Leinier Dominguez gewinnt in Dortmund

von Klaus Besenthal
21.07.2019 – Leinier Dominguez Perez hat das Großmeisterturnier beim Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund gewonnen. In der letzten Runde reichte ihm ein Remis gegen Radoslaw Wojtaszek, um sich mit 4,5/7 den Spitzenplatz zu sichern. Ian Nepomniachtchi kam dank der besten Feinwertung in der vier Köpfe starken Verfolgergruppe (alle 4,0/7) noch auf Platz 2. Die Deutschen Daniel Fridman und Liviu-Dieter Nisipeanu landeten mit je 2,5/7 am Tabellenende. | Fotos: Georgios Souleidis

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47. Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting

Wojtaszek ½-½ Dominguez Perez

Leinier Dominguez Perez geriet zu keinem Zeitpunkt in Verlustgefahr. Eventuell hätte ihn Richard Rapport noch einholen können, doch dazu kam es nicht: Der Ungar schaffte auch nur ein Remis. Das Unentschieden gegen Wojtaszek reichte dem neuerdings für die USA spielenden Kubaner zum Turniersieg:

 

Mit einem kontrollierten Remis zum Turniersieg: Leinier Dominguez Perez (links)

Nisipeanu ½-½ Rapport

Richard Rapport hatte gegen Liviu-Dieter Nisipeanu keine Gewinnchancen und kam somit auch nicht mehr als Turniersieger in Frage:

 

Zum Turnierausklang noch ein Remis: Rapport und Nisipeanu

Kulaots ½-½ Radjabov

Die Spieler bedienten sich in der Winawer-Variante der Französischen Verteidigung eines der wichtigsten und bekanntesten Abspiele. Die scharfe Variante hat schon vor Jahrzehnten Schachspieler in ihren Bann gezogen:

 

Teimour Radjabov wäre wohl auch bei einem Sieg heute aufgrund der schlechteren Feinwertung nicht Turniersieger geworden

Fridman 0-1 Nepomniachtchi

Nach seinem durchwachsenen Start ins Turnier schaffte es Ian Nepomniachtchi heute tatsächlich noch auf den zweiten Tabellenplatz. Ausschlaggebend dafür war zunächst seine brillante Endspielführung in der heutigen Partie; anschließend hatte der russische Großmeister dann bei der Berechnung der Feinwertung die besten Karten. Die größere Anzahl der Schwarzpartien sowie die höhere Anzahl gewonnener Partien: Diese Kriterien beförderten "Nepo" tatsächlich noch auf Platz 2!

 

Nach starkem Schlussspurt wurde Ian Nepomniachtchi noch Zweiter

Ergebnisse der 7. Runde

 

Abschlusstabelle 

 

Partien

 

Turnierseite




Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Crimsonseahawk1 Crimsonseahawk1 22.07.2019 03:39
Was waren das noch vor Zeiten als es nur ab 2700 Elo in Dortmund gab. Das sollte zukünftig wieder das Kriterium für einen Startplatz sein. Wie auch in diesem Turnier wieder sichtbar fungiert alles andere was unter 2700 Elo liegt als Prügelknabe mit gelegentlichem Remiserfolg. Damit ist weder diesen Spielern noch den Zuschauern weitergeholfen. Zwei Punkte sollten von der Turnierleistung überdacht werden: 1. Automatisch dem Sieger des Aeroflot Turnieres eine Wildcard auszustellen. 2. Deutsche Nationalspieler einzuladen. Damit hat man jedes Jahr aufs neue automatisch eine Zweiklassengesellschaft in Dortmund. Ändert doch mal diese Praxis auf Spieler mit Elo über 2700.
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