Dortmunder Schachsommer

07.07.2010 – Am 15. Juli ist das Dortmunder Schauspielhaus wieder Treffpunkt einiger der besten Schachspieler der Welt. Am Start des Sparkassen Chess Meeting sind neben den "Stammspielern" Vladimir Kramnik, Peter Leko und Arkadij Naiditsch diesmal die Dortmunder "Neulinge" Ruslan Ponomariov, Shakhriyar Mamedyarow und der 19-jährige Aeroflotsieger Le Quang Liem. Das Turnier wird doppelrundig gespielt. Remisvereinbarungen der Spieler sind nicht mehr erlaubt. Die Zuschauer im Schachspielhaus erhalten über Kopfhörer dank der Kommentare Von Klaus Bischoff und Sebastian Siebrecht hervorragende Einblicke in die Gedankenwelt der Spieler. Parallel zum GM-Turnier werden im Schauspielhaus ein IM-Turnier (Helmut Kohls-Turnier) und im Rathaus zwei Open veranstaltet. Rekordsieger Vladimir Kramnik wird versuchen, auf ein zweistelliges Ergebnis zu kommen.Turnierkalender...Turnierseite...Vorbericht...

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Dortmund: Nach dem Fußball geht’s zum Schach
Von Dagobert Kohlmeyer

Ein Sommerloch gibt es 2010 im Spitzensport nicht! Wenn der Fußball ausgerollt ist, regiert neben der Tour de France das königliche Spiel. Nachdem die spannende WM der Kicker in Südafrika am kommenden Sonntag zu Ende sein wird, richten sich die Blicke der Schachfans auf Dortmund. Dort findet vom 15. bis 25. Juli das diesjährige Sparkassen Chess Meeting statt. Am 14. Juli gibt es um 15 Uhr eine Pressekonferenz der Veranstalter und Spieler und am Abend das traditionelle Eröffnungsbankett in der Sparkasse.

Sechs Weltklasse-Großmeister kämpfen bei der 38. Auflage der Internationalen Dortmunder Schachtage um den Turniersieg. Ihr Altersdurchschnitt beträgt 26,5 Jahre. Die Besucher von Deutschlands traditionsreichstem klassischem Schachturnier erwartet im Stadttheater wiederum ein exzellentes Feld. Drei der Teilnehmer sind als „übliche Verdächtige“ wie gewohnt gesetzt: Kramnik, Leko und Naiditsch.

Rekordsieger Wladimir Kramnik will natürlich seinen Titel vom Vorjahr verteidigen. Der dreifache Weltmeister befand sich bei seinen letzten Turnieren in großartiger Form und ist aktuell die Nr. 4 der Weltrangliste. Dortmund ist schlicht und einfach das Revier des 35-jährigen Russen, der auch diesmal Turniersenior sein wird und wie immer gelassen die Favoritenbürde trägt. Kramnik wird alles daran setzen, ein besonderes Jubiläum zu feiern und das bedeutendste Schachturnier auf deutschem Boden zum zehnten Mal zu gewinnen. Dieses Ziel formulierte er bereits im vorigen Jahr. Es geschah just in dem Moment, nachdem Wladimir seine „Neunte“ mit einem souveränen Sieg gekrönt hatte.

Der Zweite im Bunde ist Kramniks Kollege und Freund Peter Leko, ohne den das Sparkassen Chess-Meeting ebenfalls kaum vorstellbar wäre. In Dortmund reifte der Mann aus Szeged zum Weltklassespieler heran.

Dort hat er nicht nur seine Frau Sofia kennengelernt, sondern auch schon dreimal gewonnen. Der Ungar gehört seit über einem Jahrzehnt zur Elite des Schachs und befindet sich mit 30 Jahren vielleicht im Zenit seines Könnens.  Auf jeden Fall will die Nr. 16 der Weltrangliste auch dieses Jahr ein gehöriges Wort beim Kampf um den Turniersieg mitreden.

Die deutschen Farben werden einmal mehr von Arkadij Naiditsch vertreten. Der Dortmunder Lokalmatador schrieb 2005 Schachgeschichte, indem er als erster Deutscher und mit 19 Jahren gleichzeitig als jüngster Spieler das Sparkassen Chess-Meeting gewann.

Inzwischen ist Arkadij 24 Jahre alt und hat sich in der erweiterten Weltspitze etabliert. Der zweitjüngste Spieler des Turniers nimmt zurzeit Platz 51 der internationalen Rangliste ein. Diese Position möchte Naiditsch auf jeden Fall verbessern. Kann er im Schauspielhaus nochmal ähnlich auftrumpfen wie vor fünf Jahren?

Das waren die in Dortmund geläufigen Namen. Die drei anderen Großmeister des 2010er Feldes sind dem deutschen Schachpublikum noch nicht so bekannt, deshalb stellen wir sie weiter unten etwas näher vor.

Zum dritten Mal zu Gast im Revier ist der aktuell beste Spieler aus Aserbaidschan, Shakryar Mamedjarow.

Er gilt als einer der besten Taktiker der Welt. Mit seinem kompromisslosen Spiel hat es der 25-jährige schon vor geraumer Zeit in die Top Ten der Weltrangliste geschafft und nimmt aktuell den sechsten Platz ein. In seiner schachbegeisterten Heimat ist „Shak“ Mamedjarow nicht erst seit dem Mannschafts-Gold bei der EM 2009 ein Held.

Mit Ruslan Ponomarjow beehrt ein früherer Weltmeister erstmalig die Reviermetropole.

Der heute 26-jährige Ukrainer gewann 2002 das FIDE-Championat, das parallel zur klassischen WM ausgetragen wurde. Der 14. der Weltrangliste gilt als universeller Spieler, der nur schwer zu schlagen ist und trotz seines jungen Alters über viel Kampferfahrung verfügt. Deshalb gehört Ponomarjow zu den Geheimfavoriten, auch wenn er zum ersten Mal in Dortmund antritt.

Die weiteste Anreise aller Spieler hat Le Quang Liem. Der 19-jährige Vietnamese erkämpfte sich seine Teilnahme durch den Sieg beim Aeroflot-Open in Moskau im Februar dieses Jahres.

Le feierte als Jugendlicher zahlreiche Erfolge und gilt als Riesentalent in Asien. Mit seinem unbekümmerten Stil könnte er bei seiner ersten Teilnahme an einem Superturnier für Furore sorgen. In der Weltrangliste nimmt Le mittlerweile den 55. Platz ein.

Mit diesen sechs Spielern erreichen die Dortmunder Schachtage 2010 einen Schnitt von derzeit 2731 Elo-Punkten. Dies entspricht der FIDE-Turnierkategorie 20. Das Sparkassen Chess-Meeting gehört damit zu den stärksten Turnieren, die in diesem Jahr weltweit ausgetragen werden.

Gespielt wird nach diesem Modus: Der Sieger der Dortmunder Schachtage wird in zehn Runden ermittelt. Dabei treten die sechs Teilnehmer jeder gegen jeden jeweils einmal mit den weißen und einmal mit den schwarzen Steinen an. Zwischen dem ersten und zweiten Durchgang gibt es nur einen Ruhetag.

Neu ist eine strengere Remisregelung, um mehr Spannung in den Partien zu erzeugen. Ab der diesjährigen Auflage des Chess Meetings dürfen die Großmeister dem Gegner während des Spiels kein Remisangebot mehr machen. Das geschieht nur über den Schiedsrichter durch Reklamation. Danach wird eine Partie als remis gewertet, wenn aus dem Spiel heraus kein Gewinn mehr möglich ist (z.B. bei nackten Königen), oder wenn sich eine dreimalige Zugwiederholung nicht vermeiden lässt. „Diese Regel garantiert, dass alle Partien ausgekämpft werden, womit die Attraktivität unserer Veranstaltung gesteigert wird“ sagt Turnierdirektor Stefan Koth.

Die Besucher im Schauspielhaus können die Spielzüge der Schachstars wieder hautnah und in ansprechendem Ambiente erleben: Alle Partien werden live auf großen Projektionsflächen übertragen und über Kopfhörer von Live-Kommentaren begleitet. Großmeister Klaus Bischoff ist seit einem Jahrzehnt in Dortmund dabei, seit dem vergangenen Jahr steht ihm Sebastian Siebrecht zur Seite, der in die Fußstapfen von Helmut Pfleger getreten ist.

Veranstaltungsbeginn im Schauspielhaus ist täglich um15.00 Uhr. Eine Ausnahme bildet die Schlussrunde am 25.7.2010. Sie beginnt bereits um 13.00 Uhr. Am 20.7.2010 ist Ruhetag.

Helmut-Kohls-Turnier

Zeitgleich mit dem Großmeisterturnier findet im Schauspielhaus das Helmut-Kohls-Turnier mit zehn Spielern statt. Zwei Partien werden täglich auf der Bühne des Schauspielhauses ausgespielt. Die übrigen Spiele werden im Foyer des Schauspiels ausgetragen.

Sparkassen-Open A und B vom 17. bis 25. Juli 2010

Parallel zum Hauptereignis wird traditionell das Dortmunder Sparkassen-Open mit einer A- und einer B-Gruppe im Rathaus veranstaltet. Täglicher Rundenbeginn ist 11.00 Uhr. Die Ausschreibung des Sparkassen-Opens ist auf www.sparkassen-chess-meeting.de veröffentlicht.

Eintrittskarten: Tageskarte: 6 Euro (ermäßigt: 4 Euro), Dauerkarte: 35 Euro 

* * * * *              * * * * *

Hier die Porträts der drei Großmeister, die in Dortmund ihre Premiere feiern oder noch nicht so oft im Revier spielten.

Ruslan Ponomarjow (Ukraine), geb am 11.10.1983

Der Ukrainer steht im Guinness-Buch der Rekorde als bisher jüngster Schachweltmeister aller Zeiten. Ruslan Ponomarjow schaffte es in nur einem Jahrzehnt vom Eleven bis auf den Olymp. 2002 gewann er mit 18 Jahren das Knockout-Turnier der FIDE in Moskau und wurde überraschend neuer Titelträger. Dieses Kunststück brachte vor ihm noch kein Spieler in der Schachgeschichte fertig.

In diesem Jahr feiert der 26-jährige Großmeister nun endlich seine Premiere in Dortmund. Sein Start beim Sparkassen Chess-Meeting ist nach Meinung von Anhängern und Experten überfällig.

Ruslan Ponomarjows Talent für das Spiel der Könige war schon früh sichtbar. Mit 14 Jahren wurde der Wunderknabe einer der jüngsten Großmeister. Schritt für Schritt arbeitete er sich weiter nach vorn und verbesserte sein Schach. Der schmächtige Großmeister spielte seit 1998 für die Ukraine bei Schacholympiaden und wuchs zu einem Riesen heran. Knockoutturniere aber scheinen die Spezialität Ponomarjows zu sein. Bei den FIDE-Weltcups 2005 und 2009 schaffte er es jeweils bis ins Finale. Zuletzt unterlag er in Chanty-Mansisk nur dem erfahrenen Boris Gelfand, der in Dortmund auch schon oft seine Figuren setzte.

In den vergangenen Jahren erlebte Ruslan Höhen und Tiefen wie jeder andere Weltmeister. Im Herbst 2003 kam es leider nicht zum geplanten Match Ponomarjow-Kasparow, weil der Ukrainer die einseitigen Vertragsbedingungen nicht akzeptierte.  Der Vereinigungsprozess der Schachwelt war einmal mehr ins Stocken geraten.

Ponomarjow pflegt einen ausgefeilten strategischen Schachstil. Er manövriert sehr geschickt, scheut aber auch Kombinationen nicht, wenn er die Gelegenheit dazu erhält. Sein Vorbild ist der frühere Weltmeister Bobby Fischer. Wird er in Dortmund so aufspielen können, wie es der Amerikaner in den Schacharenen tat?

Shakryar Mamedjarow   (Aserbaidschan), geb. am 12.04.1985

Zum dritten Mal stellt sich der 25-jährige Großmeister in Dortmund vor. Shakryar Mamedjarow stammt aus Baku, wo auch Garri Kasparow geboren wurde. Zugute kamen ihm die lange Schachtradition seiner Heimat und die Tatsache, dass er in einer Schachfamilie aufwuchs. Sein Vater Gamid, ein ehemaliger Gewichtheber sagt: „Das Beste, was ich im Leben geleistet habe, sind meine drei Schach spielenden Kinder:“ Shakryars Schwestern Zeinab und Turkan sind auch erfolgreiche Großmeisterinnen. Seit Jahren rangiert Mamedjarow unter den Top Ten der Schach-Weltrangliste und liegt derzeit mit einer ELO-Zahl von 2761 auf Platz 6.

2006 gewann er ein Turnier im holländischen Hoogeven und ließ dabei Exweltmeister Weselin Topalow (Bulgarien) hinter sich. In Sofia konnte er ihn 2007 wieder bezwingen. Mamedjarow war zweifacher Juniorenweltmeister und spielt seither neben Teimur Radjabow und Vugar Gashimow im Nationalteam seines Landes. Radjabow gab in Dortmund auch schon seine Visitenkarte ab.

Von der Stärke des Schachs in Mamedjarows Heimat zeugt die Goldmedaille, die Aserbaidschan bei der Mannschafts-EM 2009 gewann. Zuvor wurde Shakryar Open-Sieger bei den Chess Classic in Mainz.

„Ich möchte interessantes Schach spielen und suche Wege, den Gegner zu überraschen. Deshalb strebe ich immer nach dem besten Zug und scheue auch nicht das Risiko“, beschreibt der sympathische Großmeister seinen eigenen Stil. Mamedjarows erster Trainer war übrigens eine Frau. In Aserbaidschan betreiben beide Geschlechter den Geistessport mit der gleichen Leidenschaft.

Shakryar Mamedjarow hat zu Hause eine solide Schachschule durchlaufen, ihm wird ein außergewöhnliches Talent bescheinigt. Noch hat er seine Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft. Vielleicht gelingt ihm dieses Jahr im Schauspielhaus der ganz große Erfolg.

Le Quang Liem (Vietnam), geb. am 13.03.1991

Zum ersten Mal nimmt ein Spieler aus Vietnam an den Dortmunder Schachtagen teil. Das Ticket zum Sparkassen Chess-Meeting löste Le Quang Liem im Februar durch seinen überraschenden Sieg beim renommierten Aeroflot Open in Moskau. Wenige Tage zuvor hatte er in der russischen Hauptstadt auch ein anderes offenes Turnier als Co-Gewinner beendet.

Der 19-Jährige gilt als das größte Schachtalent Vietnams. Schon im Kinder- und Jugendbereich sammelte der in Ho-Chi-Minh-Stadt geborene Le Quang Liem viele Medaillen. So wurde er 2005 in Belfort Weltmeister U14. Den Großmeistertitel trägt er seit 2006. Die Normen hierfür erzielte er bei den Südostasienspielen 2005, der Schacholympiade 2006 sowie bei einem Turnier in Budapest im Juli 2006.

Auch beim Turnier der Nationen 2008 in Dresden glänzte Le mit 8 Punkten aus 11 Partien und trug damit maßgeblich zum 9. Platz des Vietnam-Teams (noch vier Ränge vor Deutschland) bei.

Le Quang Liems Trainer ist der frühere russische WM-Kandidat Jewgeni Barejew, der auch schon Kramniks WM-Sekundant war. Er bescheinigt seinem Schüler ein gutes Positionsverständnis und arbeitet mit ihm an der Erweiterung seines Eröffnungsrepertoires. In dieser Beziehung kann die vietnamesische Nr. 1 nach eigener Aussage mit den Spielern der Weltelite noch nicht konkurrieren. Aber vielleicht macht der Jungstar dies durch ideenreiches Spiel auf der Bühne des Dortmunder Schauspielhauses wett.

Im vorigen Jahr hat Le Quang Liem die Schule beendet und konzentriert sich seither ganz auf den Schachsport. Sollte er weiter so erfolgreich sein, steht einer Profikarriere wohl nichts im Wege. Eine Prognose über sein eigenes Abschneiden in Dortmund wollte der junge Mann vorher nicht abgeben. Viel lieber möchte er Konkurrenten und Zuschauer durch seine Partien beim Chess-Meeting überraschen.

 

Der Spielplan

Runde 1, Donnerstag, 15. Juli, 15.00

Ponomarjow – Leko
Kramnik – Le
Naiditsch – Mamedjarow

Runde 2, Freitag, 16. Juli, 15.00

Leko – Mamedjarow
Le – Naiditsch
Ponomarjow – Kramnik

Runde 3, Samstag, 17. Juli, 15.00

Kramnik – Leko
Naiditsch – Ponomarjow
Mamedjarow – Le

Runde 4, Sonntag, 18. Juli, 15.00

Naiditsch – Leko
Mamedjarow – Kramnik
Le – Ponomarjow

Runde 5, Montag, 19. Juli, 15.00

Leko – Le
Ponomarjow – Mamedjarow
Kramnik – Naiditsch

Dienstag, 20. Juli, Ruhetag

Autogrammstunde der Schachstars beim Special in der Hauptstelle der Sparkasse Dortmund, Freistuhl (gegenüber vom Hbf.). Zusätzlich gibt es Preise zu gewinnen.

Runde 6, Mittwoch, 21. Juli, 15.00

Leko – Ponomarjow
Le – Kramnik
Mamedjarow – Naiditsch


Runde 7, Donnerstag, 22. Juli, 15.00

Mamedjarow  – Leko
Naiditsch – Le
Kramnik – Ponomarjow

Runde 8, Freitag, 23. Juli, 15.00

Leko – Kramnik
Ponomarjow – Naiditsch
Le – Mamedjarow

Runde 9, Samstag, 24. Juli, 15.00

Le – Leko
Mamedjarow – Ponomarjow
Naiditsch – Kramnik

Runde 10, Sonntag, 25. Juli, 13.00

Leko – Naiditsch
Kramnik – Mamedjarow
Ponomarjow – Le

Ehrentafel der Dortmunder Schachtage seit 1973

Klangvolle Namen zieren die Tabelle der bisherigen Gewinner des Sparkassen Chess-Meetings. In den letzten 15 Jahren verbuchten vor allem Wladimir Kramnik oder Peter Leko den Sieg. Wer wird es diesmal sein?

 

Jahr

Sieger

Jahr

Sieger

Jahr

Sieger

1973

Heikki Westerinen

1986

Zoltan Ribli

1999

Peter Leko

1974

Laszlo Szabo

1987

Juri Balaschow

2000

Wladimir Kramnik

1975

Heikki Westerinen

1988

Smbat Lputjan

2001

Wladimir Kramnik

1976

Oleg Romanischin

1989

Efim Geller

2002

Peter Leko

1977

Jan Smejkal

1990

Alexander Chernin

2003

Viorel Bologan

1978

Ulf Andersson

1991

Igor Stohl

2004

Viswanathan Anand

1979

Tamas Giorgadse

1992

Garri Kasparow

2005

Arkadij Naiditsch

1980

Raymond Keene

1993

Anatoli Karpow

2006

Wladimir Kramnik

1981

Gennadi Kusmin

1994

Jeroen Piket

2007

Wladimir Kramnik

1982

Vlastimil Hort

1995

Wladimir Kramnik

2008

Peter Leko

1983

Mihai Suba

1996

Wladimir Kramnik

2009

Wladimir Kramnik

1984

Yehuda Grünfeld

1997

Wladimir Kramnik

2010   

        ?

1985

Juri Rasuwajew

1998

Wladimir Kramnik

 

 

 

 

 

 

 


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