Dominguez-Kotsur Räsel gelöst

04.12.2001 – In der ersten Runde der FIDE-Weltmeisterschaft gab es eine seltsame Partie: Die Partie Dominguez-Kotsur endete remis, aber der weiße König steht in der Schlussstellung im Matt!?? Je nach Quelle der Notation endet diese im 29.Zug (mit Matt!) oder aber, bei der Betrachtung mit ChessBase, das eine Legalitätsprüfung vornimmt, wird der illegale Teil der Notation in einen Textkommentar verschoben. Was war hier passiert? Rätsel gelöst...

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Dominguez-Kotsur Räsel gelöst


Dominguez, Kotsur

Das Melden der richtigen Ergebnisse hat die FIDE zwar noch nicht so richtig im Griff. Ein schöner Service für die Schachfreunde in der Welt sind aber die Live-Übertragungen der Partien im Internet. Wenn man weiß, welcher Aufwand nötig ist, um z.B. die fast 100 Partien der ersten Runde ins Internet zu bekommen, muss man den Hut ziehen. Natürlich kommen auch Fehler vor, mit Sicherheit aber sehr viel weniger, als wenn man auf handschriftliche Aufzeichnungen angewiesen wäre.

Ein Rätsel bietet die Partie Lenier Dominguez - Pavel Kotsur aus der ersten Runde. Die Aufzeichnung sieht normal und plausibel aus, bis Weiß der weiße König im 29. matt gesetzt wird. Weiß schert sich aber nicht darum, zieht weiter und die Partie endet nach dem 60.Zug remis.

Was war passiert? Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wenn beide Spieler einfach das Matt übersehen haben. Wirklich? Möglich, vielleicht in hoher Zeitnot. Aber beim Durchlesen der Restnotation fällt auf, dass die Läufer sich ab und zu in Schlagweite der Türme begeben, aber nicht geschlagen werden, und - ein weiteres Indiz - die Türme ziehen nicht! Waren die Türme wirklich noch auf dem Brett? Sehr unwahrscheinlich.

Tatsächlich, wenn man die Türme vom Brett nimmt, wird alles wieder plausibel. Offenbar waren also die Türme getausch worden, eine sehr plausible Gelegnheit war der 21.Zug. Der Abtausch vollzog sich für übertragenden Bretttechnik anscheinend unbemerkt und wurde nicht aufgezeichnet.

Rätsel gelöst.

Dominguez-Kotsur, zum Nachspielen...


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