Elshan Moradiabadi siegt im "Washington International"

von Klaus Besenthal
18.08.2016 – Das "5th Washington International", ein neunrundiges Open, wurde vom 13.8.-17.8. in Rockville/Maryland ausgetragen, 20 km entfernt von der US-Bundeshauptstadt Washington. 4.000 USD Preisgeld für den ersten Platz hatten eine Reihe starker Großmeister angezogen, von denen Elshan Moradiabadi schließlich das bessere Ende für sich hatte. Mehr...

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Mal eben schnell über den großen Teich düsen, neun Schachpartien spielen und mit 4.000 USD in der Tasche wieder nach Hause fliegen - das alles geht in weniger als einer Woche, wenn man körperlich belastbar ist und über die Spielstärke verfügt, um eine ganze Riege renommierter Großmeister zu besiegen. Beim 5. "Washington International" wurden neun Runden innerhalb von 5 Tagen gespielt; so etwas gibt es auch in Europa, aber irgendwie ist dieser Turniermodus doch typisch amerikanisch: eine Herausforderung, eine echte "Challenge"!

Wenn man jeden Tag 8 Stunden im Büro sitzt und ein solches Open nur gelegentlich in seiner Freizeit spielt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass einem irgendwann schlicht die Luft wegbleibt. Wer professionell Schach spielt, der weiß natürlich genau, wie er seine Kräfte einteilen muss. Zum Beispiel so, wie Gata Kamsky und Elshan Moradiabadi es in der achten Runde gehalten haben:

 

Zur Stärkung gab es "Cookies".

Irgendwie ist das seit einigen Jahren in Mode gekommene regelmäßige Wassertrinken ja auch eine (sehr empfehlenswerte!) Erfindung der Amerikaner - jeder Open-Teilnehmer bekam eine solche Trinkflasche.

Total fokussiert war dieser junge Mann, zur Not eben mit Hilfe einer Kapuze.

Schach kann aber auch langweilig sein, wenn der Gegner nicht zieht.

In Europa kaum bekannt, aber ein starker Spieler: IM Keaton Kiewra.

Gerade noch im sibirischen Poikovsky, jetzt in den USA: Ilya Smirin, Weltreisender in Sachen Schach.

Gegen den 15jährigen Jungstar Samuel Sevian hatte Smirin einiges auszustehen, denn sein Gegner ließ sich gerne auf die - von Smirin eingeleitete - taktische Gemengelage ein. Am Ende hatte Smirin aber den besseren Überblick:

 

Runde 5: Elashan Moradiabadi, der letztendliche Turniersieger, spielt mit Hut gegen Keaton Kiewra.



Runde 7: Gata Kamsky linst schon einmal zu Elashan Moradiabadi hinüber, als würde er bereits erahnen, dass der Iraner ihn noch überholen würde.

Von den vier Spielern, die nach Runde 8 zusammen mit je 6 Punkten an der Spitze gelegen hatten, konnte Elshan Moradiabadi als einziger in der letzten Runde gewinnen - das bedeutete den Turniersieg!

 

 

Partien:

 

 

Fotos: Turnierseite auf Facebook

 

Offizielle Website des Veranstalters



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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