Der Ursprung des Schachs

29.04.2002 – In der aktuellen Ausgabe des Spiegels (Ausg.18 vom 29.4.2002) wird ein sehr lesenswerter Beitrag von Philip Bethge zum wahrscheinlichen Ursprung des Schachs veröffentlicht. Die Indologin Renate Syed ist durch Vergleich persischer und indischer Quellen zur Auffassung gelangt, dass das indische catarunga, Vorläufer des heutigen Schachs, als Übungsmodell für indische Militärs um 450 n.Chr. in der nordindischen Stadt Kanauj entstand.Spiegel-online... Zusammenfassung der Forschungsergebnisse von Renate Syed...Blutiges Detail (erst ab 16 Jahren klicken)...

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Folgendes blutiges Detail aus der Frühzeit des Schachs soll nicht verschwiegen werden. Angeblich - Frau Syed verweist dies ins Reich der Legende - sollen die indischen Schachspieler auch ihre Finger verwettet haben. Wer verlor, schnitt sich einen Finger ab. Aus heutiger Sicht könnte man da an eine Art frühes Elo-System denken: Die Spieler mit neun Fingern waren die damaligen Super-GMs, schwächere Spieler zogen sich hoffentlich früh genug aus dem Turnierschach zurück. Schwer war es sicher die Spielstärke eines Spielers mit zehn Fingern einzuschätzen. Ist es der der Beste? Oder einer, der seine erste Turnierpartie spielt. Eine falsche Einschätzung hatte schmerzhafte Folgen.

Wir warnen eindringlich vor Nachahmung und hoffen, dass alle mit uns der Meinung sind, dass das Elo-System einen bedeutenden zivilisatorischen Fortschritt darstellt.

AS/29.4.2002

 



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