Doping? Quatsch: Akupunktur! - Der neue Karl

19.12.2008 – Gerade ist der neue Karl erschienen. Schwerpunkt der Ausgabe 4/2008 sind die Schachweltmeisterschaften, besonders aber die Weltmeisterschaft zwischen Anand und Kramnik, im Oktober 2008 in Bonn. Die heutigen Bedingungen der Spitzenprofis bei Weltmeisterschaften werden in Rückblicken mit den früheren Weltmeisterschaften in Deutschland zwischen Alexander Aljechin und Efim Bogoljubow 1929 und 1934 sowie zwischen Emanuel Lasker und Siegbert Tarrasch 1908 verglichen. In einem langen Interview gibt Viswanathan Anand eine ausführliche Einschätzung der Vorgänge in Bonn. Ohne zu wissen, dass das Thema Doping nun so hochaktuell werden würde, hat Johannes Fischer in einem Schlusswort zum Thema Stellung genommen. Er empfiehlt Akupunkturnadeln in den Kopf. Besser wird man damit zwar auch nicht, aber man ist angesichts seiner mittelmäßigen Fähigkeiten viel ruhiger und unbeschwerter.Karl-Homepage...Interview mit Vishy Anand (Auszug)...Ein Wort zum Schluss...

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Aus Karl 4/2008

EIN WORT ZUM SCHLUSS

Epo, so wurde kürzlich gemeldet, ist nicht nur für Muskeln und Medaillen gut, sondern verbessert auch Kurz- und Langzeitgedächtnis. Wer nicht weiß, wo er Kabel an seinem Körper verstecken soll oder niemanden hat, der ihm per Zeichensprache Computerzüge übermittelt, für den ist das vielleicht was. Natürlich gibt es auch andere Mittel, die Spielstärke zu steigern. Bewährt haben sich Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf. Sind natürlich mühsam, wie jeder bestätigen wird, der mit fünf bis zehn Kilo Übergewicht die ersten Joggingversuche macht oder meint, Schach, Pizza und Schokolade nachts um zwei seien eine besonders gelungene Kombination.

Auf der Suche nach Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele beim Schach habe ich einmal einen anderen Weg beschritten. Den östlichen Weg sanfter Medizin und Weisheit. So unterzog ich mich, um meine Nervosität in den Griff zu kriegen, während eines offenen Turniers in Lugano einmal einer Akupunkturbehandlung. Eine Stunde vor Partiebeginn ließ ich mir dünne Nadeln in Ohr und Kopf bohren, um Punkte zu aktivieren, die für inneres Gleichgewicht sorgen sollten.

Was sie auch taten. Ausnehmend gut sogar. Ruhig, gelassen und souverän saß ich am Brett und schaute entspannt zu, wie mein Gegner kurz nach der Eröffnung Remis forcierte. Die damit verbundenen taktischen Komplikation berechnete ich schnell und präzise, und selten war ich nach einem Remis so ausgeglichen und gut gelaunt. Mittlerweile ärgere mich über dieses schnelle Remis. Vielleicht hätten noch ein paar Aggressions- und Motivationspunkte aktiviert werden müssen.

Die Chinesen werden es wissen.

Johannes Fischer

 

 

 

 


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