DSOL: So lief das Finale

von Thorsten Cmiel
14.09.2020 – Im Finale der 1. Liga setzte sich die SG Port gegen Werder Bremen durch und trägt sich damit als erster Verein in die Meisterliste dieses jungen Wettbewerbs ein. Thorsten Cmiel hat die Finalwettkämpfe beobachtet, auch in den anderen Ligen.

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Das DSOL Finale: Umkämpft bis zum Schluss

Die Sieger der ersten DSOL stehen fest. Das Geschehen war in fast allen Wettkämpfen spannend und der Spitzenplatz der jeweiligen Ligen war hart umkämpft. In der fünften Liga beispielsweise entschied letztlich ein Blitzentscheid zwischen dem SC Schwarz-Weiß Zell und dem SV Türme Billerbeck. Zuvor waren alle Weißpartien gewonnen worden. Die Norddeutschen, also die Billerbecker gewannen diesen Vergleich schließlich knapp gegen ihre Gegner aus dem Schwarzwald. Wettkämpfe mit Vereinen aus unterschiedlichen Regionen sind normalerweise nur in der höchsten Liga möglich. Das liegt natürlich an dem zu betreibenden Aufwand, den die Anreise verursacht – Online entfällt dieser Aufwand.

In Liga 8 spielten Breitenworbis aus Thüringen und Kreuzberg gegeneinander. Diesmal gewannen die Kreuzberger – anders als in der zweiten Liga in der Vorwoche. Eigentlich war der Wettkampf unentschieden ausgegangen und zwar sogar nach Berliner Wertung, aber ein Unentschieden mit einer kampflosen Niederlage reichte wegen einer Sonderregel nicht gegen die Berliner Mannschaft.  Genau genommen gilt die Regel allerdings nicht nur für Berliner Teams, sondern entschied im Halbfinale bereits die Begegnung von Werder Bremen und Harksheide in der ersten Liga.

Partien 5.Liga

 

Nur Breitenworbis hatte eine Doppelchance, scheiterte jedoch ebenfalls mit der zweiten Chance in der zweiten Liga an Großhansdorf. In dem Wettkampf gelangen den Thüringern zwar zwei schnelle Remis mit Schwarz, aber ein Weißspieler verlor seine Partie nach einigen zeitaufwendigen Damenzügen.

Partien 2. Liga

 

In Liga 3 scheint es diesmal ebenfalls ein Vorteil gewesen zu sein, die schwarzen Figuren im Einsatz zu haben. Drei Schwarzsiegen stand nur ein Sieg mit Weiß gegenüber. Insgesamt sah der Finaltag 12 Schwarz- und 11 Weißsiege. Nur wenn man die längere Perspektive aller gespielten Partien der DSOL heranzieht, konnte Weiß etwa 44 Prozent der Partien gewinnen und Schwarz 37 Prozent.

Partien 3. Liga

 

In der Spitzenliga gewann die SG Porz letztlich nicht nur verdient gegen die nominellen Favoriten von Werder Bremen, sondern dem Gegner wurde am Ende noch ein knappes Ergebnis fast geschenkt, um den Mannschaftserfolg zu sichern.

Die Entscheidung fiel an den vorderen Brettern. Vlastimil Babula konnte aus der Eröffnung heraus einen ordentlichen Vorteil reklamieren, allerdings gelang es ihm nicht, Christian Bauer zu besiegen. Die Partie am zweiten Brett zwischen Dmitrii Marcziter und Sven Charmeteau sah ebenfalls eine Grünfeldindische Verteidigung. An beiden Brettern provozierten die Schwarzspieler ihre Gegner. Der Bremer hatte jedoch weniger Glück und geriet schnell auf die Verliererstraße. Daher reichte an den beiden verbliebenen Brettern ein Unentschieden.

Lara Schulze hatte nicht ihren besten Tag und stand nach einer taktischen Abwicklung eher schlechter, zumal sie die schlechtere Zeit hatte. Ihr Gegner nahm das sichere Unentschieden und entschied den Kampf frühzeitig. Am verbliebenen dritten Brett stand der Porzer in der Schlussphase ebenfalls besser, konnte allerdings trotz Mehrspringer nicht gewinnen.

Partien 1. Liga

 

Eine persönliche Anmerkung zum Schluss sei mir erlaubt: Die DSOL war ein spannendes Format. Die Zahl der Fehler nahm in der Schlussphase der Partien erwartungsgemäß zu. Trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten zeigte die DSOL letztlich interessante sportliche Wettkämpfe, die sich sehen lassen konnten. Die Zahl der erkennbaren Bedienfehler zu Beginn scheint ebenfalls stark rückläufig gewesen zu sein. Die Organisation rund um die Partien wurde zusehends professioneller und einer zweiten Auflage sollte daher nichts im Wege stehen. Wenn man sich die Berichte der Vereine anschaut – und deren Zahl ist sicher noch steigerungsfähig – dann waren viele Teams mit Freude dabei und darauf kommt es letztlich am meisten an.

Und so lief der Tag aus der Sicht von Werder Bremen. Olaf Steffens berichtet...

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Thorsten Cmiel ist Fide-Meister lebt in Köln und Milano und arbeitet als freier Finanzjournalist.
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