruch von leicht verdientem Geld folgen und versuchen, finanzielle Angebote für sich selbst auszuhandeln. Es gibt Ankündigungen im Internet, die zur "Aushandlung" von Stimmen und anderen zwielichtigen Handlungen aufrufen. Diese Leute sind die gleichen, die von uns erwarten, dass unser Team ehrlich sein würde (und wir sind es!), damit sei selber unehrlich sein und ihre unangemessenen Deals aushandeln können.

Wir werden bis zum Ende ehrlich bleiben und wir werden für die finanzielle und politische Unabhängigkeit der FIDE kämpfen und diese sichern, so dass jeder einzelne Delegierte stolz darauf sein wird, ein Mitglied unserer Organisation zu sein. Das ist unser Traum. Du kannst keine Träume kaufen, du solltest für sie arbeiten!

 

 

Nigel Short (England)

Ticket:

Stellvertreter: Lukasz Turlej (Polen)
Generalsekretär Ruth Haring (USA)
Vizepräsidenten Olalekan Adeyemi (Nigeria), Paul Spiller (Neuseeland)
Schatzmeister: Panu Laine (Finnland)

Als Präsident der FIDE werde ich es als meine Pflicht ansehen, die folgenden Themen anzusprechen:

1. Wiederherstellung des Ansehens der FIDE

2.Das kommerzielle Sponsoring von seinem erbärmlich niedrigen Niveau anzuheben, bei gleichzeitiger Senkung der Gebühren, um so die FIDE von einer Organisation, die von den nationalen Verbänden unterstützt wird, in eine Organisation zu verwandeln, die die nationalen verbände unterstützt.

3. Einführung von maximal möglichen Amtszeiten.

4.Abschaffung der Proxies.

5. Die Schlüsselorgane wie die Kommission für Wahlen und Ethikkommssion  unabhängig zu machen.

6. Ein Minimum an Kontrolle von den Verbänden verlangen (Status, Ämter, Wahlen), damit nicht unrepräsentative Personen ohne oder mit wenig Schachbezug Wahlen beeinflussen können. 

7. Ärmere Verbände unterstützten, die die Anforderungen erfüllen.

8. Die ungezügelte Korruption beenden, bei der Ämter für politischen Gehorsam vergeben werden.

9. Einführung eines Registers, in dem die finanziellen Beteiligungen der Präsidiumsmitglieder eingetragen werden.

10. Beendigung der gescheiterte Agon-Vereinbarung

Lassen Sie uns gemeinsam den Wandel einleiten.

 

Arkady Dvorkovich (Russland)

Ticket:

Stellvertreter: Bachar Kouatly (Frankreich)
Generalsekretär Enyonam Sewa Fumey (Togo)
Vizepräsidenten: Mahir Mammadov (Aserbaidschan), Julio Granda (Peru)
Schatzmeister: Zhu Chen (Katar)

Ich kandidiere für das Amt des FIDE-Präsidenten mit einem klaren Ziel - die FIDE den höchsten Standards an Professionalität, Effizienz und Transparenz anzupassen. Die FIDE sollte zu einer weltweit beachteten und respektierten Organisation werden, die Schach auf der ganzen Welt fördert und zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaften beiträgt. Da ich von Kindheit an tief mit dem Schach verbunden war, hatte ich bei vielen Gelegenheiten die Gelegenheit, bei der Förderung unseres Spiels mitzuhelfen. Meine frischen Erfahrungen als Vorsitzender des Organisationskomitees für die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland haben mir sehr geholfen, meinen Horizont zu erweitern. Ich bin bereit und willens, meine Fähigkeiten und mein Wissen einzusetzen, um die FIDE vorwärts zu bringen und Schach zu der Anerkennung zu verhelfen, die es verdient.

Lassen Sie mich einige der wichtigsten Punkte meines Programms mit Ihnen teilen:

Die FIDE-Führung wird aus Leuten bestehen, die Schach lieben und sich wirklich darum kümmern

Die Meinung der professionellen Schachspieler wird gehört, und wir werden einen funktionierenden WM-Zyklus etablieren - sowohl für Männer als auch für Frauen. Alle Top-Events und insbesondere Wettkämpfe um den Titel sollen überall auf der Welt zu verfolgen sein, um zu dauerhafte Kooperation mit den globalen Partnern zu kommen. Aber um unsere Topstars zu promoten, sollten wir auch die Veteranen nicht vergessen - die FIDE wird das Veteranenprogramm wieder aufbauen und verbessern.

Kommerzielle Partnerschaften mit globalen Unternehmen werden eine deutliche Erhöhung des FIDE-Budgets sicherstellen

Einige wichtigen Sponsoren (u. a. Gazprom, Renault, Rosatom) haben sich bereits verpflichtet, die Weiterentwicklung des Schachs in verschiedenen Regionen weiter zu unterstützen. Parallel dazu werden die Gebühren und andere Zahlungen an die FIDE durch nationalen Verbände und Akteure wesentlich verringert, da die FIDE in der Lage sein wird, ihre Einkünfte auf eine viel effizientere und respektablere Art und Weise zu erwirtschaften. Insgesamt kann mein Team den Betrag von 5 Millionen Euro jährlich für den nächsten vierjährigen Budgetzyklus garantieren, der hauptsächlich aus Unternehmenssponsoring und verbesserten Marketingaktivitäten stammt.


Die FIDE muss eine transparente Organisation werden und ihr Image muss wiederhergestellt werden.

Die Arbeit der Kommissionen muss völlig neu gestaltet werden, und sie sollte von den Fachleuten ungeachtet ihrer politischen Ansichten geführt werden. Wir müssen neue Märkte für das Schach öffnen, und die FIDE muss eine führende Rolle bei der Förderung des Schachspiels spielen. Die FIDE-Zentrale wird in die Schweiz verlegt, um eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Organisationen und globalen Partnern zu erreichen.

Die FIDE-Generalversammlung sollte jedes Jahr stattfinden.

Alle Verbände müssen ihre Meinung äußern können, und die FIDE-Führung muss bereit sein, alle Fragen zu beantworten und alle Informationen über ihre Arbeit zu mitzuteilen. Die Beziehungen zu den Entwicklungsländern sollen zu einer dauerhaften Partnerschaft werden, die eine Förderung und finanzielle Unterstützung des Schachs in diesen Regionen sicherstellen soll - eine solche Zusammenarbeit soll nicht nur vor den Wahlen dauerhaft bestehen bleiben. Der FIDE-Präsident soll der Schachgemeinschaft dienen, und ungeachtet der Ergebnisse ihrer Arbeit sollen zwei Amtszeiten maximal für einen des Präsidenten festgelegt werden.

Die Zusammenarbeit mit anderen Sportverbänden ist von äußerster Wichtigkeit.

Ich habe eine Vereinbarung mit dem FIFA-Präsidenten Infantino getroffen, um die Beziehungen zwischen den zwei Organisationen enger zu gestalten, und wir haben Gespräche über mögliche Partnerschaften aufgenommen. Dazu gehört auch, dass für das Schach die Fußballakademien rund um den Globus geöffnet werden. Fußballstars könnten offizielle FIDE-Veranstaltungen besuchen - das wird in der Öffentlichkeit für mehr Interesse sorgen. Wir können die professionellen Fähigkeiten der FIFA für das eigene Marketing und die Organisation der Veranstaltungen nutzen. Wir werden auch eng mit dem IOC und anderen großen Sportinstitutionen zusammenarbeiten - denn Schach muss weltweit als Sport anerkannt werden und hat ein großes Potenzial für eine Zusammenarbeit mit anderen Sportarten.

Schach ist eine einzigartige Sportart - und kann von den modernen Technologien sehr profitieren.

Eine IT-Plattform, die alle Schachspieler vereint, soll gestartet werden - mit dem Hauptziel, unser Spiel weiter zu fördern und zusätzliche Ressourcen von Investoren und Sponsoren zu beschaffen. Der Einsatz moderner Technologien wird uns auch dabei helfen, computergestützten Betrug zu bekämpfen, der das Image unseres Spiels unterminiert und seine Zukunft gefährdet.

Gleichzeitig hilft uns unser erhöhtes Budget, das Programm "Schach in Schulen" neu zu gestalten und neu auszurichten.

Es sollte viel effizienter werden und darauf abzielen, die Bildungsprozesse zu verbessern und konkrete und messbare Ergebnisse zu liefern. Wir halten es auch für wesentlich, die Unterstützung für Schach in solchen Regionen auszuweiten, die fast ausschließlich von FIDE-Fonds abhängen.

Die Schachwelt verdient besseres, die Dinge müssen sich ändern.

Unser Team ist bereit, der globalen Schachgemeinde zu helfen, diesen Wandel zu vollziehen und neue Horizonte für unser geliebtes Spiel zu eröffnen.

 

Links:

Fide Forward (Gorgios Makropulos)...

Georgios Makropoulos bei Twitter...

 

Cleanhands4fide (Nigel Short)...

Short bei Twitter...

 

Fide 2018 (Arkady Dvorkovich)...

Dvorkovich bei Twitter...

 

 

 



Themen: FIDE, Schachpolitik

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Rainbow66 Rainbow66 15.08.2018 12:21
@ Lt Marseille:
Wer sind (außer Makropoulos) die Saboteure, wer die Anständigen? Die "Idee des kollektiven Widerstandes der Anständigen" ist Träumerei. Sie wird niemals Praxis werden. Und wenn doch, was sollte ein Turnierboykott bewirken? Neuwahlen? Wie stellt sich das "The angry Lothar" vor? Wie will er verhindern, dass wiederum die "Saboteure" gewinnen? Wen schlägt er als FIDE-Präsidenten vor? Fragen über Fragen ...
Zur Gewichtung der Stimmen:
Die geltende Regelung (Jeder Verband, ob groß oder klein, hat eine Stimme.) wird von den mitgliederstarken Verbänden immer wieder kritisiert. Aber ist das nicht Praxis auch in anderen Sportarten und in der Politik? In der UNO z.B. hat Luxemburg mit ca. 600 000 Einwohnern eine Stimme, solche "Riesen" wie China (ca. 1,4 Mrd. Ew.) und Indien (ca. 1,33 Mrd. Ew.) haben auch nur eine. Wäre es nicht gerecht, den Großen mehr als 2000 Stimmen oder Sitze zu geben? Niemand verlangt das.
Ich glaube, so schlecht wie die FIDE oft gemacht wird, ist sie nicht.
Lt Marseille Lt Marseille 14.08.2018 07:17
Was soll man hierzu kommentieren? Natürlich gewinnt Makropoulos, weil er die meisten der armen Exoten-Staaten bestochen hat. Solange sich die Welt nicht ändert, wird man diese dem Schach hoch abträglichen Saboteure nicht wegbekommen.
Eine Idee des kollektiven Widerstandes der Anständigen hätte ich allerdings: Ab dem 1.1 2019 sollte sich jeder Mensch mit GM-Titel auf der Welt (ja, das sind mittlerweile ein paar Tausend!) weigern, ein Turnier der FIDE zu spielen oder einem dieser Funktionäre auch nur die Hand zu geben. Verlieren würde er nichts. Die Top-GM sind fast alle nicht gerade mittellos, alle anderen verdienen ihr Geld in den Vereinen oder auf Open, der Rest ist bedeutungslos und könnte wenigstens durch Zivilcourage glänzen. Müsste doch machbar sein, oder?
Grüße, the angry Lothar
Krennwurzn Krennwurzn 14.08.2018 02:06
Die Wahl ist ja geheim und wen die Präsidenten trotz Vorstandsbeschluss wählen, kann niemand voraussagen.

Also ist noch alles offen und Short wird abgeschlagener Dritter - diese Vorhersage traue ich mir schon zu ;-)
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