15.03.2026 – Beim Sinquefield-Cup 2022 zog sich Carlsen aus dem Turnier zurück, nachdem er gegen Hans Niemann verloren hatte. Der mehr oder weniger unverhohlene Vorwurf lautete: Cheating. Daraus entwickelte sich eine monatelange Kontroverse. Als auch noch Anal-Kugeln ins Spiel kamen, wurden auch die Nicht-Fachmedien hellhörig. Netflix hat eine Doku über diese Kontroverse produziert und jetzt den Trailer veröffentlicht.
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Nach "Queen's Gambit" und "Queen of Chess" bringt der Streamingdienst Netflix nun unter dem Titel: "Untold: Chess Mates" eine weitere Eigenproduktion um das Thema Schach auf die Bildschirme. Diesmal dreht es sich um die Kontroverse zwischen Magnus Carlsen und Hans Niemann, dargestellt in einer Dokumentation in Spielfilmlänge.
Beim Sinquefield Cup 2022 in Saint Louis wurde der junge US-Großmeister Hans Moke Niemann als Nachrücker in das illustre Feld der weltbesten Spieler eingeladen. In der Partie zwischen Niemann und Carlsen war der Weltrangliste aus Norwegen chancenlos und verlor. Zur nächsten Runde trat Carlsen nicht mehr an und zog sich mit einer vagen Begründung aus dem Turnier zurück. Der unausgesprochene Vorwurf lautete: Niemann habe nur mit unlauteren Mitteln, sprich: Computerhilfe gegen so klar gegen den weltbesten Spieler gewinnen können.
Carlsen wusste zu diesem Zeitpunkt, dass Hans Niemann als Jugendlicher bei Online-Turnieren auf chess.com mit Computerhilfe "gecheatet" hatte und hatte sich schon vor dem Turnier gegen die Teilnahme von Niemann ausgesprochen. Nach der einseitigen Partie, in der der beste Spieler der Welt chancenlos war, sah sich Carlsen bestätigt.
Kurz danach legte Carlsen nach und weigerte sich bei einem Online-Turnier von chess.com die Partie gegen Niemann zu spielen. Der Norweger gab nach dem ersten Zug auf und wurde mit einer Erklärung auf Twitter ("X") deutlicher. Chess.com kam Carlsen zu Hilfe und versuchte mit Statistiken zur Eloentwicklung von Niemann den Cheatingg-Vorwurf zu untermauern. Hikaru Nakamura schloss sich in seinem Online-Kanal dem Verdacht an.
Niemann wehrte sich mit Hilfe von Anwälten und verklagte Carlsen, dessen Firma Magnus Chess, David Rensch von Chess.com, die Firma Chess.com und Hikaru Nakamura auf jeweils 100 Mio. Dollar Schadensersatz wegen Rufschädigung und entgangener Einnahmen.
Der Vorgang wurde viel diskutiert und die Verteidiger von Niemann wiesen darauf hin, dass beim Turnier in Saint Louis unter anderem Elektronik-Scanner zur Cheating-Prevention verwendet werden, was Computer-Cheating zumindest stark erschwert. Ein Spaßvogel brachte dann funkgesteuerte "Anal-Kugeln" in die Diskussion und nun wurden auch die Massenmedien auf diesen Streit in der Schachwelt aufmerksam.
Ein US-Gericht wiese einen Teil von Niemanns Klage zurück, ein anderer Teil blieb offen. Schließlich einigten sich die beteiligten Parteien des Streits auf einen Vergleich. Carlsen trat nun wieder gegen Niemann an und behauptete auch nicht, dass dieser betrogen hätte., höchstens, dass er den Eindruck gehabt hätte, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen wäre.
Mit der Miniserie "Queen's Gambit feierte Netflix einen Überraschungserfolg mit dem Thema "Schach", dass gemeinhin nicht als besonders publikumsfreundlich gilt. Die Serie wurde aber zu einer der erfolgreichsten Serien überhaupt. Vor einigen Wochen erschien die Netflix-Dokumentation "The Queen of Chess" über die Erfolge von Judit Polgar,, die sich unhaltlich etwas an "Queen's Gambit" anlehnt. Jetzt kommen in der neuen Netflix-Schachdoku "Untold: Chess Mates" auch die Männer zu Wort: mit einem Streit. Premiere ist am 7. April.
Inzwischen at Netflix auch den Trailer zur Doku veröffentlicht.
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