56 Schachspieler traten beim Open des Lasker-Festivals zum Kampf um die Punkte an. Darunter gab es 19 Vertreter des DSB, die vorwiegend aus den Landesverbänden Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kamen.Sie reisten mehrheitlich bereits am Vortag an und hatten so Gelegenheit, sich mit der Kleinstadt Barlinek und Lasker vertraut zu machen. Die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Ania und Kasia geben gern Unterstützung.
Nebenan befindet sich das Regionalmuseum. Vor der Tür steht ein wetterfester Schachtisch mit zwei Bänken – eine Einladung zum Spielen und unter Aufsicht einer Lasker-Büste [Foto]. Im Museum wird man durch die Geschichte vom früheren deutschen Berlinchen [Foto Stadtwappen] zum späteren polnischen Barlinek geleitet. Panorama-Darstellungen des ehemaligen Bahnhofs [Foto Bahnhof] und des Marktplatzes vermitteln neben anderen Exponaten einen guten Eindruck. Bedauerlich war nur, dass der Bereich für Emanuel Lasker gegenwärtig renoviert wird.
Das Haus, in dem Lasker ausfgewachsen ist (Chmielna 7)
Zur Eröffnung des Festivals am Samstag 10 Uhr begrüßte traditionell die Moderatorin Ania Adamiak alle Spieler und Gäste. [Foto Begrüßung] Bürgermeisterin Bernarda Lewandowska sprach ein Grußwort.
Es folgte der Geschäftsführer des Deutschen Schachbundes Carsten Schmidt. Er betonte besonders, dass der DSB unter seinem neuen Präsidenten Paul Meyer-Dunker wieder stärker auf Kontakte zu den Nachbarföderationen setzt. Turnierdirektor Krzysztof Wolski gab schließlich das Signal zum pünktlichen Auftakt.
Die folgenden neun Runden beinhalteten wieder die üblichen Geschichten von Können (selten wird Glück genannt) und Pech. Ungefährdet zog am Spitzenbrett IM Mikolaj Aliaudzinw (Choszczno) seine Bahn. Er gewann seine Partien so schnell, dass die Fotografen meist zu spät an sein Brett kamen. {Foto Spitzenbrett] 100 Prozent und zwei Punkte Vorsprung vor den Verfolgern beschreiben klar die Verhältnisse. Der Zweitplatzierte Fabian Walz (Think Rochade - SC HRO) raste am Morgen des Spieltages wie die Feuerwehr die etwa 340 km von Bad Doberan zur Turniereröffnung. Kein Wunder – er ist Mitglied der FFW in seinem Heimatort. Seine Aversion gegen ein Remis führte in der Schlussrunde zu seiner zweiten Niederlage. Erst die dritte Feinwertung sicherte den 2. Preis vor dem 14-jährigen Filip Pawlicz (Szczecin). Foto Spielsaal] Hervorzuheben ist weiterhin der 5. Platz von Prof. Bernd Wagner (GW Wismar), der 6.5 Punkte erreichte. Den Seniorenpreis erhielt Hans-Eckart Lüthke (5,5 Punkte, SSC Graal-Müritz).
Das Jugendturnier gewann Mateusz Brański (Choszczno) mit 7,5 Punkten aus 9 Partien.
Bei der Siegerehrung wurden Urkunden und Preise durch Krzysztof Wolski und DSB-Geschäftsführer Carsten Schmidt übergeben. Zur Erinnerung erhielten alle deutschen Teilnehmer eine Lasker-BaseCap [Foto]
Der Dank der Veranstalter galt neben Schiedsrichter Arkadiusz Korbal [Foto Spielsaal mit Schiedsrichter] auch den Sponsoren u.a. der GBS Bank und Firma Empik sowie der ELG und der Firma ChessBase.
Dr. H.-J. Hochgräfe
DSB-Beauftragter für deutsch-polnische Kontakte
Turnierseite des Veranstalters...
Ergebnisse beim Landesschachverband Mecklenburg-Vorpommern...
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Personen auf den Fotos:
Begrüßung: Krzysztof Wolski, Dr. Hochgräfe, Sandra Żuk (Chefin des Kulturzentrums),
Bürgermeisterin Bernarda Lewandowska, DSB-Geschäftsführer Carsten
Schmidt, Adam Gorecki; am Mikrofon Ania Adamiak
Spitzenbrett: links IM Aliaudzin
Spielsaal: vorn links Filip Pawlicz, rechts Fabian Walz, daneben Hans-Eckart Lüthke
Pokale: Frau Adamiak und Dr. Hochgräfe inspizieren die Pokale
Siegerehrung: vlnr. Carsten Schmidt, Filip Pawlicz, IM Mikolaj Aliaudzin, Fabian Walz,
Turnierdirektor Wolski; im Hintergrund Schiedsrichter Korbal