Dortmund: Nepomniachtchis Kurzsieg und drei Remisen

von Klaus Besenthal
20.07.2019 – Beim Großmeisterturnier des Dortmunder Sparkassen Chess-Meetings hat Ian Nepomniachtchi heute in der 6. Runde für seinen Sieg gegen Liviu-Dieter Nisipeanu nur 19 Züge gebraucht. Der russische Großmeister bringt es nach seinem Start mit zwei Niederlagen nun immerhin auf einen 50-%-Score, während sich Nisipeanu mit dem Esten Kaido Kulaots den letzten Platz teilt. Weil die anderen drei Partien unentschieden ausgegangen sind, hat Leinier Dominguez Perez an der Tabellenspitze weiterhin einen halben Punkt Vorsprung. | Fotos: Georgios Souleidis

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47. Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting

Die letzte Runde des Turniers beginnt morgen bereits um 13.00 Uhr - die Liveübertragung gibt es wie üblich auf ChessBase.de. Noch hat Leinier Dominguez Perez an der Tabellenspitze einen halben Punkt Vorsprung, doch ihm steht noch die schwierige Schwarzpartie gegen Radoslaw Wojtaszek bevor. Drei weitere Spieler, die Dominguez noch einholen können, haben dagegen jeweils einen Spieler vom Tabellenende als letzten Gegner. Für Spannung bis zum Schluss ist mit Sicherheit gesorgt! 

Radjabov ½-½ Fridman

Das Remis in dieser Partie war von der interessanteren Art, kam aber wohl dennoch eher "kontrolliert" zustande: Vermutlich haben beide Spieler sich in der Eröffnungsvariante sehr gut ausgekannt. 

 

Daniel Fridman und Teimour Radjabov hatten heute früh Feierabend

Nepomniachtchi 1-0 Nisipeanu

Wenn der Gegner bereits in der Eröffnung, zumal in einer ausgeglichenen Stellung, eine heftige Attacke beginnt, dann ist das objektiv gesehen meist nicht sonderlich gefährlich, kann aber in der praktischen Partie mit extrem schwierigen Problemen verbunden sein. Ian Nepomniachtchi war heute mit dieser Strategie erfolgreich: Der russische Großmeister gewann gegen Liviu-Dieter Nisipeanu in gerade einmal 19 Zügen.

 

Für Liviu-Dieter Nisipeanu war das heute eine Art "Betriebsunfall"

Dominguez Perez ½-½ Kulaots

Natürlich wollen die in Dortmund vertretenen Supergroßmeister den Esten Kaido Kulaots alle gerne besiegen - schon alleine aufgrund der Elodifferenz. So gesehen war das heute eine interessante Fallstudie zur Turniertaktik: Der Supergroßmeister begab sich ins Risiko und stand schließlich schlechter (aber nicht so schlecht, dass gar nichts mehr gegangen wäre!); der Außenseiter begnügte sich dann aber doch lieber mit dem "Spatz in der Hand", als dass er sich nach der "Taube auf dem Dach" gestreckt hätte.

 

Kaido Kulaots wusste sich gegen Leinier Dominguez zu behaupten

Rapport ½-½ Wojtaszek

Die beiden Spieler aus der Weltspitze begaben sich heute nicht ins Risiko und konnten so im Status "ohne Niederlage" verbleiben: 

 

Der Pole Radoslaw Wojtaszek (links) und Richard Rapport aus Ungarn 

Ergebnisse der 6. Runde

 

Tabelle nach der 6. Runde

 

Partien

 

Turnierseite




Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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