Dortmunder Kandidatenturnier wie geplant

14.05.2002 – Die Prager Vereinigung hat auch für Diskussionsstoff gesorgt. Die Spitzenspieler Vishy Anand und Vassily Ivanchuck hatten wegen ihrer Verträge mit der FIDE das Einstein-Kandidatenturnier abgesagt, werden aber in den Planungen für die Wiedervereinigungswettkämpfe der FIDE nicht berücksichtigt. Die Organisatoren in Dortmund haben nun in einer Presskonferenz erklärt, dass es deshalb beim Dortmunder Einstein-Kandidatenturnier keine Änderung geben kann. Vladimir Kramnik hatte sich im Übrigen bei den Verhandlungen in Prag stark dafür eingesetzt, für die FIDE- Veranstaltungen mehr als nur vier Spieler einzubeziehen, scheiterte aber an der Haltung des FIDE-Präsidenten. Presserklärung...

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In den letzten Tagen wurden die Veranstalter des Einstein-Kandidatenturniers in Dortmund (6. -21. Juli 2002, Dortmunder Westfalenhalle) aufgefordert, mögliche Wege zu finden, Viswanathan Anand (Indien) und Vassily Ivanchuk (Ukraine) in diese Veranstaltung mit einzubeziehen.

Das Organisationskomitee des "Dortmunder Sparkassen Chess Meeting 2002" gibt dazu die folgende, von der Einstein-Gruppe gebilligte Stellungnahme ab:

"Einstein und Dortmund sind die falschen Ansprechpartner bezüglich der Frage, Viswanathan Anand und Vassily Invanchuk oder sogar noch mehr Spieler bei einem möglichen Wiedervereinigungsprozess zu berücksichtigen. Diese beiden großen Spieler wurden selbstverständlich hierher nach Dortmund eingeladen, lehnten aber auf Grund ihrer vertraglichen Verpflichtungen mit der FIDE ab.

Während der Tagung am 6.Mai in Prag beharrte der Weltmeister im klassischen Schach, Vladimir Kramnik, mehrere Stunden lang darauf, mehr Spieler von Seiten der FIDE zu berücksichtigen, um eine ausgewogenere Situation zu schaffen und den Wiedervereinigungsprozess so breit wie möglich anzulegen.

Kramnik eingeschlossen, müssen wir acht Spitzenspieler auf Seiten Einsteins berücksichtigen und momentan lediglich vier Spitzenspieler auf Seiten der FIDE. Kramnik unterzeichnete die Prager Vereinbarung schließlich nur unter der Voraussetzung, dass die FIDE für eine etwaige unausgewogene Situation die volle Verantwortung übernehmen muss. FIDE-Präsident Kirsan Iljunshinov tat dies unter Erklärungen während der Tagung sowie in der anschließenden Pressekonferenz. Gemäß der unterzeichneten Resolution in Prag bestehen vielleicht nach wie vor Möglichkeiten, den "Zyklus" aufseiten der FIDE zu erweitern. Aber nochmals: Dies liegt weder in der Macht noch ist es die Pflicht von Einstein und Dortmund.

Um es noch klarer auszudrücken: Einstein und Dortmund werden keinerlei Änderung bezüglich des Formats oder der Anzahl der Spieler zulassen, auch nicht den Austausch einzelner Teilnehmer. Die Verträge sind unterschrieben, die Verpflichtungen gegenüber Sponsoren stehen, die einzelnen Spieler würden keinerlei Änderungen zustimmen akzeptieren. Die Spieler haben vor vier Monaten Ihre Vereinbarungen unterschrieben und bereiten sich schon wochenlang auf bestimmte Gegner vor."

 

Dortmund, 11.Mai 2002, das Organisationskomtee des Dortmunder Sparkassen Chess Meeting

 

 


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