Ein Hamburger in Dubai

26.04.2004 – Das Dubai Open kann nicht nur auf ein stolzes Teilnehmerfeld verweisen, zu dessen Stars u.a. die Nachwuchsspieler Kateryna Lahno und Magnus Carlsen gehören, sowie die Familie Mamedyarov, die gleich zu dritt angereist ist. Auch das Ambiente ist märchenhaft. Das Turnier selbst findet im Dubai "Chess and Culture Club" statt, einem imposanten Gebäude in phantasievoller Architektur (Foto). Deutsche Schachklubs, die vielleicht ein eigenes Heim planen, können sich hier wertvolle Anregungen holen. Doch Vorsicht: Ganz billig ist das nicht. Andreas Albers aus Hamburg ist einer der Teilnehmer beim Dubai Open und schickt seine Impressionen aus dem Morgenland. Bericht und Fotos aus Dubai...

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39 Großmeister und Magnus Carlsen kämpfen in Dubai um den
“Scheich Rashid Bin Hamdan Al Maktoum Cup”


Bericht und Fotos aus Dubai: Andreas Albers


Beim 6.Dubai Chess Open gibt es mal wieder ein Teilnehmerfeld, das aller Ehren wert ist. 138 Teilnehmer aus 35 Ländern, nur Einer ohne Elo, davon 39 Großmeister, 24 IM’s und fünf Frauengroßmeisterinnen. Das kann man sich Deutschland kaum vorstellen.


Noch leer: Der Turniersaal

Die Stars des Turniers sind neben den Top gesetzten Großmeistern Liviu-Dieter Nisipeanu und Krishnan Sasikiran vor allem neuen Wunderkinder Katharina Lahno und Magnus Carlsen.


Sasikiran


Kostenlose Erfrischungen für jeden


Mr Mehdi Pehlevanzadeh und Husseiny


Videoshow


Liviu-Dieter Nisipeanu: Einer der Favoriten


Spitzenbrett in Runde 5


Ruheraum

Während es bei Lahno bis jetzt noch nicht so richtig läuft, ist Carlsen mit 4 aus 5 dabei, seine dritte und letzte Großmeisternorm zu erfüllen. Es gibt nicht wenige Spieler hier, die ihm sogar den Turniersieg zutrauen, wir werden sehen. Einen ganz starken Eindruck macht bis jetzt Familie Mamedyarov. Bruder Shakryar(19) liegt an der geteilten Spitze, die ältere Schwester Zeinab(21) hat bereits 1,5/2 gegen Großmeister geholt und auch die erst 14jaehrige Turkan konnte gegen GM Miezis in der ersten Runde remisieren.


Turkan Mamedyarov (re.) und Shadi

Aber auch Spieler wie Wong Zi Jing aus Malaysia oder die beiden Herzensbrecher von den Faröer-Inseln, Martin Poulsen und Hans Kristian Simonsen) sorgen für ein wirklich bunt gemischtes Feld.


The Faröer Boys: Martin Poulden und Hans Kristian Simonsen

Nach nur 6 Stunden Flugzeit ist man von London...


Der letzte Regen für die nächsten 10 Tage


In London gibt es nur ein Thema

... in Dubai gelandet und bereits der Flughafen sagt einem, dass man eine andere Welt betreten hat.


Willkommen in Dubai

Hochmoderne Technik gemischt mit orientalischer Architektur und Palmen überall. Für jemanden, der zum ersten mal auf der Arabischen Halbinsel Schach spielt, ist hier vieles fremd. Trotz des heißen Klimas (40 Grad sind hier nichts Besonderes) sieht man es nicht gerne, wenn Leute (vor allem natürlich Frauen) in Shorts oder kurzen Röcken auf die Straße gehen.


Schilder in zwei Schriften


Wolken? Gibt es nicht.

Außerdem wurden den Teilnehmern bei der Eröffnungszeremonie mitgeteilt, dass jede Runde für 10 Minuten unterbrochen wird: it’s “praying time” (sehr entspannend, man sollte über so etwas in Deutschland auch nachdenken). Nach 10 Minuten strömen alle Spieler wieder in den Spielsaal und die Uhren werden wieder in Gang gesetzt.


Zum Empfang gab es eine Rose für jeden


Die Rosenmädchen


Die versammelte Landesprominenz

Auch die abendliche Bierrunden müssen ins Hotel verlegt werden, da nirgendwo anders Alkohol ausgeschenkt wird. Wo wir gerade von Spielsaal sprechen: Der bereits genannte Scheich Rashid Bin Hamdan Al Maktoum hat hier ein schieres Wunder geschaffen, bei dem man alle Turnhallen und Messehallen vergessen möchte. Mitten Dubai liegt der “Dubai Chess and Culture Club” ein großes, strahlend weißes Gebäude, dessen Turm aussieht wie eine überdimensionale Schachfigur.


Empfangsdame am Eingang

Im Foyer bleibt einem der Atem weg. Marmor, wohin man sieht, Pokale, Urkunden und Bilder der Herscherfamilie überall.


Am Eingang


Die Urkunde zur Schacholympiade 1986


Foyer: Bauskosten 20 Mio. Noch Fragen...?

 

Billard, Kicker und Snooker sowie zwei Internetplätze stehen den Teilnehmern den gesamten Tag über zur Verfügung. Die Baukosten betrugen angeblich 20Millionen Dollar, man glaubt es sofort.

Der klubeigene Busshuttle bringt einen direkt vom Hotel zum Spiellokal und nach der Runde wieder zurück. Man fühlt sich rundum versorgt von dem hervorragend arbeitenden Organisationsteam um Mr. Mohamed El Husienny.


Fahrt zum Spiellokal

Ebenfalls bestens organisiert: die Touristiktour durch Dubai, mit Museums- und Rathausbesuch...


Museum im Al Fahidi Fort


Im Museum: Ein (fast) echter Basar


Führung im Rathaus von Dubai

... und einem kurzen Blick aus dem Auto auf das Wahrzeichen von Dubai: Burj Arab, das “Segelschiff” ein sieben Sterne-Hotel auf einer künstlichen Insel.


Links, das Burj Arab, rechts: Wild Wadi


Der Wild Wadi Wasserpark


Liviu-Dieter Nisipeanu und Nikoletta


Ehepaar Nisipeanu mit Organisator Mr. Ahmed und Kristian Simonson


Foyer des Burj Arab


So sieht ein richtiges Foyer aus


VIP-Loge


Blick aufwärts


Oben war Fotografieren verboten


Gruppenbild mit Scheichs

Dubai ist voll mit Hotels:


Die imposante Skyline


Hoffentlich ist die Kugel gut befestigt, denn wenn die runterfällt...


Hotels, Hotels, Hotels


Ein Kamel aus...Gold.


Emirates Tower


Moschee




Orientalische Architektur


Brunnen ohne...


...und mit Faröer Boys


Neben Gold am kostbarsten: Wasser. Deshalb gibt es so viele Brunnen.


Jumeira Area


Das Jumeira Hotel direkt am Strand


Blick auf Dubai Beach




Es ist halb elf in der Nacht und alles leuchtet


Gruppenbild mit Landesvertretern: Rumänien, Libanon, Deutschland und VAE

Liviu-Dieter Nisipeanu hat bei unserem Besuch im Burj Arab bereits ausgerechnet, dass er seiner Frau 3 Tage in diesem Wahnsinnsbau spendieren könne, wenn er beim Turnier den ersten Preis holt. Aber es steht bereits das nächste Turnier für ihn an, so dass das daraus wohl nichts wird.
 

 


 

 


Themen Dubai Open
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