Biel: Die Spiele haben begonnen

von Sebastian Siebrecht
21.07.2020 – Nach dem Rapidturnier durften sich die Großmeister vor dem heutigen Start erst noch eines Ruhetages erfreuen. Am Montag starteten zunächst die Teilnehmer des Hauptturniers. Sebastian Siebrecht erhielt Geschenke und schickte einen Bericht. | Fotos: Simon Bohnenblust (Turnierseite)

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Bieler Schachfestival – Hauptturnier gestartet

Die Stadt Biel, die Uhrenmetropole der Schweiz, liegt am östlichen Ende des Bielersees, am Fusse des Juras im reizvollen Seeland. Nachdem am Samstag ein kleines Einladungsturnier im Chess960 den Auftakt für die Großmeister und das Festival bildete, folgte am Sonntag das für das Endklassement (Grandmaster Triathlon mit Rapid/Klassisch/Blitz) gewertete Rapidturnier.

Die deutsche Nachwuchshoffnung Vincent Keymer zeigte mit zwei starken zweiten Plätzen und überragenden Partien eine beeindruckende Vorstellung, welche auf ein gutes Turnier hoffen lässt. Heute startete das C-HTO, ein offenes Turnier mit einer Beschränkung von 150 Teilnehmern, aufgrund der Corona-Beschränkungen mit einem umfassenden Schutzkonzept.

Die Schweizer um OK-Direktor Paul Kohler hat die Veranstaltung sehr professionell vorbereitet, alle Details entnehmen Sie bitte der ausgezeichneten Homepage. 

Der vorgezeigte Weg scheint gangbar zu sein und könnte Vorbildfunktion für weitere schachliche Großveranstaltungen am richtigen Brett haben.

Favorit im C-HTO ist der französische Großmeister und Openspezialist Christian Bauer, gefolgt von dem  algerischen Großmeister Bilel Bellahcene, eine kleine deutsche Delegation um die IM’s Gerlef Meins und Adrian Gschnitzer versuchen neben einigen schweizerischen Jungtalenten ihr Glück.

Mit dem Zeilenschreiber meinte es das österreichische Nachwuchstalent, Miriam Moerwald, heute sehr gut und büßte schon im achten Zuge eine Figur ein.

Neben den schachlichen Anstrengungen laden somit insbesonders die Schweizer Seenlandschaft und die Berge zur sportlichen Ertüchtigung ein.

Nachspieltipp: Rapid, 19.7.2020, David Anto Gujiarro-Vincent Keymer

 

Partien im klassischen Schach folgen am Dienstag, den 21.7.2020 (Bild)  

Turnierseite...

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Sebastian Siebrecht, Jahrgang 1973, spielt seit seinem elften Lebensjahr Schach und wurde 2008 Schachgroßmeister. Neben seiner Schachkarriere gründete er eine Eventagentur und betätigte sich als Kommentator, Moderator, Speaker, Analytiker und Journalist. Darüber hinaus engagierte er sich für Grundschulschachprojekte. Seit 2012 bietet er in Einkaufszentren in der Reihe "Faszination Schach" Schachunterricht und Schachevents an. 2015 wurde er vom Deutschen Schachbund als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet.
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schachkwak schachkwak 22.07.2020 03:30
Ich habe jetzt keine Lust, um auf der Webseite die genauen Maßnahmen zu suchen. Nach ein paar Klicks habe ich nicht sofort etwas gefunden.

Trotzdem: Der Saal ist voll. Die besseren Bretter im Vordergrund kriegen etwas mehr Abstand und bei den hinteren wird es enger. Wenn ich über 4 Stunden an einem Platz sitze, genügt 1,5 m Abstand nicht. Ein Glück, dass dort nicht auch noch gesungen wird.

Bei dem Spitzensportevent wäre ich mitgegangen. So etwas kann man machen. Aber 150 Leute täglich für über 4 Stunden in einem Raum? Da will ich mal hoffen, dass die wenigstens alle getestet sind.

Wenn nicht - es ist noch nicht gesichert, dass Corona nicht auch Hirnschädigungen hervorruft. Für einen normalen Menschen eventuell kaum zu merken, wenn alles danach geringfügig länger dauert. Aber für einen Spitzensportler?

Hinzu kommt - was passiert, wenn da ein paar Senioren mitspielen und die danach wirklich an Corona erkranken - und zwar schwer? Kann sich dann noch irgendwer über das Schachereignis freuen?
acepoint acepoint 22.07.2020 10:00
@equinox Das ist mir schon klar. Ich habe dazu auch anlässlich eines anderen, älteren Berichts über Biel hier auf chessbase geschrieben, ebenso bei schachfeld, möchte mich jetzt nicht wiederholen.
equinoxe equinoxe 21.07.2020 10:57
@aacepoint beim"gemeinen schachvolk" hat hat es keine scheiben, weil zusätzlich zum normalen tisch ein zusatzelement für den in der ch vorgeschriebenen Abstand von 1.5m sorgt. Zudem werden mehr sicherheitsvorschriften eingehalten, als eigentlich vorgeschrieben wäre. In diesen Zeiten ein solches turnier auf die beine zu stellen, schafft nur biel! Chapeau! Nächstes jahr dann hoffentlich wieder unter normalen Umständen und mit neuen rekordzahlen, es wäre den bielern zu gönnen...
acepoint acepoint 21.07.2020 12:42
Es ist schon komisch. Die wenigen Meister des Fachs werden medienwirksam aber nutzlos durch eine Plexiglasscheibe mit Durchreiche getrennt. Und beim gemeinen Schachvolk spart man sich den Aufwand.

Fällt mir gerade auf, Sebastian: no offence ;-). Aber Du sitzt halt nicht auf der Bühne.
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