Dortmund: Drei Remis, viel Kampf

27.07.2011 – Vladimir Kramnik hat weiter gute Aussichten, das Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund zu gewinnen. In der sechsten Runde spielte er mit Schwarz gegen Ruslan Ponomariov und übernahm bald nach der Eröffnung die Initiative. Doch Ponomariov gelang es, alle gegnerischen Drohungen zu neutralisieren und in einem ausgeglichenen Endspiel mündete die Partie in ein Remis durch Zugwiederholung. Remis endete auch die Partie zwischen Liem Le Quang und Georg Meier. Auch hier übernahm Schwarz gleich nach der Eröffnung die Initiative, aber auch diese Partie mündete in ein Remisendspiel. Für die längste Partie des Tages sorgten Hikaru Nakamura und Anish Giri. Nakamura versuchte lange, seinen Mehrbauern zu verwerten und seinen ersten Sieg zu erzielen, aber auch er musste sich in einem Remisendspiel schließlich ins unvermeidliche Remis fügen. In der Tabelle liegt Kramnik damit weiter 1,5 Punkte vor Liem Le Quang. Turnierseite...Bilder, Bericht, Tabelle, Partien...

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Fotos: Veranstalter/Georgios Souleidis





Tabelle:





Viel Kampf aber kein Gewinner in der 6. Runde

Die 6. Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2011 sah keinen Sieger. Zwar wurden alle Partien im Schauspielhaus Dortmund ausgekämpft, doch kein Spieler war in der Lage seinen Gegner zu bezwingen.

Liem Le Quang und Georg Meier beendeten als erste ihren Kampf. Der 23-jährige Trierer kam gut aus der Eröffnung und verpasste im Mittelspiel dank seiner besseren Entwicklung die Initiative zu ergreifen. Stattdessen tauschte er einige Figuren, wonach das Spiel verflachte. Sein 20-jähriger Kontrahent aus Vietnam fand einige präzise Züge und es entstand ein Turmendspiel, das beiden Seiten keine Gewinnchance bot. Remis nach 38 Zügen. "Langsam finde ich meine Form. Für mich ist es wichtig, dass ich eingespielt bin und ich hoffe, dass die groben Fehler auf die erste Turnierhälfte beschränkt bleiben", meinte der Deutsche im Anschluss.

Ruslan Ponomariov trotzte Wladimir Kramnik ein Unentschieden ab. Der 27-jährige Ukrainer eröffnete zwar mit dem Doppelschritt des Königsbauern die Partie - diesen Start sah man zum ersten Mal in diesem Turnier, doch der 36-jährige Russe zeigte sich nicht überrascht. In einer spanischen Partie stürmte er mit seinem g-Bauern voran, um eine Bresche in die gegnerische Königsstellung zu schlagen. Ponomariov verteidigte sich aber umsichtig und neutralisierte den Angriff seines Kontrahenten. Die Partie endete nach 50 Zügen durch Dauerschach.

Mit Hikaru Nakamura ist wieder zu rechnen. Nach seiner schlechten Hinrunde setzte er seinen Gegner Anish Giri gehörig unter Druck, ein voller Punkt blieb ihm aber verwehrt. Im Mittelspiel gewann der 23-jährige Amerikaner durch eine kleine Kombination einen Bauern, den er bis ins Endspiel rettete. Das Material war so stark reduziert, dass ihm nur noch ein grober Fehler seines Gegners geholfen hätte. Der 17-jährige Holländer setzte aber seinen Springer gegen Nakamuras Läufer gekonnt ein und erzwang das Remis.

Am Donnerstag, den 28. Juli, findet die siebte Runde des Sparkassen Chess-Meetings statt. Wladmir Kramnik trifft auf Georg Meier, Anish Giri auf Ruslan Ponomariov und Hikaru Nakamura auf Liem Le Quang. Die Partien beginnen um 15 Uhr. Spielort ist das Schauspielhaus Dortmund.

(Stadt-Pressedienst vom 27.07.2011, Kontakt: Michael Meinders)














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