Deutschland Grand Prix: Zähes Ringen um den Turniersieg

von Klaus Besenthal
24.07.2022 – Beim Deutschland Grand Prix im Rahmen der Dortmunder Sparkassen Chess Trophy hat sich der Kampf um den Turniersieg in der am Samstag gespielten 6. Runde noch einmal verschärft. Vor der letzten Runde des Turniers hat jetzt Pavel Eljanov (Foto) die besten Chancen: Mit einem Sieg gegen Matthias Blübaum hat sich der Ukrainer an die Spitze des Feldes gesetzt. Seine Chancen eingebüßt hat dagegen Luke McShane nach einer dramatischen Niederlage gegen Bogdan Daniel Deac. Deac hingegen, einen halben Punkt hinter Eljanov, ist noch im Rennen um Platz eins. Die Entscheidung fällt am Sonntag (13.30 Uhr) in den Partien Blübaum gegen Deac und Navara gegen Eljanov. | Fotos: Turnierseite

ChessBase 16 - Megapaket Edition 2022 ChessBase 16 - Megapaket Edition 2022

Dein Schlüssel zu frischen Ideen, präzisen Analysen und zielgenauem Training! ChessBase ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Jetzt mit den neuen Datenbanken Mega 2022 und der Fernschachdatenbank Corr2022! Außerdem neu im Megapaket: 1 Gutschein für ein Profi-Powerbook Ihrer Wahl + 250 ChessBase-Dukaten!

Mehr...

NC World Masters

Nachdem auch in der 5. Runde des Turniers beide Partien remis geendet sind, hat sich an der Tabellensituation nichts geändert: Viswanathan Anand hat als Tabellenführer weiterhin einen halben Punkt mehr als Dmitrij Kollars und Michael Adams. Einen weiteren halben Punkt zurück befindet sich Daniel Fridman auf Platz vier.

Über den Turniersieg entscheiden am Sonntag in der 6. Runde diese Partien: Anand gegen Adams und Kollars gegen Fridman.

Fridman und Anand lösten das Problem nicht rochieren zu dürfen durch Öffnung der h-Linie, Tausch der Türme und einen Königsschritt nach f1 bzw. f8

Adams und Kollars fanden auf f2 und f7 Platz für ihre Könige

Tabelle nach Runde 5

 

Partien

 

 

Deutschland Grand Prix

Pavel Eljanov lieferte in der Partie gegen Matthias Blübaum eine absolute Glanzleistung ab. Es war sehenswert, wie der zunächst blockierte weißfeldrige Läufer im Verlauf der Partie immer stärker wurde:

 

 

Eröffnungslexikon 2022

Sie kennen das: der Mut zur Lücke führt oft schon nach wenigen Zügen ins Desaster. Das neue ChessBase Eröffnungslexikon 2020 bietet Ihnen ein wirksames Mittel gegen Halbwissen und für den Aufbau eines lückenlosen und schlagkräftigen Repertoires.

Mehr...

Luke McShane war vor der Runde mit einem halben Punkt Vorsprung Tabellenführer gewesen, hatte aber bereits eine Partie mehr gespielt als Eljanov. Wenn der Engländer überhaupt noch hätte mitreden wollen in der Frage nach dem Turniersieger, dann hätte er gegen Bogdan-Daniel Deac gewinnen müssen. McShane versuchte es mit der Brechstange, obwohl er mit ruhigem Spiel durchaus gute Aussichten auf einen ganzen Punkt gehabt hätte.

Es war eine äußerst interessante Partie: Wenn der Gegner einen "nackten" König hat, dann kann das eine Minusfigur kompensieren - man darf dann aber nicht die Damen tauschen. Genau das passierte McShane aber schließlich:

 

 

Luke McShane wagte viel - und gewann nichts

Oder ging in dem Endspiel mit Minusfigur doch noch etwas für McShane? Nein! Karsten Müller zeigt, warum nicht:

 

 

Schachendspiele 14 - Die goldenen Endspielregeln

Krönender Abschluss der erfolgreichen DVD-Reihe von Karsten Müller. Die Kenntnis der "Goldenen Endspielregeln" ist unverzichtbar, wenn Sie in einem komplexen Endspiel das Zepter mit sicherer Hand führen wollen!

Mehr...

Ergebnisse

 

Tabelle nach Runde 6

 

Partien

 

 

A-Open

In der 8. Runde hat der kurz vor dem Turniersieg stehende niederländische Großmeister Max Warmerdam gegen Andreas Heimann erstmals einen halben Punkt abgeben müssen. 

Tabelle nach Runde 8

Pl. Name Verein / Ort Titel ELO NWZ Punkte Buchh BuSumm
1. Max Warmerdam SG Solingen e. V GM 2610 2632 7.5 40 266
2. Andreas Heimann SF Deizisau GM 2582 2566 6.5 40 253.5
3. Tornike Sanikidze Georgien GM 2420   6.5 39.5 251.5
4. Jasper Holtel SK Münster 32 e. V. FM 2340 2349 6.5 37 245.5
5. Shreyas Royal SV Erkenschwick 1923 e FM 2353 2272 6.5 35 251.5
6. Thomas Beerdsen SV Mülheim-Nord 1931 e IM 2500 2487 6 39.5 241.5
7. Julian Kramer Hamburger SK von 1830 eV IM 2460 2466 6 38.5 241
8. Jakob Leon Pajeken SK Doppelbauer Kiel von 1910 e.V IM 2434 2395 6 38 234
9. Adrian Gschnitzer SV 1947 Walldorf IM 2433 2447 6 36.5 243.5
10. Bogdan Bilovil Rhedaer SV von 1931 e. FM 2359 2390 6 36.5 233
11. Jeremy Hommer Hamburger SK von 1830 eV   2090 2108 6 35 239
12. B Sekar Indien FM 2241   6 34 247
13. Dr. Florian Handke SG Solingen e. V GM 2533 2540 6 34 242
14. Arno Bomans Belgien FM 2242   6 33 240.5
15. Gerlef Meins SAbt SV Werder Bremen IM 2415 2410 5.5 39 240.5
16. Vadym Petrovskyi Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen FM 2333 2348 5.5 36 243.5
17. Moritz Weishäutel Erfurter SK FM 2400 2271 5.5 36 233.5
18. Sebastian Böhme SC Erlangen 48/88   2168 2173 5.5 33.5 238.5
19. Robert Kvak Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen   1988   5.5 33 223
20. Thomas Michalczak SG Solingen e. V FM 2254 2243 5.5 32.5 235.5
21. Sebastian Bleecke HSK Lister Turm   2095 2127 5.5 30.5 235.5
22. Lukas Schimnatkowski SF Essen-Katernberg 0   2189 2181 5.5 30.5 222.5

Insgesamt 185 Teilnehmer

Turnierseite


Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
Discussion and Feedback Submit your feedback to the editors