Die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften in Apolda

20.08.2009 – In Apolda bei Weimar wird in dieser Woche eine Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft ausgetragen. Neben den deutschen Jugendspielern Attila Figura, Joshua Hager, Andreas Heimann, Oliver Mikok, Jens Kotainy, Raiko Siebarth und Sarah Hoolt nehmen die internationalen Gäste Roeland Pruijssers, Stefan Kuipers (Ned) und Evgeny Romanvsky (Rus) teil. Mit Bezug auf das Bauhausjahr 2009 (90 Jahre Bauhaus) wurde zur Eröffnung vor dem Rathaus der Stadt eine Schach-Installation eingeweiht, die ein Mattproblem zeigt, das mit Hilfe der bekannten Bauhaus-Schachfiguren dargestellt ist. Im Turnier liegen nach drei Runden Evgeny Romanov und Attila Figura in Führung. Bernd Vökler berichtet.Turnierseite...Bericht, Bilder, Partien...

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IDJM Apolda – 2 Spieler noch mit weißer Weste


Jugendspieler

Am Montag begann die internationale deutsche Jugendmeisterschaft mit der Eröffnungsveranstaltung. Dabei waren neben Diana Skibbe, der Präsidentin des Thüringer Schachbundes, und Klaus Peter Krug, dem Vorsitzenden der ausrichtenden TSG Apolda,


Christine Lieberknecht und Klaus Peter Krug

auch der stellvertretende Bürgermeister Volker Heerdegen, sowie Günter Ramthor Vorsitzender der gleichnamigen Stiftung und Hauptförderer der IDJM anwesend. Als weiterer Sponsorenvertreter war Sören Rost, Geschäftsführer der WGA zu Gast.


Diana Skibbe, Präsidentin des Thüringer Schachbundes

Nach ein paar einführenden Worten und Bekanntgabe der Regeln durch die Turnierleiter ISR Dr. Markus Keller und NSR Albrecht Beer, konnte die Auslosung beginnen. Passend zur Glockenstadt Apolda zog jeder Teilnehmer eine Glocke unter der eine Nummer verborgen war.


Attila Figura

Nachdem auch die letzten Unklarheiten bezüglich der Ziffern (ist das nun eine 5!?, 6 oder 9) geklärt werden konnten, ergab sich dann folgendes Bild für die erste Runde.

 

Raiko Siebarth

2252

-

2401

Roeland Pruijssers

IM

FM

Stefan Kuipers

2324

-

2270

Jens Kotainy

 

 

Joshua Aarash Hager

2217

-

2357

Oliver Mihok

FM

GM

Evgeny Romanov

2589

-

2435

Andreas Heimann

IM

FM

Atila Gajo Figura

2436

-

2240

Sarah Hoolt

WIM

Neben 6 Deutschen, nehmen mit Evgeny Romanov, dem neuen ersten Brett des Thüringer Bundesligisten Erfurter Schachclub, ein Russe, zwei Holländer (Pruijssers und Kuipers) und ein Ungar (Mihok) teil. Einzige weibliche Teilnehmerin ist WIM Sarah Hoolt.

Das Turnier erreicht einen Eloschnitt von 2352 und damit Kategorie V. Somit sind 6 Punkte für eine IM Norm nötig beziehungsweise  5 Punkte für eine WGM Norm.

Die erste Runde brachte keine großen Überraschungen. Drei Favoritensiege durch Romanov, dessen Sieg nie gefährdet war, Kuipers und Figura, der lange Zeit sogar leicht schlechter Stand. Doch verlor Hoolt dann in Zeitnot irgendwie die Nerven und opferte etwas unmotiviert einfach eine Figur. Siebarth, als Vertreter Thüringens, konnte dem Holländischen IM Pruijssers einen halben Punkt abknöpfen, wobei er sogar lange Zeit Druck machen konnte. Hager gegen Mihok endete ebenfalls Unentschieden, wobei auch hier der Außenseiter die Partie bestimmte.


Evgeny Romanov


Siebart gegen Pruissers


Sarah Hoolt

Dienstagnachmittag dann die Zweite Runde mit folgenden Paarungen.

 

Raiko Siebarth

2252

-

2324

Stefan Kuipers

FM

 

Jens Kotainy

2270

-

2217

Joshua Aarash Hager

 

FM

Oliver Mihok

2357

-

2589

Evgeny Romanov

GM

IM

Andreas Heimann

2435

-

2436

Atila Gajo Figura

FM

IM

Roeland Pruijssers

2401

-

2240

Sarah Hoolt

WIM

Auch in der Zweiten Runde blieben die Sensationen aus. Romanov, Kuipers und Figura konnten erneut gewinnen und sind damit mit 2/2 an der Spitze des Feldes. Die beiden letztgenannten damit auch auf dem besten Weg zur IM Norm, wobei es für Atila die 3. und somit letzte wäre. Mit 1,5 Punkten folgt Pruijssers, der gegen Hoolt gewinnen konnte. Kotainy und Hager spielten unentschieden.

Vor Beginn der dritten Runde wurde vor der Stadthalle eine Installation zum Bauhausjahr eröffnet. Michael Krügel vom Mittelstandsverein Apolda entwickelte die Idee, ein Großfeldschach mit einer Mattaufgabe im Bauhausstil zu entwerfen und aufzubauen.


Das berühmte Bauhaus Schach in einer Mattkomposition


Matt in vier

Matt in vier Zügen. Die Aufgabe wurde vom Apoldaer Schachfreund Lutz-Dieter Gruber komponiert und stilisiert ein großes A für Apolda.

Finanziert wurde das Projekt durch die Stadt Apolda, den Freistaat Thüringen und den Landkreis, sowie einzelne Sponsoren.


Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand


Sozialministerin Christine Lieberknecht

Die Übergabe fand im Beisein von Sozialministerin Christine Lieberknecht, Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand, Stadthallenchefin Annegret Thrun und dem Vorsitzenden der TSG Apolda, Klaus-Peter Krug statt.

 

Stand nach der dritten Runde:

 

 

 



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