Ein Schachfestival in San Sebastian

14.07.2009 – Das Donostia Schachfestival ist eines, das den Namen wirklich verdient. 1911 kamen in San Sebastian-Donostia einige der besten Spieler zusammen und spielten ein großes Turnier. Der junge Capablanca gewann vor Rubinstein und seine Partie gegen Bernstein ging in die Schachgeschichte ein. Etwas mehr als 100 Jahre später treffen sich hier erneut einige großartige Schachspieler, um die Stadt schon jetzt dafür zu feiern, dass sie 2016 europäische Kulturhauptstadt sein wird. Mehrere Weltmeister sind im A-Turnier am Start, doch wieder ist es jemand vom amerikanischen Kontinent, der auf sich aufmerksam macht. Hikaru Nakamura führt das Feld mit 5 Punkten aus 6 Partien an. Gleich vier Turniere haben die Organisatoren parallel in Szene gesetzt - eben ein echtes Schachfestival. Doch der Grund zum Jubel bei Francisco Vallejo und Ruslan Ponomariovs Freundin Inesa ist mal wieder ein völlig anderer. Anastasya Karlovich und David Llada haben das Geschehen für kommende Generationen in Bilder gefasst.Turnierseite...Tabellen, alle Partien, Bilder, etc...

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San Sebastián: Ein Zwischenbericht

Text: Anastasiya Karlovich und André Schulz
Fotos: Anastasya Karlovich und David Llada


Der Weg zum Turniersaal führt an voll besetzten Stränden vorbei.


Im Hotel de Londres schlugen viele Schachspieler ihre Zelte auf.


Das Alderdi Eder Karussell in der Nähe des Spiellokals

Nach 5 Runden liegt Hikaru Nakamura beim “San Sebastian City of Culture” Turnier mit 4,5 Punkten in Führung. Dahinter folgt Peter Svidler, der seine letzten beiden Partien gewinnen konnte.


Peter Svidler gelang mit seinem Gewinn gegen Anatoliy Karpov der zweite Sieg in Folge und liegt jetzt auf dem zweiten Platz.

Der US-Amerikaner Nakamura macht derzeit an mehreren "Fronten" von sich reden.


Tabellenführer GM Hikaru Nakamura

Während er schon in San Sebastián, baskisch Donostia, antrat, ´wurde er noch geteilter Erster beim World Open in den USA. Dort hat man Turnierformate für Spieler mit sehr wenig Zeit entwickelt, die zwischendurch oder am Ende ein so genantes "bye" nehmen können. Das ist praktisch ein Remis ohne Spiel. Da man in den USA teilweise sogar drei Runden pro Tag spielt, können sich Spieler so eine Auszeit nehmen. Oder eben schon früher abreisen, wie Hikaru Nakamura.

Neben seinen Erfolgen am Holzbrett ist der Amerikaner auch im Internet sehr erfolgreich.

Auf dem Fritzserver führt er derzeit als "Star Wars" die Rangliste mit der Rekordzahl von 3510 an, vor dem legendären Raffael.

Ex-FIDE-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov hat sich in die Reihe der Drachenspieler eingereiht, musste aber in Runde Zwei erneut in der derzeit kritischen Variante gegen Maxime Vachier-Lagrave eine Niederlage hinnehmen.


Maxime Vachier-Lagrave aus Frankreich

Anatoly Karpov, Weltmeister von 1975 bis 1985 und FIDE-Weltmeister von 1993 bis 1999, hat es in diesem hochklassigen Feld schwer mitzuhalten.



Er verlor vier Partien und hielt zweimal remis. Besonders mit Schwarz ist die frühere Nummer Eins der Welt anfällig.


Firuza Kasimdzhanov begleitet ihren Mann


Rustam Kasimdzhanov


Granda Zuniga

Beim “Gran Premio Kutxa” Turnier führt Loek Wan Wely.


Loek van Wely liegt im “Gran Premio Kutxa” an der Spitze.

Der Niederländer kommt nach vier Siegen und zwei Remis auf 5 Punkte und führt mit einem halben Punkt Vorsprung vor Jordi Magem Badals.

 



 

Und beim Gran Premio Euskal Xake Eskola Turnier, dem ersten baskischen Nachwuchsturnier, liegt der bekannte englische Großmeister und Buchautor Glenn Flear an der Spitze. Christian Michna aus Deutschland teilt sich mit zwei anderen Spielern die Plätze 3 bis 5. Das Turnier dient dazu, spanischen Talenten Spielpraxis zu geben.



Im Frauenturnier führen Sophie Millet aus Frankreich und Yana Melnikova aus Russland, beide haben 4 Punkte aus 5 Partien.


Vor der Partie: Yana Melnikova aus Russland (re.) und Regina Pokorna aus der Slowakei


Marta Michna aus Deutschland


Adina Hamduchi aus Rumänien


 


Der längste Schachspieler der Welt? Nein, die Internet-Verbindung wird repariert.

San Sebastian:


Am freien Tag konnten die Schachspieler den Monte Urgull hinaufklettern,
auf dem sich die berühmte Jesus-Statue befindet.


Ein halbstündiger Spaziergang verschafft einen wundervollen Blick über die Stadt.


Die Kanonen, mit denen sich die Armee gegen feindliche Truppen verteidigt hat. Heute dienen sie anderen Zwecken.


Das Museum am Monte Urgull. Der Besucher wird durch 800 Jahre Geschichte von San Sebastián geführt.




Francisco Vallejo


Sonnenuntergang in San Sebastián.

Partytime:

Am Abend vor dem Ruhetag lud Felix Izeta zur Party ein.


Ruslan Ponomariov und seine Freundin Inesa auf dem Balkon.


Der eigentlich wichtige Wettstreit

 
Francisco Vallejo und Inesa genießen den Sieg.




Der Kampf gegen die Damen hält Sergey Movsesian und Francisco Vallejo nicht davon ab, ein Gläschen Wein zu genießen.



13. Ruslan Ponomariov zieht Heineken vor.


Nun gemischtes Doppel


Organisator Felix Izeta tritt mit Erfolg allein gegen Francisco Vallejo und David Llada an.


Entspannung: Sergey Movsesian.


Die Damen genießen den Nachtisch.


Kartentricks vom Schachspieler und Zauberer Inigo Martin.


Vesna Rosic auf der Suche nach der versteckten Karte.

 

 

 

 

 

 



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