Ein weiterer Kandidat als FIDE-Präsident: Inal Sheripov

von ChessBase
24.05.2022 – Mit Inal Sheripov bewirbt sich ein weiterer Kandidat als FIDE-Präsident. Inal Sheripov ist in Grozny geboren, spielte dort in den 1980er Jahren Schachturniere mit. Er wanderte in die USA aus und hat eine Karriere als Filmemacher, Produzent und Drehbuchautor gemacht. Jetzt ist er belgischer Staatsbürger. | Foto: FIDE

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Am 19. Mai gab Inal Sheripov (Belgien) seine Absicht bekannt, für das Amt des FIDE-Präsidenten zu kandidieren. Seine Kandidatur wurde bereits offiziell beim FIDE-Büro eingereicht, zusammen mit Unterstützungsschreiben der Verbände der Ukraine, Sambias, Sierra-Leones, Barbados und Timor-Leste. Lewis Ncube (Sambia), der derzeitige Präsident des afrikanischen Schachbundes, kandidiert für das Amt des stellvertretenden FIDE-Präsidenten.

Der 1971 in Grozni (UdSSR) geborene Sheripov hat eine Karriere als Filmemacher, Produzent und Drehbuchautor gemacht, in der er mehrere Preise gewonnen hat. Unter anderem wurde er zweimal mit dem Preis der Gebrüder Lumiere (Neapel, Italien), dem Angel Film Award (Monte Carlo, Monaco) und dem Federico Fellini Award (Jakarta, Indonesien) ausgezeichnet.

Ende der neunziger Jahre zog er in die USA und lebt seither in Kalifornien und seit kurzem in Belgien. Als Kunstsammler besitzt er eine der größten Sammlungen belgischer impressionistischer Maler. Dort gründete er 2017 zusammen mit der FIDE und dem Belgischen Kunstinstitut den internationalen gemeinnützigen Verein "World Chess Culture", dem er vorsteht. World Chess Culture ist derzeit an der Entwicklung eines interaktiven Schachmuseums beteiligt, das 2024 zum 100. Jahrestag der Gründung der FIDE eröffnet werden soll.

Sheripov lernte im Alter von 5 Jahren Schach zu spielen und wurde Mitglied des Grosny-Schachklubs. In den achtziger Jahren gewann er mehrere Meisterschaften der autonomen Republik Tschetschenien-Inguschien, und 1988 wurde er Sieger einer zonalen Meisterschaft der UdSSR in der Juniorenkategorie.

Auch wenn seine spätere Karriere einen anderen Weg einschlug, war das Schachspiel immer Teil seiner kreativen Arbeit. Er begründete die theoretische Bewegung "Schachkino", die er als "ein mehrstufiges System von Zeichen und Symbolen definiert, das durch die semantische Definition Sprachkonstrukte schafft".

"Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn bin ich mit der Schachgemeinschaft in Kontakt geblieben und habe verschiedene Initiativen entwickelt, die darauf abzielen, die Popularität des Schachs in unserem Leben zu stärken. Als Mitglied des Schachklubs KSK Rochade Eupen-Kelmis habe ich es geschafft, gelegentlich an Schachturnieren teilzunehmen, wann immer es meine Zeit erlaubte". Sein Rapid-Rating beträgt 2290, und das letzte Mal nahm er an der belgischen Rapid-Meisterschaft 2018 teil, wo er den 6. Platz belegte. Seit 2020 spielt er unter belgischer Flagge.

"Ich habe ein Team aus erfahrenen und engagierten Schachenthusiasten und Administratoren zusammengestellt, die das gewünschte Wachstum unserer globalen Schachgemeinschaft sicherstellen wollen. Ich bin sicher, dass meine Erfahrung in der Filmindustrie in Verbindung mit den individuellen und kollektiven Kompetenzen meines Teams einen großen Beitrag zur Förderung des Schachs in der Welt leisten und die FIDE erfolgreicher machen wird. Ich habe daher beschlossen, mich im August 2022 in Chennai, Indien, zur Wahl des FIDE-Präsidenten zu stellen", heißt es in der von Sheripov verbreiteten Ankündigung.

"Ich freue mich, dass mein Freund, der renommierte Schachorganisator und Präsident der African Chess Confederation, Lewis Ncube, als mein Vizepräsident kandidiert. Seine jahrelange Erfahrung und sein Talent als Organisator werden sicherlich eine verlässliche Unterstützung für alle Pläne sein, die ich in der FIDE umsetzen möchte", heißt es abschließend.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sheripov für ein offizielles Amt im Schach kandidiert. Im Jahr 2019 war er ein Kandidat für den ACP-Vorstand.

Meldung bei FIDE...


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