Dominanz durch Aktivität

03.07.2013 – "Lassen Sie sich nicht nur berieseln!" GM Karsten Müller weiß aus jahrelanger Erfahrung, wovon er spricht. Nur durch aktives Training lässt sich der optimale Trainingseffekt erzielen. So zahlt sich gutes Training am Ende durch Dominanz am Brett aus. Das neue CBM 154 greift diese Überlegungen auf und setzt mit dem neuen interaktiven Fritz-Trainer-Format neue Maßstäbe. Mehr.

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Vor neun Jahren erschienen die ersten Trainings-DVD im ChessMedia-Format. Seinerzeit ein Riesensprung. Denn mit dem Video-Trainingsformat ließen sich Meistertrainer, Eröffnungsexperten oder Spitzengroßmeister nach Hause ins Wohnzimmer holen. Und die synchrone Präsentation von Musterpartien und Videokommentierung erlaubt es auch heute noch, sich genüsslich zurückzulehnen und den Ausführungen der Meister zu folgen.

Einziger Wermutstropfen: Wer selbst aktiv trainieren also z.B. den entscheidenden taktischen Schlag oder das gewinnbringende Endspielmanöver selbst finden will, muss das Video per Hand auf "Pause" schalten und später die eigenen Überlegungen mit denen des Trainers abgleichen. Im Optimalfall kein Problem, aber was, wenn die eigenen Ideen sich in den Überlegungen des Trainer gar nicht wiederfinden? Das neu entwickelte ChessMedia-System schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird der Zuschauer in den Trainingsprozess aktiv eingebunden, d.h. er wird dazu aufgefordert, eine Trainingsfrage durch Eingabe eines Lösungszuges zu beantworten. Erst danach wird das Training fortgesetzt. Und zum zweiten gibt es zu jeder Eingabe ein Feedback, entweder in Form einer Bestätigung oder in Form der Aufforderung, es erneut zu versuchen. Und wenn Sie nur den zweitbesten Zug gefunden haben, gibt es nicht selten einen Kommentar zu Ihrer Idee. Schauen Sie es sich einmal an...

Taktiktraining im neuen Fritz-Trainer-Format

Taktikexperte Oliver Reeh hat seine Lieblingskombination in CBM 154 im neuen Format aufgenommen und erläutert die Ausgangsposition folgendermaßen:

"Im Wettstreit dunkle gegen helle Felder hätte die anziehende Cristina Foisor die Oberhand behalten können, wenn sie an dieser Stelle den richtigen Weg gefunden hätte, die Drohung 27.Dh6 aufleben zu lassen, nämlich...!? Danach sind noch vier genaue Züge zu finden, gestützt auf verschiedene Mattmotive, die jeweils auf der Angriffskraft des Bauern f6 beruhen, und am Ende ist Weiß klar im Vorteil."

Die Trainingseinheit beginnt in der Stellung unten nach dem Zug 25...Lh3 mit der Frage: "Was soll Weiß tun, um seine Dame von der Deckung des Feldes g2 zu entbinden?" und es erscheint die Aufforderung, einen Zug auf dem Brett einzugeben.

Viele Figuren, die die Diagonale a8-h1 efektiv stopfen und somit den Angriff der Dame auf g2 unterbinden können, gibt es nicht. Und da man die Dame ja behalten will, probieren wir es mit 26.Td5. - Nun kommt das erste Feedback: "Ganz hervorragend" mit weiteren Erläuterungen. Weiter geht es. Schwarz muss sich um seinen König kümmern und spielt 26...Kh8. Weiß setzt mit 27.Dh6 nach und forciert damit 27...Tg8. Aber wie geht es nun weiter? Tipp: Weiß hat einen starken Zug, der zugleich eine Mattdrohung aufstellt.

Der Hinweis ist hilfreich. Die Mattdrohung mittels 28.Th4 scheitert an 28...Dg2#. Richtig ist 28.Tad1 (mit der Mattdrohung 29.Dg7+ Txg7 30.fxg7 Kg8 31.Td8+ usw.). Und schon geht es zur nächsten Frage: In der Partie setzte Schwarz mit 28...c3 fort. Was würden Sie nun spielen: 29.Lxc3 oder 29.T1d4? Beide Züge stellen eine Mattdrohung auf, aber nur einer von beiden ist ein Gewinnzug.

Nach etwas Überlegung geben wir 29.T1d4 ein, denn nach 29...bxc3 kommt 30.Dh7+ Kxh7 31.Th4#. - Feedback: "Verlockend, aber leider falsch!" Das Klicken auf "Lösung" führt zur Erklärung: Schwarz hat den Konter 29...Dxd5, und anschließend macht sich sein Freibauer auf den Weg.

Die Lösung ist also 29.Lxc3. "Sie haben also gesehen, dass Weiß nach 29...Txc3 Matt setzt. Aber wie tut er das eigentlich?"

30.Dg7+. Richtig, jetzt kommt der "Sargnagel" zum Einsatz. Nach 30...Txg7 folgt 31.Td8+ Tg8 32.Txg8+ Kxg8 33.Td8#. Der Turm darf also nicht auf c3 schlagen. Stattdessen sollte Schwarz jetzt etwas für die Sicherung seiner Grundreihe tun und 29...Da8 spielen. Nun könnte Weiß mit 30.Dxh3 fortsetzen und behielte eine etwas bessere Stellung. Aber es gibt noch etwas Besseres. Mit welchem Zwischenzug verschafft sich Weiß endgültig klaren Vorteil?

Mit dieser Aufgabe schließt Oliver Reeh seine Trainingseinheit im neuen Format im CBM 154 ab. Die Lösung finden Sie auf der DVD!

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